Stadtbus in Kolbermoor: Jetzt sind drei grüne Flitzer im Einsatz – Fahrplan ändert sich

Die grüne Flotte (von links): Busfahrerin Sylvia Schulzen, Karin Wallisch von der Stadtverwaltung, Bürgermeister Peter Kloo, Elisabeth Kalenberg und die Busfahrer Winfried Weber, Bernhard Huber und Robert Hastreiter. weinzierl
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Die grüne Flotte (von links): Busfahrerin Sylvia Schulzen, Karin Wallisch von der Stadtverwaltung, Bürgermeister Peter Kloo, Elisabeth Kalenberg und die Busfahrer Winfried Weber, Bernhard Huber und Robert Hastreiter. weinzierl
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Stadtbusflotte erweitert – Ab Dienstag, 8. September, verstärkt ein zusätzliches Fahrzeug die Nordroute. Welche Vorteile die neuen Flitzer noch bringen, lesen Sie hier.

Kolbermoor – Ab Dienstag, 8. September, verstärken zwei neue Stadtbusse die Flotte der grünen Flitzer der Stadt. Ab dann sind die zwei neuen sowie ein älterer auf den Straßen der Mangfallstadt unterwegs und befördern die Bürger von A nach B. Der vierte, der am meisten Kilometer auf dem Tacho hat, wird dann als Ersatzbus unterwegs sein. Falls mit einem der anderen Busse etwas sein sollte. Volle Fahrt also. „Wir kommen dem Ziel näher“, sagt Rathauschef Peter Kloo. Denn mit dem Einsatz der Stadtbusse sollen dem Individualverkehr Alternativen geboten werden. Obendrein ist das Ziel, eine „vernünftigen Takt hinzubekommen“, so Kloo.

28 Personen haben Platz

Das heißt: Bürger, die aus der Bahn steigen, sollen gleich in den Bus einsteigen können und umgekehrt – so geht es schnell und umweltfreundlich ans Ziel. Das wäre möglich, wenn die Mangfallbahn ihre anvisierte engmaschigere Taktung umsetzen würde. Erste Schritte hierfür waren wie berichtet die Anbindung der neuen Haltepunkte Feldolling und Aicherpark. Der dritte Bus soll jetzt die Nordroute verstärken, bis die Tonwerkunterführung fertig ist. Danach soll er im Süden eingesetzt werden. „Weil diese Route die größere ist“, sagt Elisabeth Kalenberg, Geschäftsführende Beamtin.

Kosten 318.000 Euro für beide Flitzer

Am Montag, 7. September, standen die beiden Busse vor der Fahrzeughalle am Bahnhof und bekamen beispielsweise noch Aufkleber verpasst: Unter anderem vom Freistaat, der die Anschaffung der Busse mit 35.000 Euro pro Fahrzeug gefördert hatt.

Bürgermeister Peter Kloo sitzt schon einmal Probe: „Müssen für den Individualverkehr Alternativen anbieten.“

Insgesamt hat die Stadt 318.000 Euro für die beiden neuen grünen Flitzer bezahlt Im November hatte der Stadtrat einem Kauf geschlossen zugestimmt.

Busse sind rund sieben Meter lang

Die Busse sind rund Meter sieben Meter lang – und somit 37 Zentimeter kürzer, als die älteren Stadtbusse. Dennoch können sie eine Person mehr befördern: Es gibt 16 Sitze und zwölf Stehplätze. Ist ein Rollstuhlfahrer an Bord oder ein Kinderwagen, gibt es 13 Sitzplätze.

Busfahrer Robert Hastreiter und Karin Wallisch von der Stadtverwaltung kleben noch die letzten Zettel an die Bustür.

Aber es hat sich nicht nur die Anzahl der Busse erhöht, sondern auch die der Fahrer: Sechs sind jetzt im Einsatz – darunter zwei Busfahrerinnen. Bisher gab es in Kolbermoorer ausschließlich Busfahrer. Eine von ihnen hat Mitte August angefangen, die andere am 1. September. Seit etwa einer Woche ist Sylvia Schulzen im Einsatz: „Mir gefällt es sehr gut“, sagt Schulzen, die schon lange am Bussteuer sitzt.

Und wer sitzt jetzt immer am Steuer des neuen Stadtbusses? „Das wird durchgewechselt“, sagt der Bürgermeister. Mit dieser Durchwechselung beherrsche jeder jeden Stadtbus.

Daher stammt die Idee zur grünen Farbe

Kalenberg ist mit der neuen Auszubildenden bereits beide Touren gefahren. „Da haben wir eine ältere Frau getroffen, die Dank der Stadtbusse noch alleine ihre Einkäufe tätigen kann.“ Auf die grüne Farbe ist übrigens Kalenberg gekommen. „In meiner Heimatstadt ist das auch so“, sagt sie. Und mithilfe der Farbe sind die Kolbermoorer Stadtbusse nie zu übersehen: Einsteigen, Platz nehmen und los geht‘s!

Neuer Bus, neuer Fahrplan:

  • Es verkehrt ab 8. September ein dritter Bus im Norden. Richtung Moorkultur verbessert sich daher der Takt. In der Siedlung verkehrt der dritte Bus zur bisherigen Linie gegenläufig, sodass die Fahrgäste in diesem Bereich ihre Fahrzeiten verkürzen können. So gelangt man beispielsweise von der Haltestelle Herman-Löns-Straße mit dem dritten Bus direkt in die Spinnerei, ohne über Lohholz fahren zu müssen.
  • Es wird eine neue Haltestelle „Försterstraße“ eingerichtet. Diese Haltestelle können insbesondere die Schüler der Mangfallschule nutzen.
  • Die Haltestelle „Mietrachinger Straße“ wird regulär angefahren.
  • Die Haltestelle „Am Gangsteig“ wird Richtung Tierheim verschoben und heißt künftig „Tierheim“.
  • Die Rufbushaltestelle „Aiblinger Au“ entfällt mangels Nachfrage ersatzlos. Die Aiblinger Au ist jedoch durch überregionale Busverbindungen angebunden.

Das bringt der neue Fahrplan mit sich:

  • Zwischen 7 und 8 Uhr werden nicht mehr nur Schulkinder befördert. Auch Berufspendler können den Stadtbus nutzen.
  • Der Südbus setzt künftig nicht mehr für die Beförderung der Vorschulkinder aus, was zu Folge hat, dass sich der Takt am Vormittag verbessert.
  • Sowohl der Nord-, als auch der Südbus fahren um 18.46 Uhr die letzte Runde. Beide Busse warten bis 18.55 Uhr auf die Züge, die planmäßig um 18.45 Uhr und 18.46 Uhr am Bahnhof ankommen sollen. Die Fahrgäste erreichen bei einer kleinen Zugverspätung den Bus.

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