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Spielplatz und Grünstreifen im Westen

Den Weg frei für das Neubaugebiet "Kürschnerweg" machte jetzt - nach langer Diskussion - der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham. Foto Merk
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Den Weg frei für das Neubaugebiet "Kürschnerweg" machte jetzt - nach langer Diskussion - der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham. Foto Merk

Bauland für Einheimische soll es bald in Kleinhöhenrain geben. Dafür hat der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham eine wichtige Hürde genommen: Mehrheitlich beschloss das Gremium in jüngster Sitzung, das Verfahren für die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans "Kürschnerweg" zu starten.

Feldkirchen-Westerham - Einen neuen Entwurf für den Bebauungsplan stellte der Brannenburger Architekt Werner Schmidt dem Gemeinderat vor. Grund für die Umplanung waren neue Vorgaben in puncto Erschließung. Die betroffenen Eigentümer hätten überraschend, aber forsch und bestimmend mitgeteilt, dass sie nicht bereit seien, ihre Grundstücke für die ursprünglich geplante, durchgehende Straße zwischen Kürschnerweg und Dorfstraße abzutreten.

Die neuen Pläne sehen deshalb eine leicht verschwenkte Stichstraße vor. An deren nördlichen Ende soll ein "Hofplatz" entstehen, der auch größeren Fahrzeugen, wie Müllautos, die Möglichkeit zum Wenden gibt. Zudem reduziere sich die Zahl der Bauparzellen auf Grund der neuen Erschließungssituation um zwei auf nun neun Stück. Die Grundstücke haben eine Größe von 580 bis knapp 800 Quadratmeter, wie der Architekt auf Nachfrage von Rosemarie Haager (CSU) mitteilte.

Großen Diskussionsbedarf gab es bezüglich des angedachten Spielplatzes im Westen (vormals im Norden) sowie des sich anschließenden Grünstreifens mit Baumbepflanzung.

Franz Bergmüller (Pro Bürger) schlug vor, diese Ausgleichsfläche lieber den Baugrundstücken zuzuschlagen. Aus dem "Fall Westerham" sollte man gelernt haben. Denn dort habe die Gemeinde bereits einmal nachträglich einen Grünstreifen an die Grundstückseigentümer verkauft. Zugleich sprach er sich für eine "vernünftige" Verbindung mit Weg und eventuell Parkbank zum nördlich gelegenen Aussichtspunkt/Feldkreuz aus.

Als zu eng empfand Rosemarie Haager überdies die Straße. Sie forderte, den Grünstreifen in das Innere des Plangebiets zu verlegen. Das war auch der Wunsch von Anton Kammerloher (CSU). Er ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte, er könne sich eine Art Erlebnisbereich oder "Fußgängerzone" dort vorstellen. Der angedachte Weg am westlichen Rand des Gebiets würde anonsten vergammeln und zu einem Trampelpfad verkommen. Als "praktisch" wertete Klaus Samstl (Pro Bürger) die Idee, die Ausgleichsfläche zentral zu verlegen.

Anderer Meinung war zweite Bürgermeisterin Ursula Borkenhagen (Grüne). Bezüglich des am Bebauungsrand geplanten Grünstreifens sagte sie: "Wenn wir das hier nicht schaffen, wo denn dann bitte?". Schließlich würden in Sachen Dorfentwicklung solche Flächen eindeutig gefordert. "Wir sollten das so beibehalten", lautete ihre Empfehlung.

Ähnlich sah es Klaus Anderl (FWG Vagen). "Es ist toll, wenn man beim Bau einer neuen Siedlung an die Einbindung in den bestehenden Ort denkt", sagte er. Er könne sich vorstellen, dass der Höhenrainer Obst- und Gartenbauverein die Pflege der geplanten Bäume übernehme. "Schließlich haben wir das in Vagen auch geschafft", ergänzte Christof Langer (Grüne) mit dem Verweis auf ein dortiges Projekt, dem auch Architekt Schmidt eine große Bedeutung für die Gemeinde einräumte.

Gespalten zeigte sich Heinz Oesterle (SPD). Die Erfahrung spreche eigentlich gegen die angedachte Lösung. "Als Optimist bin ich mir aber sicher, dass es die Höhenrainer schaffen", sagte er.

Mehrmals begründete Architekt Schmidt seine Planungen. Dem Ort und seiner Fernwirkung würde der bepflanzte Grünstreifen gut tun. Als Vorteil der Lage des Spielplatzes im Westen sah er die Möglichkeit, dass die Mütter ihre Kinder stets vom Fenster aus im Blick hätten.

"Es heißt immer, wir haben keine Zeit, und dann versuchen einige Lokalmatadore, das Verfahren wieder bei Adam und Eva neu aufzurollen", machte nach langer Diskussion Dr. Otmar Rieß (ÜWG) seinem Ärger Luft. Er begründete seinen Unmut damit, dass sich die ausführliche Diskussion zu vorgerückter Stunde in die Länge zog. Denn die Sitzung war zwar um 19.30 Uhr anberaumt gewesen, begann aber erst eine Dreiviertelstunde später, was auch bei einigen der vor verschlossenen Türen wartenden Zuhörer für Verärgerung sorgte. Grund waren Verzögerungen bei der davor stattgefundenen nichtöffentlichen Sitzung des Hauptausschusses.

Schließlich beschloss das Gremium mit einer Gegenstimme, dass das Plangebiet aufgrund der geänderten Erschließungssituation nur das Neubaugebiet und nicht den Altbestand umfassen soll.

Zudem sprach sich der Gemeinderat mit 17:6-Stimmen dafür aus, die Aufstellung des Bebauungsplans "Kürschnerweg" in der vom Architekten vogeschlagenen Version zu beginnen. Der Grünstreifen mit Bepflanzung und der Spielplatz sollen demnach im Westen entstehen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Anhörung der Behörden sowie die Öffentlichkeitsbeteiligung auf dieser Grundlage durchzuführen.

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