Straßenbelag in Götting: Woher kamen die Blasen?

Uneben und aufgeweicht war die Straßenoberfläche. Das Landratsamt bemühte sich um Abhilfe.  Neuwirth
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Uneben und aufgeweicht war die Straßenoberfläche. Das Landratsamt bemühte sich um Abhilfe. Neuwirth

Man hätte meinen können, die Hitze der letzten Wochen habe den Straßenbelag an der Abzweigung zur sogenannten zweiten Mangfallbrücke am westlichen Ortseingang des Bruckmühler Ortsteils Götting aufgeweicht. Was war wirklich schuld?

Von Torsten Neuwirth

Bruckmühl– Der Belag hatte sich in eine weiche Gummi-Teermischung verwandelt, die nicht nur negative Auswirkungen auf Reifen und Karosserie hatte, sondern auch ein wirkliches Gefahrenpotenzial für Radfahrer darstellte. Doch weit gefehlt. Nicht etwa die Sonne war es, die hier ihre Spuren hinterließ: Es waren Baustellenfahrzeuge. „In der Nähe befand sich eine Ladestation für eine Straßenbaumaßnahme“, erklärt Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim, das für die Kreisstraße zuständig ist.

Klebrige Sache

Die Lkw, die von dort den Belag auf die Straßenbaustelle transportierten, hinterließen diese Spuren. Der Grund dafür: „Bevor der Belag aufgebracht wird, kommt Haftkleber auf den Untergrund. Dieser bleibt an den Reifen der Lkw kleben, wenn sie das Mischgut abladen“, erklärt Fischer. In der Kurve vor der Mangfallbrücke habe sich dieser Haftkleber dann offensichtlich wieder von den Reifen gelöst und sei auf der Straße kleben geblieben.

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Die Mitarbeiter des Landkreisbauhofes haben die Straße umgehend wieder verkehrssicher gemacht und die klebrige Schicht abgekratzt. Ganz kulant, denn in Rechnung gestellt wurde diese aufwendige Säuberung der betreffenden Straßenbaufirma nicht.

An der Abzweigung zur „zweiten Mangfallbrücke“ in Götting warf der Straßenbelag aufgrund der großen Hitze „Blasen“.

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