Sie sind der grüne Daumen der Stadt

Viele Randstreifenin der Stadt sind mit Frühlingsblumen versehen. Rund 3000 haben die Bauhofmitarbeiter heuer gepflanzt. Riediger

Die Bauhofmitarbeiter haben rund 6000 Blumenzwiebeln gesetzt, 3000 Frühlingsblüher gepflanzt und jede Menge Wildblumensamen gesät. Damit die Pracht nicht vertrocknet, ist nur ein Mitarbeiter für die Bewässerung zuständig – Vorsichtsmaßnahme in Corona-Zeiten.

Kolbermoor – Blumenzwiebeln setzen, Frühlingsblüher pflanzen, Wildblumensaat säen: Die Bauhofmitarbeiter bringen die Stadt zum Leuchten! Bis Ende Mai soll die Frühjahrsbepflanzung im ganzen Stadtgebiet noch ordentlich Farbe spenden. Anschließend kommen die Mitarbeiter des Bauhofs zum Einsatz und pflanzen die Sommerblumen. „Andernfalls bekommt man keine mehr“, sagt Simon Reiter vom Kolbermoorer Bauhof, der für die Bepflanzung verantwortlich zeichnet.

Wildblumenwiesenund 90 Blumentröge

Bereits im Herbst haben die Bauhofsmitarbeiter rund 6000 Blumenzwiebeln in der Stadt gepflanzt, die jetzt blühen. Und damit es auch weiterhin prächtig ausschaut, sind eigentlich zwei Bauhofmitarbeiter, je nach Trockenheit, ein- bis zweimal wöchentlich unterwegs. Jetzt in Corona-Zeiten ist für die Bewässerung nur ein Mitarbeiter zuständig – „weil wir nicht mehr zu zweit in einem Fahrzeug sitzen dürfen“, erklärt Reiter. Vorsichtsmaßnahme in Corona-Zeiten. Der Bauhofmitarbeiter, jeder ist mal an der Reihe, ist dann rund acht Stunden für die Wasserversorgung im Einsatz.

Der Wassertank des Fahrzeugs fasst 1000 Liter, aber damit kommt er nicht weit. Rund 6000 Liter werden benötigt, um die Blumenpracht mit Wasser zu versorgen. „Fünfmal muss der Mitarbeiter dann den Tank neu füllen.“ Dafür muss der Kolbermoorer allerdings nicht jedes Mal zum Bauhof zurück, sondern nutzt die Hydranten in der Stadt.

Denn er ist über das gesamte Stadtgebiet im Einsatz: Rund 90 Blumentröge sind über Kolbermoor verteilt, darüber hinaus die bepflanzten Kreisel, wie der an der Hassler-/Ecke Brückenstraße, die Randstreifen an der Hausenblasstraße, Carl-Jordan- und Brückenstraße sowie der an der Staatsstraße Richtung Bad Aibling, erklärt Reiter. An den Kreiseln, Randstreifen und in die Tröge wurden rund 3000 Pflanzen gesetzt – vor allem Hornfeilchen, Tag- und Nachtschattengewächse sowie Vergissmeinnicht, sagt Reiter.

Darüber hinaus haben die Gärtner auch Wildblumenwiesen angelegt, „die sich selbst überlassen sind“. Es werde lediglich mal gemäht. Dazu zählt Reiter beispielsweise den Bereich an der Pauline-Thoma-Schule am alten Eisstockplatz sowie die Flächen an der Turnhalle.

Dort haben die Gärtner zwischen fünf und zehn Gramm Wildblumensamen pro Quadratmeter ausgebracht. „Es heißt zwar immer, dass drei bis fünf Gramm reichen, aber wir nehmen lieber mehr. Denn einige gehen ja auch nicht auf.“

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