„Er sprüht vor Ideen: Neuer Direktor an Aiblinger Realschule

Der Ministerialbeauftragte Wilhelm Kürzeder (recht) überreichte die Amtseinführungsurkunde an den neuen Schulleiter Matthias Wabner. Baumann
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Der Ministerialbeauftragte Wilhelm Kürzeder (recht) überreichte die Amtseinführungsurkunde an den neuen Schulleiter Matthias Wabner. Baumann

Sie haben sich schon gut aneinander gewöhnt: Die Aiblinger Realschulfamilie und ihr neuer Direktor Matthias Wabner. Das wurde jetzt auch bei der offiziellen Amtseinführung zweieinhalb Monate nach Schuljahresbeginn deutlich.

Bad Aibling – Mit Beginn des laufenden Schuljahres hat Realschuldirektor Matthias Wabner als Nachfolger von Ursula Endler-Höhne die Leitung der Wilhelm-Leibl-Realschule übernommen (wir berichteten). Nun wurde er offiziell in sein Amt eingeführt.

Zur Feierstunde im Musiksaal hieß die stellvertretende Stefanie Kieweg neben dem Lehrerkollegium und früheren Schulleitern auch zahlreiche Vertreter von Schulen, Kommunen, Behörden, Wirtschaft und Kirche willkommen. „Frau Endler-Höhne habe ich zur Verabschiedung einen Hut übergeben. Sie bekommen zur Amtseinführung einen Haken, um ihren Hut aufzuhängen“, erklärte Kieweg dem neuen Schulleiter.

„Das hier ist keine 08/15-Schule“

Der Realschul-Ministerialbeauftragte Wilhelm Kürzeder wies eingangs seiner Rede auf die Schulleiter-Suche einer fränkischen Realschule per Video hin und beschrieb in einer virtuellen Ausschreibung die Aiblinger Realschule unter anderem wie folgt: „Ausgezeichnet beleumundete, traditionsbewusste und dennoch fortschrittliche Bildungsanstalt in bester Lage im Voralpenland“ und fuhr fort: „Wir reden hier nicht von einer 08/15-Schule, sondern von einer ganz besonderen und für die haben wir mit Matthias Wabner den Richtigen gefunden.“

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Wabner habe die Realschule in Poing gegründet und acht Jahre lang hervorragend geleitet. Kürzeder bezeichnete ihn als „dynamisch, sozial engagiert und digital affin“. Zur Digitalisierung merkte er an, dass neben einer modernen Schulausstattung auch der verantwortungsvolle Umgang mit den sozialen Medien im Mittelpunkt stehe.

„Wir müssen da den Jugendlichen zur Seite stehen und ihnen den Unterschied zwischen Fakten und gefühlter Realität aufzeigen“ betonte er.

Plädoyer für Menschlichkeit, Respekt und Anstand

Seine Rede schloss er mit einem Zitat von Albert Einstein: „Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“ Auch der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer wies auf die Digitalisierung hin. In dieser Hinsicht sei an der Wilhelm-Leibl-Realschule noch viel zu tun. „Menschlichkeit und respektvoller Umgang sind auch in der digitalen Welt ein Mindestmaß des Anstands“, konstatierte er.

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Bürgermeister Felix Schwaller erwähnte die insgesamt 14 Aiblinger Schulen, unter denen die Realschule mit ihrem hohen Stellenwert hervorsteche. Mit den Worten „Auf uns können Sie zählen“, brachte die Elternbeiratsvorsitzende Christina Schierloh ihre Freude auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit zum Ausdruck. Nach der ersten Sitzung mit Wabner habe man erkannt, dass die Schule in den nächsten Jahren viele neue Wege gehen werde. „Unser neuer Schulleiter sprüht vor Ideen und bringt Mut zur Veränderung mit“, stellte sie fest.

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Schülersprecherin Eva Englhart versprach dem neuen Direktor im Namen der Schülermitverwaltung: „Wir werden alles dafür tun, dass Sie sich an unserer Schule schnell heimisch und wohl fühlen“, und fügte hinzu: „Aber wir haben für diese Schuljahr schon viele neue Ideen.“

Auch ein gewisses „Bauchgrummeln“ war zu spüren

In einer abschließenden Gesprächsrunde des neuen Direktors mit den Vertretern des Fördervereins (Magdalena Horche) und des Personalrats (Robert Pöppel) wurde unter anderem hinsichtlich der Digitalisierung ein „gewisses Bauchgrummeln“ geäußert. „Der digitale Transformationsprozess ist gegenwärtig“, stellte Wabner hierzu fest. Früher habe es in der ersten Klasse eine Schultüte gegeben, heute bekämen die Schüler in der fünften Klasse ein Handy – „leider ohne ,Führerschein‘ dafür“.

Moorkissen als „Wellness to go“

Als Geschenk des Personalrats erhielt Matthias Wabner ein Aiblinger Moorkissen als „Wellness to go“. Heiter und flott moderiert wurde der Festakt von Anna Rottmüller und Matthias Mangels. Das viel beklatschte kleine, aber feine Musikprogramm gestalteten Franziska Martin (Harfe) und Johannes Kern (Diatonische) mit einem Landler und Manuel Zach sang, begleitet von Maria Krebs, Barbara Zellner und Christopher Rakau, „Fly me to the moon“.

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Dass Matthias Wabner nicht nur die Schulleiter-Klaviatur, sondern auch die des Akkordeons beherrscht, zeigte er unter tosendem Applaus beim abschließenden Swing-Titel „All of me“ zusammen mit Maria Krebs und Barbara Zellner.

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