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Vernissage in der Galerie Markt

„Strukturen mit linearer Kantigkeit“: Andreas Legath stellt Werke in Bruckmühl aus

Die Protagonisten der Vernissage: (von rechts) Cornelia Ahrens, Andreas Legath, Anke Humpeneder-Graf und Elmar Zorn.
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Die Protagonisten der Vernissage: (von rechts) Cornelia Ahrens, Andreas Legath, Anke Humpeneder-Graf und Elmar Zorn.
  • VonJohann Baumann
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Eine neue Ausstellung präsentiert die Galerie Markt Bruckmühl: Radierungen und Bronzen von Andreas Legath. In ihrer Einführungsrede ging Kunsthistorikerin Anke Humpeneder-Graf auf die ausgefeilten Technik des Künstlers ein.

Bruckmühl – „Dort, wo sich in der Landschaft schroffe Grate und weiche Ebenen, krustige Aufwerfungen und sonnenbeschienene Flanken abwechseln, greift er zu entsprechend deutlich druckgraphischen Mitteln“, beschrieb sie. Er arbeite dabei zuvorderst mit der Kaltnadel, mit der er scharfe Linien und Kanten in die Druckplatte reiße.

„Der Kraftaufwand ist hoch, weil im Unterschied zur Radierung nicht geätzt wird, sondern der Künstler direkt mit seiner Stahlnadel in seiner Metallplatte pflügt“, veranschaulichte sie die Vorgehensweise. Dabei entstünden tiefe Grate, Einschnitte und Schürzen, die sich in ihrer Härte auch im kleinen Format am fertigen Blatt ablesen ließen.

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„Plastisch treten die harten Aufwürfe der Druckfarbe und der daneben verlaufenen Gratschatten in Erscheinung und sprechen die Sprache der Landschaft, die sie darstellen sollen“, schilderte sie. Sehr viel Subjektives stecke in seiner Technik, die er auf die Platte bringe. Wie eine seismografische Aufzeichnung übertrage die Nadel den Druck seiner Hand in das Metall, so die Expertin. „Diese harten Kanten ergänzt er mit Aquatinta-Hinterlegungen, mit sorgfältig geätzten Flächen, um eine malerische Note“, erläuterte sie: „Die Radierungen zeigen diese Strukturen mit ihrer linearen Kantigkeit, die gerade diese Landschaften als Gerippe der Erde am deutlichsten entkleidet und ausgezehrt wirken lässt.“

Das Relief der kantigen Felsen brächten auch die erstmals ausgestellten Bronzen mit. Sie betonten das Harte, Schroffe, Trockene und auch das Schwere. „Sie sind eher jüngeren Datums und erlauben dem Betrachter, seinen eigenen Horizont mit einzubauen, denn sie bringen einen variablen Betrachterstandpunkt mit“, konstatierte sie.

Mit Interesse betrachteten die Besucher die Werke von Andreas Legath.

Eröffnet hatte die Vernissage Galerie-Leiterin Cornelia Ahrens , die in Vertretung des Bürgermeister-Trios und des Kulturreferenten die zahlreichen Gäste – darunter Kunstkritiker Elmar Zorn und Kunstschaffende aus der Region – willkommen hieß. „Heute ist Erntedank und der bezieht sich auch auf diese wunderbare Ausstellung der Werke von Andreas Legath, der viel zu unserer Galerie beigetragen hat“, würdigte sie.

Die Ausstellung mit 103 Exponaten ist in der Galerie Markt Bruckmühl bis zum 6. November zu sehen. Sie ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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