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Serie „Saitensprünge“

So begeisterte Gitarren-Star Miloš Karadaglic in Bad Aibling

Miloš Karadaglic spielte eine Hommage an Andrés Segovia, den spanischen Meister der klassischen Gitarre.
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Miloš Karadaglic spielte eine Hommage an Andrés Segovia, den spanischen Meister der klassischen Gitarre.
  • VonAndreas Friedrich
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Miloš Karadaglic ist einer der gefragtesten Gitarristen weltweit. Bereits mit 17 Jahren bekam er seinen ersten Plattenvertrag. In Bad Aibling begeisterte er mit Werken aus Spanien, Klassik, aber auch mit populären Klängen.

Bad Aibling – Er ist einer der gefragtesten Gitarristen weltweit und er gilt als ein „Shooting Star“ der Gitarrenszene: Miloš Karadaglic, Jahrgang 1983 und geboren in Podgorica in Montenegro. Er lebt in London, gab bereits mit 14 Jahren Konzerte und hatte bereits mit 17 Jahren als jugendliches Ausnahmetalent ein Stipendium an der „Royal Acedemy of Music“ in London, das Studium schloss er mit Prädikatsexamen im Fach Konzertgitarre ab. Ebenfalls mit 17 unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag, mit seinem Album „Mediterraneo“ bei der Deutschen Grammophon erregte er Aufsehen.

Großer Kursaal ausverkauft

Den Organisatoren der „Saitensprünge“ war es gelungen, den Ausnahmekünstler für das dieses Mal etwas gekürzte Festival zu gewinnen.

Miloš Karadaglic eröffnete vor ausverkauftem großen Kursaal die Konzertserie mit einer Hommage an den großen spanischen Meister der klassischen Gitarre, Andrés Segovia. Viele Bearbeitungen bekannter Gitarrenstücke gehen auf Segovia zurück, und Karadaglic nahm Bezug auf ein Konzert, welches Segovia in der „Town Hall“ von New York gegeben hatte.

Er begann mit dem Stück „Asturias“ des Komponisten Isaac Albéniz, welches dieser ursprünglich für Piano geschrieben hatte. Der Name des sechsminütigen Gitarrenstücks täuschte bereits zur Zeit seiner Entstehung, denn es hat nichts gemein mit nordspanischer Musiktradition, sondern vielmehr mit südspanischen Bezügen, denn es spielt auf den Flamenco-Rhythmus von Bulerías und Malagueñas an, ebenso beinhaltet es Passagen der „Coplas“ aus der gesungenen Musiktradition. Mit glasklarem, konzentriertem Spiel meisterte der Ausnahmegitarrist das komplexe Werk, das ihn bereits als Jugendlichen inspiriert hatte.

Mozart und Bach

Spielerisch leicht erklangen danach die „Mozart-Variationen“, die er in der Moderation als „Mini-Opera“ bezeichnete, tanzliedhaft und federleicht. Für die Abrundung der ersten Konzerthälfte sorgte Johann Sebastian Bachs „Chaconne“, ursprünglich vom Komponisten für Violine geschrieben und von Segovia für klassische Gitarre adaptiert. Berückend interpretierte Karadaglic Bachs 20-minütige Komposition, damit ging es in die Pause. Johann Sebastian Bach war eines der musikalischen Vorbilder des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos, dem sich Karadaglic in einem sehr langen, facettenreichen und ernsthaft dargebotenen Abschnitt widmete. Es war spürbar, wie der Montenegriner nach dem perfekten Ausdruck für jede Passage, für jeden einzelnen Ton suchte – faszinierend !

Offen für populäre Klänge

Doch „Milos“, wie er auch oft nur genannt wird, widmet und öffnet sich auch populären Klängen und so kredenzte er ein sehr schönes „Over the rainbow“, berühmt geworden durch den Gesang Judy Garlands. Zum Abschluss präsentierte Karadaglic noch eine Art „Auftragsarbeit“ des französischen Weltmusik-Komponisten Mathias Duplessy für ihn, mit 40 Jahren ungefähr im selben Alter wie der Auftakt-Solist der Saitensprünge.

Sein Stück „Amor fatigue“ gab Karadaglic nochmal Gelegenheit, Technik und Nuancenreichtum seiner Gitarrenkunst zu zelebrieren – hierfür und für diesen hochkarätigen Auftakt der „Saitensprünge“ gab es lang anhaltenden, kräftigen Applaus des Bad Aibling er Pubikums.

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