Staffelstabwechsel: Stephan Schlier jetzt Vorsitzender bei der VHS Bad Aibling

Die neue VHS-Führung:Rosemarie Matheis (Schatzmeisterin), Birgit Schreuer (Leitung), Stephan Schlier (Vorsitzender), Dorothee Roscheck (Beisitzerin), Petra Roth (Schriftführerin) – in der vordere Reihe von links, sowie Rudolf Ellinger (Beisitzer), Jürgen Ersing (Beisitzer), Michael Beer (Beisitzer), Petra Keitz-Dimpflmeier (Stellvertretende Vorsitzende), Katharina Dietel (Beisitzerin), Ursula Nejedly (Beisitzerin) – hintere Reihe, von links. Ingrid Altinger (nicht auf dem Bild) wurde in Abwesenheit als Beisitzende gewählt. Baumann

Der neue Vorsitzende ist wieder ein Mann, nämlich gemäß der Tradition der VHS Bad Aibling der Bürgermeister, Stephan Schlier. Bei den Kurs-Teilnehmern der VHS hingegen machen die Männer mit gerade mal 20 Prozent die deutliche Minderheit aus.

Von Johann Baumann

Bad Aibling – Stephan Schlier führt in den nächsten drei Jahren die VHS Bad Aibling. Diese und weitere Personaländerungen ergab die Neuwahl der Vorstandschaft im Rahmen der Jahreshauptversammlung unter strikter Einhaltung der Corona-Regularien im VHS-Haus. Der neue Aiblinger Bürgermeister folgt als VHS-Chef traditionsgemäß seinem Vorgänger Felix Schwaller nach.

Petra Roth jetzt Schriftführerin

Als Nachfolgerin der nicht mehr kandidierenden bisherigen Schriftführerin Dorothee Roscheck wurde Petra Roth gewählt. In ihren Ämtern einstimmig bestätigt wurden Petra Keitz-Dimpflmeier als zweite Vorsitzende und Rosemarie Matheis als Schatzmeisterin.

Aus dem Kreis der Beisitzer schieden auf eigenen Wunsch Robert Koutuc, Dr. Walter Kuhnert, Dr. Birgitt Matthias, Josef Walbert und Erhard Peter Widl aus. Zu den bisherigen und auch weiterhin amtierenden Beisitzern Ingrid Altinger, Rudolf Ellinger und Jürgen Ersing gesellen sich künftig Michael Beer, Katharina Dietel, Ursula Nedjedly und Dorothee Roscheck. Ebenfalls einstimmig wurden Heidi Benda und Günter Sandtner als Revisoren wiedergewählt.

Düstere Prognose hinsichtlich der Finanzen

Eingangs der Versammlung erinnerte der bisherige Vorsitzende Felix Schwaller an die 70-Jahr-Feier als Jahreshöhepunkt 2019 der Aiblinger VHS, die rund 70 Mitglieder zählt. Zwiespältig fiel der Kassenbericht von Schatzmeisterin Rosemarie Matheis aus. Die „Finanz-Chefin“ wies für 2019 dank gestiegener Teilnehmergebühren einen erfreulichen Überschuss und eine solide Finanzlage aus. Ihre Prognose für das laufende Jahr gestaltete sich jedoch wegen der Corona-bedingten Absage der Kurse deutlich düsterer.

Jähes Ende für ein „Super-Semester“

„Das Frühjahr-Sommer-Semester ist toll angelaufen und wäre ein Super-Semester geworden“, stellte sie fest. Wegen des Ausfalls der Kursgebühren beziehungsweise deren Rückzahlung werde eventuell ein Zuschuss seitens der Stadt notwendig. „Zwar laufen derzeit einige Online Kurse – aber die Leute wollen lieber den Präsenzunterricht“, erklärte sie und hoffte auf einen baldigen Wiederbeginn, wenngleich in kleinem Maße.

Die dafür notwendigen räumlichen Voraussetzungen (unter anderem getrennter Zugang/Abgang, Raumteilung et cetera) wären gegeben.

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In ihrem Streifzug durch das vergangene Jahr erwähnte VHS-Leiterin Birgit Schreuer die beiden Semester-Programmhefte mit den Themen „Blickwechsel“ und „Zusammen leben – zusammen halten – zusammen kommen (zum 100. Geburtstag der Volkshochschulen in Deutschland). Ferner wies sie auf die Max Mannheim-Kulturtage und die Aiblinger Kulturtage sowie auf verschiedene Seminare und Führungen wie die Höhlenwanderung am Wendelstein hin.

7756 Teilnehmer in 649 Kursen

Auch lieferte die VHS-Chefin Details zu den Teilnehmerzahlen der insgesamt 649 veranstalteten Kurse. Von den 7756 Teilnehmern waren 4450 älter als 50 Jahre. Der nur rund 20-prozentige Männeranteil bewog Michael Beer, Leiter des Aiblinger Gymnasiums, zu der augenzwinkernden Mutmaßung, „dass die Männer schon alles wissen“. Möglicherweise sei das Programm auch zu wenig auf Männer ausgerichtet.

Männerkurse: Nicht so einfach

„Typische Männerkurse durchzuführen ist schwierig, aber wenn die Männer mal da sind, dann sind sie treu“, konstatierte Brigit Schreuer. Abschließend gab sie bekannt, dass die Planungen für das Herbst-Semester bereits begonnen hätten, jedoch Corona-bedingt noch nicht im Detail feststünden.

„Ein wunderbares Zusammenwirken“

Der letzte Tagesordnungspunkt war der Verabschiedung der scheidenden Vorstands- und Beiratsmitglieder vorbehalten. Dabei bedankte sich Birgit Scheuer insbesondere bei Felix Schwaller für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dieser würdigte ebenfalls das wunderbare Zusammenwirken und wünschte der VHS weiterhin viel Glück. Da der insgesamt 18 Jahre lang amtierende Vorsitzende ein Abschiedsgeschenk ausdrücklich verneint hatte, wurde er mit einem gemeinsamen musikalischen Präsent bedacht.

In dem von Birgit Schreuer auf der Gitarre begleiteten Lied (nach der Melodie „Die Affen rasen durch den Wald“) lautete der Refrain: „Von Herzen singen wir dieses Lied: Es war a schöne Zeit, es war a gute Zeit, wir sagen Danke und auf Wiedersehn, wir sagen Danke-Dankeschön“.

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