CSU stärkste Fraktion im Gemeinderat Feldkirchen-Westerham – Grüne gewinnen zwei Sitze dazu

In Feldkirchen-Westerham sind im künftigen Gemeinderat sieben Fraktionen vertreten. Stärkste Kraft ist die CSU, gefolgt von den Grünen, die zwei Sitze hinzugewonnen haben. Klinger

Auch die westlichste Gemeinde des Landkreises Rosenheim folgt dem Trend: Die Grünen sind gewaltig auf dem Vormarsch.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Obwohl zwei ihrer bisher drei Gemeinderäte nicht mehr kandidierten, haben sie jetzt fünf Mandate errungen. Sie sind damit nach der CSU zweitstärkste Kraft im Feldkirchen-Westerhamer Rathaus.

Die Christ-Sozialen kamen auf 29,1 Prozent der Wählerstimmen, die Grünen auf 18,2 Prozent. Neben ihnen ist Pro Bürger im zweistelligen Prozent-Bereich – mit 13,8 Prozent der Stimmen. Ebenso die Parteifreien Wähler mit 13,3 Prozent der Stimmen.

Vinzenz und Pankraz Schaberl gewählt

„Schaberl“ könnte zum meistgenannten Nachnamen im Gemeinderat werden. „Senior“ Hans Schaberl ist noch drei Jahre Bürgermeister, sein SohnVinzenz Schaberl, der 2 132 Stimmen erhielt, steht bei den Parteifreien auf Platz Eins.

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+++Pankraz Schaberl, Sohn des Bürgermeisters und Bruder von Vinzenz Schaberl, hat für die Sozialdemokraten einen Sitz im Gemeinderat Feldkirchen-Westerham gewonnen.

Neue Stimmenkönigin aber wurde bei der Wahl am Sonntag die CSU-Chefin Christiane Noisternig mit 2 763 Kreuzerl. Was bedeutet das im neuen Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham?

Die CSU bleibt weiterhin bei sieben Ratsmitgliedern, die Grünen konnten sich mit jetzt fünf Sitzen fast verdoppeln. 2014 hatten die drei Mandate errungen. Die Parteifreien stellen weiterhin drei Räte, auch die Feldollinger sind bei ihren bisherigen zwei Mandatsträgern geblieben.

Ebenfalls mit zwei Gemeinderäten müssen sich weiterhin die Sozialdemokraten begnügen. Deutliche Verluste mussten die „Pro Bürger“ hinnehmen. Anstatt bisher fünf sind sie nur noch mit drei gewählten Männern im Rathaus vertreten.

Fünf anstatt drei Frauen mit Mandat

Vagen, die drittgrößte Ortschaft in der Gemeinde, hat mit Johannes Zistl und Georg Meixner weiterhin zwei Vertreter in der 11 000-Seelen-Gemeinde Feldkirchen-Westerham.

Erfreulich ist auch, dass ab Anfang Mai mehr Frauen im 24-er-Gremium vertreten sein werden und stimmgewaltig mitreden wollen. Bisher waren es drei Vertreterinnen, jetzt sind es dann immerhin fünf.

In der CSU haben auch Anton Kammerloher mit 2 588 Stimmen, Bernhard Neumaier mit 2 185 Stimmen und Andreas Hebensteiner mit 2 020 Stimmen ihre bisherigen Rathausstühle behalten.

Neu im Gremium ist die 22-jährige Martina Weber, sie hat mit 2 218 Stimmen deutlich aufhorchen lassen. Auch die Westerhamerin Lisa Steingraber mit 1 961 Stimmen und Georg Messerer aus Höhenrain (1 811 Stimmen) sind im Gemeinderat Neulinge.

Bürgermeister über Zusammensetzung

Barbara Birner und Christof Langer (Die Grünen), Günther Rutz (CSU) und Martin Faltlhauser (Pro Bürger) haben sich nicht mehr um ein kommunales Mandat beworben.

Und was sagt Bürgermeister Hans Schaberl, über dessen Amt bei der Wahl am Sonntag nicht entschieden wurde, zur neuen „Schaberl“-Hausmacht im Gemeinde-Gremium? „Sie werden sich genauso einfügen müssen, wie die anderen Neugewählten auch“, so der Rathaus-Chef. Seine Beurteilung des neuen Gemeinderats in Feldkirchen-Westerham: „Noch jünger, bunter und weiblicher“.

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