In langem Leben auch viele schwere Schicksalsschläge gemeistert

Susana Lutsch feierte 102. Geburtstag

Vor Susana Lutsch ging auch Pfleger André Kaulfuß in die Knie, um zu gratulieren. Foto Gilg
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Vor Susana Lutsch ging auch Pfleger André Kaulfuß in die Knie, um zu gratulieren. Foto Gilg

Bad Aibling - Susana Lutsch freute sich, ihren 102. Geburtstag im Senioren- und Pflegeheim Wittelsbach zu feiern und darüber, dass sich unter den vielen Festgästen auch eine Enkelin und ein Urenkel befanden. Geboren ist die Jubilarin in einem kleinen Dorf bei Hermannstadt in Rumänien. Neben zahlreichen anderen Tätigkeiten trug sie als landwirtschaftliche Arbeiterin zum Unterhalt der Familie bei.

Heimleiter Alfred Kutscher stieß mit der Jubilarin mit einem alkoholfreien Getränk an und wünschte Gottes Segen und Gesundheit. Dass sich die Pfleger um Susana Lutsch besonders bemühen, trägt nach Kutschers Meinung auch zu ihrem hohen Alter bei. "Wir warten ein Land reinster Freud", sang der Seniorenchor. Im Gegensatz zu den Sängern konnte die Jubilarin den Text sogar auswendig.

Hausseelsorger Erhard Sens wandte sich an die gläubige Adventistin mit Worten aus der Bibel. Für die Stadt Bad Aibling überbrachte Zweite Bürgermeisterin Heidi Benda die Glückwünsche mit einem Geschenkkorb sowie die Glückwünsche des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer samt Geschenk. Mit Blumen übermittelte der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer die Glückwünsche des Landkreises. Der beliebten Heimbewohnerin wünschte auch die Vorsitzende des Heimbeirates Sigrid Böttcher-Stumpf Gottes Segen. Ein sichtlich gutes Verhältnis hat Susana Lutsch zum Pflegepersonal, das bei der Feier ebenfalls dabei war.

Die 102 Jahre alte Jubilarin hatte ein nicht immer leichtes Leben: Sie erlebte nicht nur zwei Weltkriege. Ein besonders schwerer Schicksalsschlag war, dass bei einem Brand drei ihrer sechs Kinder ums Leben kamen und sie nicht bei deren Beerdigung dabei sein konnte.

Glücklich und gut betreut fühlt sie sich jetzt aber seit einigen Jahren im Seniorenheim Wittelsbach, was sie auch wiederholt zum Ausdruck brachte. og

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