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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

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Erste große Zeugnisübergabe nach zwei Jahren

So verabschiedete das Gymnasium Bad Aibling seine Abiturienten

Die Abiturienten mit den besten Noten: (von links) Louise Basler, Elisabeth Lederer, Naomi Pranjkovic und Christofer Taylor, flankiert von Schulleiter Michael Beer (links) und Landrat Otto Lederer.
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Die Abiturienten mit den besten Noten: (von links) Louise Basler, Elisabeth Lederer, Naomi Pranjkovic und Christofer Taylor, flankiert von Schulleiter Michael Beer (links) und Landrat Otto Lederer.
  • VonJohann Baumann
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Nach zwei Jahren Pandemie konnte das Bad Aiblinger Gymnasium heuer wieder seine Abiturienten persönlich verabschieden. Dabei ermunterte Schulleiter Michael Beer die Absolventen, sich wieder auf die eigenen Eindrücke zu verlassen.

Bad Aibling – „Zum ersten Mal seit drei Jahren ist es wieder möglich, die Zeugnisübergabe im großen Kursaal durchzuführen und mit einer richtig großen Feier dem Anlass gerecht zu werden“ freute sich Oberstudiendirektor Michael Beer zu Beginn der Reifezeugnis-Übergabe an die 108 Abiturienten des Gymnasiums Bad Aibling. Mit berechtigtem Stolz vermeldete er, dass 42 von ihnen mit einer Eins vor dem Komma abgeschnitten und vier gar die Traumnote 1,00 erreicht hätten.

Vom Smartphone aufschauen

Trotz der schrecklichen Ereignisse in der Ukraine habe man sich für eine Feier entschieden. „Allen weltpolitischen Entwicklungen zum Trotz habt ihr ein begründetes Anrecht auf eine festliche Verleihung eurer Zeugnisse und einen freudigen Tag“, bekräftigte er.

In seiner Rede ging er auf die vor 3,5 Milliarden Jahren begonnene Entwicklung der fünf Sinnesorgane ein. Die Evolution habe diese mit unvorstellbar großem Aufwand zur Überlebenssicherung entwickelt.

„Umso erstaunlicher ist es, dass wir als Homo sapiens sapiens gerade einmal gut 20 Jahre gebraucht haben, diese Sinnesorgane weitgehend abzuschalten und uns davon abzukoppeln“, konstatierte der Schulleiter: Den Kopfhörer an oder in den Ohren, das Smartphone als weiteres Organ fest mit der Hand verwachsen, den Blick starr darauf gerichtet – Menschen, die so durch unsere Welt laufen, seien beileibe keine exotischen Ausnahmen mehr, sondern verkörperten einen aktuellen Mainstream.

Erschwerte Bedingungen durch Corona

„Da muss die Frage erlaubt sein, ob dies unser Leben verbessert, bereichert und erleichtert hat“, sagte der Schulleiter. „Nehmt euch die Freiheit, wahrzunehmen und achtsam zu sein, indem ihr bewusst vom Smartphone aufschaut. Verlasst euch wieder auf eure Sinnesorgane“, appellierte er an die Absolventen. Er erwähnte des Weiteren die Pandemie-erschwerten Bedingungen der Oberstufenzeit und zollte den Schulabgängern höchste persönliche Anerkennung und größten Respekt ob dieser Leistung.

„Mit dem Abitur haben wir euch die Türe aufgemacht, durchgehen müsst ihr alleine. Ihr seid gut vorbereitet, die Zukunft zu meistern, Pandemie und Putin zum Trotz“, unterstrich er. Mit dem Seneca-Zitat „Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig“, sprach Landrat Otto Lederer die Zukunft der Absolventen an.

Ratschläge könnten wertvoll sein, aber die Entscheidung über den weiteren Weg müsse man selbst treffen. „Man darf dabei auch Fehler machen, aber wichtig ist, selbst das Heft des Handelns und das Ruder in die Hand zunehmen“, betonte er.

Mit offenen Augen in die Welt hinausgehen

„Nach vielen Jahren der Anstrengungen und Prüfungen liegt eine wichtige Etappe hinter euch und eine wichtige vor euch in einer Epoche der Umbrüche und des Wandels“, äußerte Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier und rief den Abiturienten zu: „Geht mit offenen Augen in die Welt hinaus!“.

In der zweigeteilten Abiturrede ließ Magdalena Manhart den Online-Unterricht Revue passieren: „Kurios, wenn der Mathe-Unterricht plötzlich unterbrochen wird, weil ein Hühnchen in den Backofen muss“, berichtete sie und erinnerte unter anderem an bestiegene Türme und verschwiegene Klausuren. Co-Sprecher Julian Pörner bezeichnete das Abitur als „Führerschein für die große Autobahn des Lebens“. Ohne die bisherige „Fahrlehrerin“ und Oberstufen-Koordinatorin Verena Baur müsse jetzt jeder seinen eigenen Weg einschlagen.

Rückblickend erwähnte er unter anderem geöffnete Klassenzimmerfenster im Winter, das Bestimmen von Nullstellen mithilfe des Newton-Verfahrens und das Singen mit Maske. Abschließend dankte er „allen Menschen, die uns auf dem Weg zum Abi begleitet haben“ und schloss ausdrücklich einige Lehrer ein, „die uns immer mit Fairness und Verständnis entgegenkamen“. Bei der anschließenden Übergabe der Zeugnisse gab es von der stellvertretenden Fördervereinsvorsitzenden Silke Hertrich für die Absolventen jeweils eine Rose.

Magdalena Manhart und Julian Pörner halten die Schüler-Rede.

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