Spatz-Küken fällt aus Nest - Kolbermoorer findet kleinen Vogel im Garten und rettet ihn

Dieses Spatz-Küken fand ein Kolbermoorer jetzt auf dem Rasen seines Gartens. Er brachte es zu einem Rosenheimer, der sich seit 20 Jahren um Wildtiere kümmert.
+
Dieses Spatz-Küken fand ein Kolbermoorer jetzt auf dem Rasen seines Gartens. Er brachte es zu einem Rosenheimer, der sich seit 20 Jahren um Wildtiere kümmert.

Ups, was liegt denn da? Diese Frage stellte sich Matthias Riediger, als er in seinem Garten in der Schäfersiedlung ein Spatzküken hilflos auf dem Boden entdeckte. Dass der kleine Piepmatz Hilfe benötigt, war dem Kolbermoorer sofort klar.

Kolbermoor – Prompt informierte er das Rosenheimer Tierheim. Die Mitarbeiter verwiesen ihn an den Rosenheimer Alexander Hellmis, der sich seit rund 20 Jahren um hilfebedürftige Tiere kümmert – vom Spatz über den Siebenschläfer bis zum Schwan.

Experte gibt gute Überlebenschancen

Riediger packte den Spatz ein und brachte ihn zu Hellmis nach Rosenheim: „Dort hieß es, das der Spatz groß genug sei, um aufgepäppelt zu werden.“

Das bestätigt auch Hellmis auf Anfrage unserer Zeitung. „Spatzen haben gute Chancen, da sie sich auf Menschen einlassen, insbesondere, wenn sie von ihnen mit Futter versorgt werden.“ Dass sei bei Schwalben beispielsweise anders und schwieriger, da sie sich nicht auf den Menschen einlassen“, sagt Hellmis erfahrungsgemäß.

Zu Fressen für das Kolbermoorer Findelkind gibt es Aufzuchtfutter, das Hellmis selbst anrührt, sowie Inseketenfutter – je nach Alter. Und wann wird er in die Freiheit entlassenn? In zwei bis drei Wochen. Hellmis merkt es, wenn die Tiere unruhig werden, aus ihrer Behausung krabbeln.

Und wer bringt ihm Fliegen bei? „Ich nicht“, sagt Hellmis und lacht. Das übernehmen die Spatzen, die bei Hellmis derzeit gesund gepflegt werden. Wenn das Findelvögelchen fliegen kann, lässt Hellmis ihn frei. Aber nicht in der näheren Umgebung.

„Ansonsten würden die Vögel immer wieder zu mir kommen, und ihr Futter verlangen.“ Um das zu vermeiden, wird der Kleine an einem entfernten Ort ausgesetzt. iw

Kommentare