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„Endlich wird gefeiert“

Sonderpädagogisches Förderzentrum aus Bad Aibling blickt auf bewegte 50 Jahre zurück

„We are the world“ sangen die Kinder unter der Leitung von Conny Kramer (rechts im Bild) am Keyboard begleitet von Gabriele Elsen (links).
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„We are the world“ sangen die Kinder unter der Leitung von Conny Kramer (rechts im Bild) am Keyboard begleitet von Gabriele Elsen (links).
  • VonJohann Baumann
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Eigentlich wollte die Rupert-Egenberger-Schule in Bad Aibling bereits im Jahr 2020 ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Nun war es mit reichlich Verspätung dafür aber mit hochkarätigen Gästen soweit. Die Verantwortlichen blickten auf ein bewegtes halbes Jahrhundert zurück.

Bad Aibling Die Rupert-Egenberger-Schule – Sonderpädagogisches Förderzentrum – wollte im Jahr 2020 ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Doch die Corona-Pandemie machte dem geplanten Termin und auch dem „Ersatztermin“ 2021 den Garaus. Im dritten Anlauf war es jetzt soweit: „Endlich wird gefeiert“ – mit diesen Worten eröffnete Rektorin Angelika Held die Jubiläumsveranstaltung auf dem Schulgelände an der Krankenhausstraße.

1970 startete die Schule mit 90 Schülern

Sie hieß dazu neben den Eltern, den 220 Schulkindern und den Lehrkräften auch die Leitungen der Sprengelschulen, darunter Hiltrud Volpert (Luitpold-Schule), Wolfgang Baumann (Georg-Schule), Jürgen Ersing (Berufsschule) und Ulrike Nebel (Raphael-Schule) willkommen. „Im Schuljahr 1970/71 startete die Schule mit 90 Schülern aus dem Altlandkreis Bad Aibling in der BRK-Villa in der Kolbermoorer Straße in drei Klassen“, blickte sie auf die Anfänge der Einrichtung zurück und führte weiter aus: „Mit dem Schuljahr 74/75 zog man mit – in Kürze auf 213 Schüler gewachsen – in das Gebäude in der Kellerstraße ein“.

Das Förderschulwesen habe inzwischen eine große Entwicklung genommen: weg von der defizitorientierten Sonderschule der 70er Jahre zum heutigen „Sonderpädagogischen Förderzentrum“. Anders als in früheren Zeiten gebe es heute eine große Durchlässigkeit in die Regelschule bis hin zu der Möglichkeit des Mittelschulabschlusses am Förderzentrum.

Sie dankte Landrat Otto Lederer und dem Kreistag für die Zusage des Anbaues an das Schulgebäudes in der Krankenhausstraße, da das Gebäude in der Kellerstraße nicht mehr saniert werden kann. „Die Rupert-Egenberger-Schule ist etwas ganz Besonderes mit ganz besonderen Menschen, die täglich die beiden Schulgebäude mit Leben füllen“, betonte Landrat Lederer. 54 Lehrkräfte würden sich mit unglaublich großem Engagement um ihre Schützlinge kümmern und sie nach ihren individuellen Ansprüchen unterstützen.

„Für die nächsten 50 Jahre alles erdenklich Gute“

Für den geplanten Erweiterungsbau, mit dem die Schule wieder an einen Standort zusammengeführt werde, sei der Architektenwettbewerb abgeschlossen. „Lehrer und Schüler sollen sich wohlfühlen und optimale Bedingungen vorfinden“, unterstrich er und wünschte der Schule „für die nächsten 50 Jahre alles erdenklich Gute“. Die Glückwünsche der Regierung von Oberbayern überbrachte Regierungsschuldirektor Martin Tiefenmoser, der dem Landkreis Rosenheim und der Stadt Bad Aibling für die Unterstützung der Schule dankte.

„Die 50 Jahre verliefen in einem ständigen Wandel, für den große Flexibilität notwendig war“, konstatierte er und gratulierte zur erfolgreichen Weiterentwicklung zu einem großen Sonderpädagogischen Kompetenzzentrum. „In der Rupert-Egenberger-Schule wird jedes Kind nach seinen Begabungen und Neigungen gefördert und sie gehört ohne Wenn und Aber zur Schulstadt Bad Aibling“, bekräftigte Bürgermeister Stephan Schlier. Er äußerte seine Freude über die künftige Zusammenführung der beiden Schulhäuser.

Landrat Otto Lederer würdigte die Leistung der Schule.

Fördervereins-Vorsitzender (und Altbürgermeister) Felix Schwaller wies auf die Anfänge der Schule hin, die seinerzeit „Sonderschule“ hieß. Das heutige „Sonderpädagogische Förderzentrum“ sei inzwischen als Schultyp sehr gefragt, aus ihm würden erfolgreiche Handerker und Akademiker hervorgehen. Er wünschte der Schule alles Gute „und weiterhin so tolle Schulleiter wie die immer gut gelaunte Angelika Held“.

„Als diese Schule geschaffen wurde...“

Das „Hohelied der Liebe“ stellte Pfarrer Markus Merz in den Mittelpunkt seiner Rede. Daran knüpfte sein katholischer Amtskollege Georg Neumaier an: „Es ist die Liebe und die Zeit, die wir uns gegenseitig schenken“, merkte er an und erklärte: „Als diese Schule geschaffen wurde, hat man schon geahnt, dass die Zeit immer schnelllebiger wird. Doch nicht nur die Eile und die Schnelligkeit sind die Zukunft der Welt.“

Eingebettet war der offizielle Teil der Feier in ein buntes und viel beklatschtes Rahmenprogramm, bestehend etwa aus Instrumentalstücken der Schulband, einem Theaterstück sowie einer Tombola des Elternbeirats. In einer Fotoausstellung konnten die Besucher auf die Schulgeschichte zurückblicken.

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