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Heimatmuseum

Sie halten Kolbermoors Geschichte lebendig

Stefan Reischl ist seit 2003 der Leiter des Kolbermoorer Heimatmuseums. Derzeit werden Kisten geleert und deren Inhalt – Karten, Fotos, Sterbebilder – nach Themen sortiert.
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Stefan Reischl ist seit 2003 der Leiter des Kolbermoorer Heimatmuseums. Derzeit werden Kisten geleert und deren Inhalt – Karten, Fotos, Sterbebilder – nach Themen sortiert.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Hinter den verschlossenen Türen des Heimatmuseums wird fleißig katalogisiert. Was der Museumsleiter heuer plant, verrät er hier.

Kolbermoor – Im nächsten Jahr steht das 25-jährige Jubiläum des Kolbermoorer Heimatmuseums an. Und dafür hat Leiter Stefan Reischl schon jede Menge Ideen. „Man kann beispielsweise eine Ausstellung zur Entstehung des Museums machen“, so Reischl – aber fest steht noch nichts. Er leitet die Einrichtung seit 2003. Somit gibt es quasi gleich zwei Gründe im nächsten Jahr zu feiern: 25 Jahre Museum, 20 Jahre Leiter des Museums.

Horst Rivier hat Grundstein gelegt

Vor Reischl hatte die Leitung Horst Rivier inne. Reischl erzählt, dass Rivier sich einen „Berliner Kolbermoorer“ genannt hat. Er habe alles Historische aus der Mangfallstadt gesammelt. So hat Rivier den Grundstock für das heutige Museum gelegt. Obendrein erstellte er damals eine kleine Ausstellung im Keller des Kindergartens in der Bodenseestraße. Im Herbst 1998 hat Rivier dann im einstigen Postamt das Museum eröffnet.

Team sortiert Dokumente

Seither ist viel geschehen: Jede Menge Exponate kamen hinzu, obendrein sind im Keller neue Räume entstanden, da der Öltank nicht mehr notwendig ist, seit das Gebäude über die Heizzentrale des Bahnhofs beheizt wird. Das bietet jede Menge neue Möglichkeiten: Reischl und sein Team sortieren und katalogisieren seither. Viele Kisten sind noch unangetastet und sollen jetzt Schritt für Schritt sortiert werden.

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Eine Mammutaufgabe für das ehrenamtliche Team des Museums. Wird es 2022 die Arbeit beenden können? „Das wäre toll“, so Reischl. Aber ob es klappt, kann er nicht sagen.

Wichtig ist ihm, dass sämtliche Dokumente – Fotos, Karten, Briefe, Sterbebilder, über 100 Jahre alte Amtsbücher – in einem „guten Archiv“ erhalten bleiben – und das soll eben in den neuen Räumlichkeiten realisiert werden.

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Alles wird nach Themen sortiert: Vereine, Spinnerei, Tonwerk – all das, was die Stadt Kolbermoor eben ausgemacht hat und immrt novh ausmacht. Und je mehr sortiert wird, desto mehr Ideen kommen Reischl auch für eine Jubiläumsausstellung. „Das ist ja ein fortlaufender Prozess“, sagt der Kolbermoorer.

Seit Herbst geschlossen

Die ganzen Aktivitäten laufen derzeit hinter verschlossenen Türen, denn das Museum hat coronabedingt seit Herbst geschlossen. Reischl hofft, dass es bald wieder öffnen kann. Denn nicht nur Besucher am Wochenende erobern das Museum, sondern auch Schulklassen, Bis zu zehn hat Reischl vor Corona jedes Jahr durch das Gebäude geführt. Von einer Schülerin der Adolf-Rasp-Schule existiert auch noch eine Dankes-E-Mail – auch die ist mittlerweile fein säuberlich abgeheftet.

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Reischl ist es wichtig, Stadtgeschichte zu bewahren und auch zu vermitteln. Wie es früher in den Haushalten in der Mangfallstadt war, können die Museums-Besucher beispielsweise sehen, wenn sie die Spinnerei-Stube besuchen. Herd, Bett, Flickenteppich und Nähmaschine sind dort ausgestellt – und gleich links neben der Tür eine kleine Wäscheleine. Des Weiteren sind Torfwerkzeuge ausgestellt, eine kleine Landschaftsszene samt Tieren und Pflanzen. Kolbermoor im Mini-Format sozusagen.

Heuer ist eine Ausstellung geplant

Wenn jetzt alles nach Plan läuft und Reischl und seine Mitstreiter das Museum wieder öffnen können, soll es auch heuer noch eine neue Ausstellung geben. Welche? „Dazu kann ich jetzt noch nichts Genaues sagen“, gibt Reischl sich zurückhaltend.

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