Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Neue Rechnungsadresse sorgt für Verwirrung

Telekom kappt Bruckmühler Rathaus die Telefonleitungen

Die Telekom hat am Montag die Kabel der Bruckmühler Verwaltung gekappt. Und das, obwohl der Telefonanschluss für das Übergangsquartier im Gewerbepark erst Anfang Januar gelegt worden war.
+
Die Telekom hat am Montag die Kabel der Bruckmühler Verwaltung gekappt. Und das, obwohl der Telefonanschluss für das Übergangsquartier im Gewerbepark erst Anfang Januar gelegt worden war.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
    schließen

Als die Brückmühler Verwaltung am 12. Januar im Übergangsdomizil im Gewerbepark ihre Pforten öffnete, ging auch die Rufnummer 08062/590 ans Netz. Drei Monate später aber – am 12. April – ist die Leitung tot. Die Telekom hat die Kabel gezogen, weil die Adressänderung als Kündigung im System verbucht war.

Bruckmühl– „Der von ihnen gewünschte Gesprächsteilnehmer ist gegenwärtig nicht zu erreichen.“ Es ist nicht selten, dass das am anderen Ende der Leitung zu hören ist. Mal ist der Empfang schuld. Mal eine gekappte Leitung. Doch zum Wochenstart blieben die Telefonleitungen der Verwaltung der Marktgemeinde Bruckmühl einen ganzen Tag lang tot.

Schnell machte das Gerücht die Runde, die Bruckmühler hätten ihre Rechnung nicht bezahlt. Doch so ist es natürlich nicht: „Die Telekom bucht unsere Rechnungssummen direkt vom Konto ab“, klärt Rainer Weidner auf, der geschäftsleitende Beamte der Bruckmühler Verwaltung.

Nur Adressänderung und keine Kündigung

Doch warum waren am Montag, 12. April, alle Leitungen tot? „Wir haben der Telekom für die Rechnungslegung unsere neue Adresse mitgeteilt“, informiert Weidner über den Ursprung eines Missverständnisses. Kamen die Briefe mit den Rechnungen bisher zum Rathausplatz 4, sollten sie nach dem Umzug mit Rufnummermitnahme künftig in den Gewerbepark BWB 29 in 83052 Bruckmühl gesandt werden.

Im Übergangsdomizil ging die Verwaltung am Dienstag, 12. Januar, planmäßig ans Telefonnetz. Drei Monate später vollzog die Telekom urplötzlich die Kündigung. Nicht die Rechnungen kamen zur neuen Adresse, sondern Techniker des einstigen Staatsunternehmens. Und die zogen genau die Kabel, die erst kürzlich für das neue Rathaus verlegt worden waren.

Lesen Sie auch: Brenner-Nordzulauf: Deutsche Bahn will violette Trasse östlich des Inns

Gedanken darüber, ob das auch tatsächlich richtig sein könnte, mussten sie sich keine machen: Schließlich hatten sie ja einen Auftrag. „Die Adressänderung für die Rechnungen wurde bei der Telekom als Kündigung registriert“, erklärt Weidner.

Telekom legt Leitungen still

Und so wurden die Leitungen pünktlich zum „Vertragsende“ am 12. April wieder stillgelegt. Konkret hieß das: „Die haben wirklich am Verknüpfungspunkt von Haus 25 und 29 im Gewerbepark die Kabel gezogen“, beschreibt Weidner das Ausmaß des Services.

Internet und Diensthandys funktionierten zwar noch. Die Verwaltungsmitarbeiter griffen auch auf ihre privaten Handys zurück. „So waren wir zwar arbeitsfähig, aber für die Bürger leider nicht erreichbar“, bedauert der Geschäftsleiter. Mit einer kurzen Information auf der Homepage klärte die Verwaltung über die „Havarie“ auf.

„Zum Glück haben wir mit der Firma ComTech ein Serviceunternehmen, das sich um unsere Telefonanlage kümmert und einen direkten Draht zur Telekom hat“, beschreibt Weidner. „Denn hätten wir selbst über die Störungsnummer gehen müssen, wären wir vermutlich bis heute noch nicht wieder erreichbar.“

Zwei Anläufe werden gebraucht

So aber sei schon am Montagvormittag (12. April) ein Techniker gekommen. Der habe die Kabel aber so zusammengesteckt, dass noch immer nichts funktionierte. Ein zweiter Techniker musste bestellt werden. Und der habe es schließlich geschafft, dass im Rathaus am späten Nachmittag die Telefone wieder klingelten.

Das könnte Sie auch interessieren: Junior Masters-Gesamtsieg für Jana Pfann: Großhelfendorferin holt den Pokal nach Bruckmühl

Aus Sicht der Telekom stellt sich das „Missverständnis“ allerdings nach wie vor als Auftrag dar und klingt komplett anders als das, was die Verwaltung erlebt hat: „Im Januar erfolgte wie beauftragt der Umzug des Anschlusses 0 80 62/5 90 auf die (neue) Adresse Gewerbepark BWB 25 in Bruckmühl“, erklärt Telekom-Pressesprecher Dominik Sechser.

Telekom hat Auftrag „erfolgreich ausgeführt“

„Am 30. März beauftragte die Gemeinde erneut einen Umzug des Anschlusses zur Adresse Gewerbepark BWB 29 in Bruckmühl“, so Sechser weiter. „Für den Umzug und die Inbetriebnahme des Anschlusses an der neuen Adresse wurde mit der Gemeinde der 12. April vereinbart. Der Auftrag wurde an diesem Tag durch unseren Außendienst erfolgreich ausgeführt. Die Gemeinde bestätigte uns daraufhin, dass der Anschluss einwandfrei funktioniert. Sämtliche Auftragsschritte sowie die Terminabstimmungen mit dem Ansprechpartner der Gemeinde sind in unseren Systemen dokumentiert.“

Leider habe es nach der Bereitstellung des Anschlusses eine kurzzeitige Störung in einem der Netzverteiler gegeben. Diese sei aber durch den technischen Service der Telekom umgehend behoben worden.

Mehr zum Thema

Kommentare