SPIELMANNS- UND FANFARENZUG BEYHARTING

Ein Traum von einer Sommernacht

63 Musiker standen auf der Bühne im Pfarrgarten und verzauberten die Besucher.
+
63 Musiker standen auf der Bühne im Pfarrgarten und verzauberten die Besucher.

Eine Sommernacht, wie sie schöner kaum sein konnte, und eine berauschende Darbietung mit 63 Musikern auf der Bühne: das war die Sommernachtsserenade des Spielmanns- und Fanfarenzugs Beyhar-ting. Dafür erhielten die Musiker minutenlangen Beifall.

Beyharting – Kurz nach 16 Uhr war das Schlimmste überstanden: Ein Gewitterschauer war über Beyharting hinweggefegt, hatte etliche Zelte und Strahler umgelegt und verschwand genauso schnell, wie er gekommen war. Wenig später strahlte die Sonne wieder und der Sommernachtsserenade stand nichts mehr im Wege.

Das schöne Wetter lockte so viele Besucher wie selten in den lauschigen Pfarrgarten. „Heute hat die Sommernachtsserenade ihren Namen wirklich verdient“, meinte der musikalische Leiter und Vorstand Bernhard Schweiger bei der Begrüßung.

Mit „Calling“ und einem Trompetensolo von Stab führer Bernhard Schweiger startete die Musiknacht. Es folgte der „Beyhartinger Marsch“, den man gerade bei den Ortsansässigen immer wieder gerne hört. Daraufhin hieß es „In Harmonie vereint“, bevor Gabi Schweiger, die stellvertretende Landesverbandsvorsitzende für das Spielmannswesen in Bayern, einige Ehrungen (Bericht folgt) vornahm.

Mit dem großartigen „Arrival“ von Abba aus dem Jahr 1974 und „El Bimbo“, einem „One-Hit-Wonder“ der französischen Discoband „Bimbo Jet“, ging es in die Pause, in der es nicht nur kulinarische Schmankerl, sondern auch allerlei sommernächtliche Getränke gab. Sowohl Eintritt als auch Essen und Trinken waren frei; dafür standen „Schweinderl“ bereit, in die man Geldscheine stecken konnte. Petra Dörrer bedankte sich bei den vielen Helfern, von denen einige „den ganzen Tag in der Küche standen“.

Mit einem akustischen Schmankerl ging es musikalisch nach der Pause weiter: „Fanfare for The Common Man“ hieß das Stück, dem „Robin Hood“ folgte. Eine moderne Art der Blasmusik war dann „Fantasticks“, ein Stück, das mal weicher, mal ganz hart erklingt. Am Ende der lauen Sommernacht hörten die begeisterten Zuschauer mit „Cassiopeia“ eines der längsten Stücke des Spielmannszuges: Zehn Minuten dauert der Beitrag, den die Beyhartinger für ihren Auftritt bei der deutschen Meisterschaft in Osnabrück einstudierten. Minutenlanger Beifall forderte noch Zugaben heraus. Und die gewährte Bernhard Schweiger mit dem mitreißenden Stück „Washington Post“ von John Philip Sousa und „Sailing“ von Rod Steward. Doch mit dem Heimgehen wollte sich das Publikum noch immer nicht anfreunden und so folgte ganz am Ende noch „Castle of Glass“.

„Bleibt hier, ratscht und genießt den schönen Sommerabend“, meinte ein zufriedener Vorstand am Schluss einer wunderbaren Musiknacht. Viele sehnten bereits die nächste herbei. „Dann vielleicht sogar mit etwas Vorzeigbarem von der deutschen Meisterschaft“, meinte Schweiger. ws

Kommentare