Sind in Bad Aibling Außerirdische am Werk?

Diese kreisrunden Gebilde werden Hexenringe genannt und entstehen, wenn eine hohe Feuchtigkeit mit Mangel an Nährstoffen im Boden auftritt. Baumann

Seit der Sportunterricht Corona-bedingt auf dem Sportplatz der Wilhelm-Leibl-Realschule eingestellt wurde, zeigen sich dort Phänomene.

Bad Aibling – Wie Sportlehrer Richard Remmelberger unserer Zeitung berichtete, haben sich auf dem Rasen geheimnisvolle Ringe beziehungsweise Kreise gebildet. Waren da gar Außerirdische im Spiel, die – wie der Legende nach – ähnlich wie in der peruanischen Atacama-Wüste – jetzt im Voralpenland wie bei den „Nazca-Linien“ ihre Landebahnen aufgezeichnet haben? Möglicherweise sind den Planeten Saturn oder Uranus einige ihrer Ringe abhandengekommen? Oder soll Realschuldirektor Matthias Wabner zusätzlich als „Herr der Ringe“ installiert werden?

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Fragen über Fragen, die Lehrer Remmelberger entmythisiert und schlüssig beantwortet. Bei den „unbekannten Erscheinungen“ handelt es sich um sogenannte Hexenringe. „Sie sind nichts Außergewöhnliches und entstehen oft, wenn hohe Feuchtigkeit im Boden wie bis jetzt in diesem Sommer mit Mangel an bestimmten Nährstoffen auftritt“, erklärt er. Hexenringe oder Feenringe sind nahezu kreisrunde Ansammlungen von Pilzen, die dadurch entstehen, dass das Myzel eines Pilzes in alle Richtungen gleich schnell wächst. Wenn dann die Nährstoffe vom Mittelpunkt des Kreises aus für den Pilz mit der Zeit weniger werden, stirbt das Myzel dort ab und es bildet sich die kreisrunde Struktur der Hexenring oder Feenkreis, die sich immer weiter ausdehnt. Also doch keine außerirdischen Einflüsse. bjn

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