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SORF 2014: Weichen werden gestellt

Im kommenden Jahr soll alles besser werden: Nachdem das Süd-Ost-Rock-Festival (SORF) heuer wegen nicht gesicherter Finanzierung ausfallen musste (wir berichteten), will die Jugendinitiative Mangfalltal (JiM) jetzt die Planung und Durchführung für das SORF 2014 optimieren.

Bad Aibling - Sebastian Mohr und Simon Lahm vom Planungskomitee stellten in der jüngsten Stadtratssitzung den Kommunalpolitikern ihr Projekt samt Logo vor. Ihr Wunschtermin für das SORF 2014 ist das Wochenende, 30./31. Mai. Dieser muss aber erst noch bestätigt werden.

Unter anderem will man zusammen mit ein bis zwei weiteren Jugendvereinigungen das Programm am Samstag besser "ausschmücken" und bereits ab 12 oder 13 Uhr loslegen.

An der Kalkulation werde derzeit getüftelt, erklärten die beiden Jugendlichen. Unter anderem habe man eine neue Marketingstrategie: Neben der klassischen Akquise wird vieles auch über das Internet laufen. Dazu zählt auch ein fixer Termin im Januar für ein sogenanntes Crowdfunding, auch als Schwarmfinanzierung bekannt. Durch diese Aktion sollen online möglichst viele Geldgeber gefunden werden, um die Finanzierung auf die Beine zu stellen.

Es werde auch einen bestimmten Termin geben, zu dem man dann mitteilen wird, ob das SORF mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gestemmt werden kann oder nicht. "Das haben wir auch schon 2013 so gemacht. Nachdem die Mittel nicht gereicht haben, musste das Festival abgesagt werden", erinnerte Mohr.

"Rechnet sich das überhaupt noch?", wollte Josef Taufler (SPD) wissen. Schließlich würde sich der Musikgeschmack bei der Jugend schnell ändern. Dies berücksichtigt die JiM als Veranstalter allerdings bereits seit etlichen Jahren: Das SORF ist laut Mohr kein reines Rockfestival mehr und richtet sich somit auch an eine breitgefächerte Zielgruppe. Es gebe mehrere Bühnen, auf denen eine größere Bandbreite an Musik geboten werde. "Wir hatten beispielsweise auch schon Hip- Hop und modernere Elektro-Musik", erklärten JiM-Vertreter.

Aktuell kalkuliere man mit weniger als 1000 Besuchern pro Tag, teilte Mohr dem Gremium mit und warf noch einmal einen Blick auf die Zahlen aus den vergangenen Jahren. Bis 2010 habe man an beiden Tagen jeweils rund 2000 bis 2500 Besucher verzeichnet. Im Jahr 2011, als nur der Vorplatz genutzt werden konnte (die Fliegerhalle war gesperrt) hielt sich der Besuch in Grenzen und auch 2012 kamen nur knapp 1000 Besucher pro Tag: "Das Wetter war schlecht und wir hatten keine Großsponsoren." Mit dem Landratsamt noch nicht abgestimmt ist das Wunschkonzept der JiM für die Fliegerhalle, für das man mit maximal 2222 Personen plant (Nachfrage Richard Lechner, SPD).

Anita Fuchs (GOL) bezeichnete es als großartig, dass das Festival 2014 wieder stattfinden soll, gerade weil es eine eigenverantwortliche Veranstaltung der Jugend aus Bad Aibling und Umgebung ist. Ihr sei es außerdem wichtig, dass die Halle auch wieder einmal so genutzt wird, wie es vom Stadtrat beabsichtigt war - nämlich als Veranstaltungshalle. Wie berichtet, finden pro Jahr lediglich eine Handvoll Veranstaltungen (unter anderem Echelon-Festival und Mai-oh-Mai-Fest) in der ehemaligen Fliegerhalle statt. In der Hauptsache wird sie ansonsten durch das Deutsche Fußballinternat (DFI) genutzt, das dort auch einen Kunstrasen verlegt hat.

Nach der Zusammenarbeit mit eben diesem Hauptnutzer erkundigte sich Rosemarie Matheis (ÜWG). "Die hat im vergangenen Jahr, als wir das erste Mal zusammengearbeitet haben, gut funktioniert", lautete die Antwort eines JiM-Vertreters.

Rudi Gebhart (ÜWG) bat die Jugendlichen, im Vorfeld der Veranstaltung mit den Nachbarn und der Dorfgemeinschaft in Mietraching Kontakt aufzunehmen. "Es ist wichtig, ihnen zu signalisieren, dass man den Lärmschutz und einen geordneten Ablauf ernst nimmt", meinte er und sprach - wie im Verlauf der Sitzung auch sein Fraktionskollege Dieter Bräunlich - das jüngste Echelon-Festival an. In Mietraching habe es viel Beschwerden wegen des lang anhaltenden Lärms, Müll-hinterlassenschaften und mangelnder Beschilderung für Besucher gegeben.

Hier vertrauten Bürgermeister Felix Schwaller und CSU-Fraktionssprecher Erwin Kühnel voll und ganz auf die JiM: "Mit den Jugendlichen vom früheren Stell- und jetzigen Bergwerk hat es in all den Jahren noch nie Probleme gegeben. Gerade was den Ablauf und die Sauberkeit angeht, könnten sich so manch andere eine Scheibe davon abschneiden."

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