Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Tauschen auf verschiedenen Wegen

+

Tauscht man künftig im Verein oder nicht im Verein? Bad Aibling.

Diese Frage beschäftigt die im Nachbarschaftsring vereinten Bürger immer wieder. Während der „Ring“ in seiner bisherigen Struktur bestehen bleiben wird, wird es künftig auch zwei Vereine geben, die ähnliche Ziele verfolgen. Dabei will man sich durchaus gegenseitig unterstützen.

– Braucht es einen eingetragenen Verein, um gemeinsame Unternehmungen ohne Risiko für Einzelne durchzuführen? Wer haftet bei der Helferinitiative im Schadensfall gegenüber Dritten? Widerspricht eine Vereinsstruktur nicht dem seit über 18 Jahren praktizierten Ideal eines freien Austausches zwischen eigenverantwortlichen Aktiven? Diesen Fragen widmeten sich die hilfsbereiten Aiblinger „Nachbarn“ im abgelaufenen Jahr neben ihren Tauschaktivitäten besonders.

Die verschiedenen Auffassungen führten letztendlich dazu, dass neben der seit 1997 bestehenden Tauschinitiative inzwischen zwei eingetragene Vereine auf den Weg gebracht wurden. „Die Debatte wurde zeitweise hitzig und emotional ausgetragen“, so Angela Kodura-Richter, die seit der Gründung mit dabei ist.

Nachbarschaftsring bleibt unverändert

Sie stellte zu Beginn des letzten gemeinsamen Treffens klar, dass der Nachbarschaftsring (www.nachbarschaftsring.de) in unveränderter Form weiter bestehen bleibt – unabhängig von der „Vereinsfrage“. „Es ist höchste Zeit, dass wir wieder in Ruhe miteinander tauschen können.“ Dabei erinnerte sie an das bewährte gemeinsame Motto: „Helfen und helfen lassen“.

Die Versammelten bestimmten Kodura-Richter zusammen mit Stellvertreterin Verena Nagl ohne Gegenstimme zum neuen Führungs-Duo im „Ring“. Komplettiert wird die Runde durch Maria Schwaiger, die sich um die Euro-Kasse kümmert und Aysel Scheibner, die in Zukunft für die Zeitbuchungen in symbolischen Tausch-„Wendelsteinen“ zuständig ist.

Für ihren langjährigen Einsatz im Nachbarschaftsring bedankte sich die frischgebackene Leiterin im Namen der Runde bei Renate Hermann (Leitung, Buchungszentrale) und Sylvia Gasteiger (Euro-Kasse) mit einer gravierten Vase und einem Blumenarrangement.

Die Befürworter einer Vereinsform mit klassischer Struktur haben nun die Wahl: Ein gleichnamiger Verein „Nachbarschaftsring Bad Aibling (NSR)“ unter der Leitung von Thomas Beck möchte mit dem „Ring“ zusammenarbeiten und verfolgt ähnliche Ziele wie dieser. Daneben befinden sich auch die „Aiblinger Tauschfreunde“ (ATF) mit Renate Hermann an der Spitze in der Vereinsgründung. Diese wollen in Zukunft ihre ganz eigenen „Tauschwege“ gehen.

Nach längerer Diskussion entschied die Mehrheit der „Tauscher“, beide neuen Vereine in der Gründungsphase gleichermaßen finanziell zu unterstützen. Denn bei allen Meinungsverschiedenheiten in organisatorischen und personellen Fragen sind sich alle in einem Punkt einig: Die Tauschidee ist heute mehr denn je zeitgemäß und fördert das „Neue Miteinander“ – und das (fast) ohne Geld.

Am morgigen Samstag treffen sich die hilfsbereiten „Nachbarn“ zum traditionellen Jahresauftakt-Frühstück ab 9 Uhr im Café Medl und am 18. Januar steht um 19 Uhr wieder das erste Tauschtreffen im Paulusheim auf dem Programm. Dann heißt es wieder: Grenzenlos tauschen – zum Wohle aller. Interessenten willkommen.

Kommentare