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Trauer in Bad Aibling um Marijan Klement Weisser

Marijan KlementWeisser
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Marijan Klement Weisser
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Große Bestürzung herrscht in Bad Aibling über den Tod von Marijan Klement Weisser. Der bekannte Bauingenieur und Unternehmer verstarb im Alter von 77 Jahren in einer Residenz in Prien am Chiemsee, in der er die letzten Wochen seines Lebens verbracht hatte.

Bad Aibling – Geboren 1944 in Požega im ehemaligen Jugoslawien, heute Kroatien, bewies er bereits in jungen Jahren die Zielstrebigkeit, die ihn Zeit seines Lebens auszeichnen sollte. Die Schule und das Studium des Bauingenieurswesens in Zagreb schloss er mit absoluten Bestnoten ab. Durch eine Stellenanzeige des Büros Bierampl kam er 1968 mit seiner Frau Ljiljana nach Bad Aibling, wo er schnell zur rechten Hand des Chefs wurde, eine Familie gründete – 1970 kam Sohn Denis zur Welt, 1971 Sohn Robert – und sich bereits im Jahr 1976 selbstständig machte.

Bekannt in der gesamten Region

Mit vielen Bauten ist seither der Name Weisser in der Region verbunden, allen voran mit zahlreichen Kreisstraßen in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim. „Vor allem war er aber der, der den Aiblinger Marienplatz zweimal gebaut hat – damals in den 80er Jahren und zuletzt im Zuge der Neugestaltung der Innenstadt, als er den Neubau der beiden Brücken betreut hat“, sagt sein Sohn Denis Weisser, der mit ihm zusammen seit 2000 das Ingenieurbüro geführt hatte. Das Büro war das Lebenswerk Marijan Weissers, für das er bis im vergangenen Jahr noch mit Leib und Seele gearbeitet hat.

Gründlich, zuverlässig und freundlich

Bekannt war Weisser für seine ausgeprägte Gründlichkeit, seine Zuverlässigkeit und sein freundliches Wesen. „Er hat seinen Beruf geliebt, ging auf in seiner Arbeit. Die war ihm oft lieber als der Urlaub“, so sein Sohn. Er habe die Baustellen und die Projekte geliebt, aber auch die Begegnungen mit den Menschen, mit denen er zu tun hatte, allen voran seine Mitarbeiter: „Das Büro, das war so etwas wie seine zweite Familie.“ So sehr ging er in dem Beruf auf, dass wenig Zeit blieb, seine weiteren Talente auszuleben. Einst war er in der kroatischen Jugendauswahl im 110-Meter-Hürdenlauf, seine Reaktionsschnelle kam ihm als Handballtorwart ebenso zugute wie als Feldspieler beim Fußball.

Sein enormes Gedächtnis erlaubte es ihm beim Schachspiel sogar, gegen Gegner anzutreten, die das Brett im Blick hatten, während er seine Züge machte, ohne ein einziges Mal hinzuschauen. Seine Zeichenkunst trat nicht nur im technischen Bereich zu Tage. Als seine beiden Söhne zur Welt kamen, fertigte er jeweils ein Porträt von ihnen an, griff auch sonst gerne zum Stift. Ein schwerer Schlag war für ihn der Tod seiner Frau im Jahr 2002.

Seine Enkelkinder waren sein großer Stolz

Seine Enkelkinder Patrick, Isabelle, Maxim und Benjamin waren sein großer Stolz, so wie ihm seine ganze Familie mit Lebensgefährtin Marija Bradaric eine große Stütze war, als er im vergangenen Jahr gleich zweimal schwer erkrankte. Doch mit der ihm eigenen Zähigkeit kämpfte er sich wieder zurück, sodass er beim Spatenstich für das neue Büro auf dem B&O-Gelände im Oktober wieder aktiv dabei sein konnte.

Dort einzuziehen ist ihm nun nicht mehr vergönnt. Im November erlitt er einen weiteren gesundheitlichen Rückschlag, kam ins Krankenhaus, saß im Rollstuhl, und war zuletzt in Prien, wo er nur wenige Tage vor seinem Tod mit seiner Familie noch einen wunderschönen Tag verlebte – „bei schönstem Wetter und in bester Laune“, wie Sohn Dennis sagt. Umso überraschender und schockierender war die Nachricht von seinem plötzlichen Tod, der die Familie unvorbereitet traf.

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