Tanken künftig selber zahlen

Künftig auf eigene Kosten tanken: Die Hochrechnung besagt, dass die Gemeinde einem Teil ihrer Angestellten heuer etwa 17000 Euro für die Fahrt zur Arbeit zahlt.
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Künftig auf eigene Kosten tanken: Die Hochrechnung besagt, dass die Gemeinde einem Teil ihrer Angestellten heuer etwa 17000 Euro für die Fahrt zur Arbeit zahlt.

Feldkirchen-Westerham – Bürgermeister Hans Schaberl allein auf weiter Flur.

Bei der Verlängerung des Fahrtkostenzuschusses für weiter weg wohnende Angestellte und Mitarbeiter der Gemeinde hat ihm der Gemeinderat die Gefolgschaft verweigert: Der Antrag wurde mit 22:1 Stimmen abgelehnt.

Zuschuss läuftbis Sommer 2021

Rückblick: Die Auszahlung des Fahrtkostenzuschusses hat der Gemeinderat am 25. Juni 2019 beschlossen. Diese nicht verpflichtende, also freiwillige Leistung, ist auf zwei Jahre befristet und läuft am 31. Juli 2021 aus. Gewährt werden diese 30 Cent ab dem 11. bis zum 50. Kilometer.

Freiwillige Leistungüberdenken

Bei der geltenden Berechnung wurden die durchschnittlichen Arbeits-, Krankheits- und Urlaubstage zugrunde gelegt. Wer beispielsweise zur Arbeitsstelle (Rathaus, Bauhof, Kindergarten) täglich zehn bis 50 Kilometer und mehr (einfache Wegstrecke) zurücklegen muss, bekommt bei einer Fünf-Tage-Woche monatlich im absoluten Höchstfall 99 Euro.

Bei vier Tagen 72 Euro und dann rückläufig entsprechend weniger. Hinweis: Von allen über 150 Mitarbeitern der Gemeinde (Verwaltung, VHS, Bücherei, Kindergärten) sind es nur 49 Personen, die eine zuschussberechtigte Strecke zur Arbeitsstelle zurücklegen müssen. Finanziell musste die Gemeinde bisher 6175 Euro (2019) und für 2020 17 215 Euro (vorab hochgerechnet) aufwenden. Die aktuell für dieses Jahr anfallenden Kosten wären in etwa gleichgeblieben. Der dezimierte Gemeinderat (Christiane Noisternig, CSU, und Heinz Oesterle, SPD, fehlten) diskutierte diese beantragte Verlängerung nur kurz. Johannes Zistl (Ortsliste Vagen) begründete seine klare Absage mit dem Hinweis, dass Fahrten zur Arbeitsstelle über den Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden können.

Franz Bergmüller (Pro Bürger) meinte, in dieser coronabedingt schwierigen Zeit müsse sich auch der Gemeinderat überlegen, ob die Kommune ihre freiwilligen Leistungen nicht neu überdenken muss.

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