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Standortsuche für Rettungs-Funkmast

Die in naher Zukunft geplante digitale Funkalarmierung scheint für Polizei, Feuerwehren und Rettungskräfte unverzichtbar zu sein. Dagegen wird der dafür in Aschbach vorgesehene Standort für einen 30 bis 40 Meter hohen Sendemast von mehreren Gemeinderäten kritisch gesehen. Jetzt soll ein geeigneter Standort gesucht werden.

Feldkirchen-Westerham - Ein schwerer Verkehrsunfall vor ein paar Monaten in Unterlaus hat es deutlich gezeigt: Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte können nur dann optimal zusammenarbeiten und schnell helfen, wenn die Alarmierung klappt. Ein sogenanntes Funkloch hatte das bei diesem Unfall verhindert (wir berichteten).

Das ist die eine Seite der Medaille. In der Konsequenz verlangt die andere Seite, dass die dafür notwendigen und auch unverzichtbaren Einrichtungen zur Verfügung stehen. Dass dazu ein leistungsfähiger Sendemasten für die digitale Funkverbindung gehört, wurde in dieser Diskussionsrunde von den Befürwortern deutlich herausgestellt und auch von den Gegnern nicht generell infrage gestellt.

Eine der Fragen war, ob es im gesamten Gemeindegebiet bei einem Sendemasten bleibe werde oder ob weitere geplant seien. Hintergrund war, das war herauszuhören, dass die Strahlenbelastung durch den Digitalfunk zu gesundheitlichen Schäden führen könnten. Schon anlässlich einer Versammlung in Aschbach hatte ein Sprecher des künftigen Betreibers versucht, diese Bedenken zu zerstreuen. "Wir haben in Deutschland schon die höchsten Grenzwerte, deshalb sollten wir uns alle diesbezüglichen Aussagen verbindlich geben lassen", verlangte Helmut Schulte, Mitglied der Aganda-21-Gruppe. Schulte glaubt auch, dass der Sendemasten gänzlich verhindert werden könne, wenn der Gemeinderat einen Bauantrag ablehne.

Für CSU-Gemeinderat Bernhard Neumaier bieten sich zwei Möglichkeiten an, um die Befürchtungen abzubauen: "Zum einen den Sendemasten möglichst weit weg von der Wohnbebauung aufzustellen, und zum anderen, dieses Grundstück eventuell zu kaufen, um mehr Mitspracherecht zu erlangen", so der Oberlauser Landwirt. Rückendeckung erhielt Neumaier von Klaus Anderl (Freie Wähler Vagen). Dieser sieht die Notwendigkeit des Sendemasten durch die Polizei bestätigt, will aber zumindest verhindern, dass er von einem weiteren Funkanbieter genutzt werden könnte. "Das können wir nur verhindern, wenn dieses Grundstück der Gemeinde gehört", erklärte Anderl.

Der Feldollinger Freie-Wähler-Rat Sepp Hupfauer verglich seine Entscheidung mit einer Zwickmühle, wenn er Notwendigkeit und Bedenken gegenüberstelle, wie er sagte.

Bürgermeister Bernhard Schweiger erinnerte an seine beruflichen Erfahrungen bei der Polizei: "Bei einem Einsatz kann das Leben aller Beteiligten von eine gut funktionieren Funkverbindung abhängen", so der Bürgermeister. Bei der Standortsuche mahnte der Rathaus- Chef zur Besonnenheit." Der Freistaat hätte durchaus die Möglichkeit, ohne uns zu fragen, unmittelbar an der Staatsstraße einen Sendemast aufzustellen, deshalb sind wir besser dabei, der Regierung bei der Suche nach einem geeigneten Standort behilflich zu sein", sagte er.

Mit der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Sendemasten wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt. me

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