Streifzug durch Film- und Fernsehwelt

Die Konzertbesucherin der vollen Bruckmühler Realschulturnhalle waren von den Melodien begeistert.
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Die Konzertbesucherin der vollen Bruckmühler Realschulturnhalle waren von den Melodien begeistert.

Bruckmühl. – „Musik aus der Film- und Fernsehwelt“ war das Motto des Herbstkonzertes der Blaskapelle Bruckmühl.

Der Streifzug durch sechs Jahrzehnte begann mit der markigen Titelmelodie des 1960 entstandenen Westerns „Die glorreichen Sieben“ von Elmer Bernstein, gefolgt vom schaurig-schönen Medley „Music for a darkened Theatre“ von Danny Elfmann (darunter „The Nightmare before Christmas“ und „Edward Scissorhands“). Sanft einschmeichelnde Passagen kennzeichneten die „Highlights from La La Land“ von Justin Hurwitz – Melodien aus dem 2017 mit sechs Oscars dekorierten Filmmusical.

Mitreißende und markante Klänge

Mitreißende Klänge bot als Kontrast dazu die „Robin Hood“-Musik, komponiert von Michael Kamen für den 1991 gedrehten Film „König der Diebe“. Mit einem absoluten Ohrwurm ging es dann in die Pause – nämlich mit dem „Colonel Bogey March“, besser bekannt als „River-Kwai-March“. Der 1914 von Kenneth J. Alford geschriebene Titel wurde 1957 von Mitch Miller für den Film „Die Brücke am Kwai“ modifiziert.

Auch der zweite Teil des genussvollen Abends begann im „Wilden Westen“, nämlich mit der markanten Themamelodie aus „Zwei glorreiche Halunken“ („The Good, The Bad and the Ugly“) von Ennio Morricone. Daran schloss sich in passender, monumentaler Breite die Musik des deutschen Komponisten Hans Zimmer aus „Gladiator“ an. Damit das Programm nicht zu amerikalastig wurde, bildeten musikalische Werke aus Europa den Endspurt. Nach dem schneidigen „Kaiserin-Sissi-Marsch“ von Timo Dellweg erklang die gemütliche „Amtsgerichts-Polka“ von Raimund Rosenberger aus der 1968 gestarteten Fernsehserie „Königlich-Bayerisches Amtsgericht“. Bei der letzten Programmnummer gab es erstmals Sologesang zu hören: Barbara Hamberger erhielt tosenden Applaus für die berührende Ballade „Gabriellas Song“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“.

Die Besucher in der vollen Realschulturnhalle spendeten für die Musiktitel jeweils begeisterten Beifall. Sie erklatschten sich am Ende zwei Zugaben: die von „Haindling“ geschriebene Titelmusik der TV-Serie „Irgendwie und sowieso“ (mit der erst zwölfjährigen Maria Kellerer als Klaviersolistin) und die Polka „Euch zum Dank“ von Norbert Gälle. Zum Abschluss ließen die 34 Musiker traditionsgemäß ihre Instrumente und Kehlen erklingen zum „Müller-zu-Prugg“-Marsch.

Die Blaskapelle Bruckmühl erwies sich ein weiteres Mal als prächtig harmonierender und – um in der Filmsprache zu bleiben – „oscar-verdächtiger“ Klangkörper. Dirigent Michael Rokoss, seit gut zwei Jahren „am Stab“, führte die „Big Band“ souverän und präzise. Angereichert wurde das gelungene Konzert durch interessante und originelle Informationen zu Kompositionen und Filmen durch Dr. Kathrin Haegler, Harald Hösch ler, Martina Riedl, Georg Huber, Tobias Schwegler, Michael Hamberger und Vorstand Thomas Krapichler.

Im Gespräch mit unserer Zeitung stellte der Vorsitzende fest: „Wir haben unter Michael Rokoss unsere Fertigkeiten und musikalische Artikulation weiter verbessert.“ Dazu passte auch die anerkennende Aussage von Bürgermeister Richard Richter: „Es war ein tolles Konzert.“ bjn

Als prächtig harmonierender Klangkörper erwies sich aufs Neue die Blaskapelle Bruckmühl mit Dirigent Michael Rokoss. Baumann

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