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Großprojekt bewältigt

Sie haben’s geschafft! Dettendorfer jubeln zum Schlusspunkt ihrer „Erneuerung“

Der Stolz war greifbar beim Festzug der Dorfgemeinschaft von Dettendorf, angeführt von der Trachtenkapelle, gefolgt von Geistlichkeit, Vertretern der politischen Gemeinde, Ortsvereinen mit ihren Fahnen sowie den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern durch den neugestalteten Ort.
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Der Stolz war greifbar beim Festzug der Dorfgemeinschaft von Dettendorf, angeführt von der Trachtenkapelle, gefolgt von Geistlichkeit, Vertretern der politischen Gemeinde, Ortsvereinen mit ihren Fahnen sowie den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern durch den neugestalteten Ort.
  • VonPeter Strim
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Es war ein Tag des berechtigten Stolzes, wie den Bürgern von Dettendorf (Gemeinde Bad Feilnbach) von allen Seiten bestätigt wurde. Großes haben sie geleistet bei ihrer Dorferneuerung in den vergangenen Jahren – und wurden dafür am Ende mit einem echten Juwel belohnt.

Dettendorf – Dettendorf im Westen der Gemeinde Bad Feilnbach ist nach Meinung von Bürgermeister Anton Wallner zum „Schmuckstück“ für die Kommune geworden: Das geförderte Projekt „Dorferneuerung“ hatte nach langen Jahren sein Ende erreicht, und das wurde mit Gottesdienst, Festzug und geselligem Beisammensein gebührend gefeiert. Krönender Höhepunkt war die Segnung von Feuerwehrhaus und Gemeinschaftshaus als „Herzkammer einer soliden Dorfgemeinschaft“ mit angrenzenden Spielplatz durch Pater John.

Dem Geistlichen der Pfarrei von Au und Kematen-Dettendorf zufolge sei der Geist Gottes mit einem unsichtbaren Schirm vergleichbar, der im neuen Haus und den darin aktiven Gemeinschaften wirken soll. Das Gleichnis veranschaulichten die Kinder Seppi, Katharina und Florian Pötzinger mit einem bunten Schirm vor dem Altar.

Wertsteigerung ist groß

Mit der Dorferneuerung habe der an der Autobahn A 8 gelegen Ort nicht nur eine optische, sondern auch ideelle Wertsteigerung erfahren, wie Rathauschef Wallner in seiner Ansprache betonte. Wesentlichen Anteil an der Erneuerung hätten die Dorfgemeinschaft sowie die Vereine von Dettendorf und Kematen, die durch ihr „Mitdenken, Mitplanen und Mitgestalten“ zu dem Vorzeigeprojekt beitrugen. Neben den Architekturbüros, Landschaftsarchitekten und vielen anderen Planungsbüros habe sich das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) als hervorragender Partner erwiesen. Und das, seit die ersten Überlegungen vor gut 20 Jahren angestellt worden seien. Treibende Kräfte auf kommunaler Ebene, die sich 2003 erstmals mit dem Thema befassten, waren Altbürgermeister Hans Hofer und der damalige Gemeinderat.

In Folge einer im Jahre 2009 angeordneten Dorferneuerung durch das ALE bildete sich im gleichen Jahr die engagierte „Teilnehmergemeinschaft Dettendorf“ als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Viele ursprünglich geplante Ideen seien in den vergangenen 13 Jahren erfolgreich im Sinne und zum Wohl der Dettendorfer umgesetzt worden, wie Hans Pötzinger, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, rekapitulierte.

Dazu gehörte die Ausweitung des Kaltenbachs und die Sanierung seiner Brücken, die Neugestaltung des Kirchenumfeldes mit Generalsanierung der denkmalgeschützten Kirchenmauer, der verkehrssichere Ausbau von Gehwegen und Straßen sowie die Bushaltestelle mit Infopavillon und die Verlegung der Wertstoffinsel.

Hoftafeln, Feldkreuze, Wasserversorgung

Markante Anwesen wurden mit Hoftafeln und deren Hausnamen versehen sowie Feld- und Wegkreuze restauriert. Erneuert wurde teilweise die Wasserversorgung, die Löschwasserversorgung wurde gesichert. Zu den umgesetzten Projekten gehörte zudem die Gestaltung der Außenanlagen und des Spielplatzes am Gemeinschaftshaus, die von den jungen Gemeindebürgern gut angenommen werden. Erwachsene fühlen sich auf den gestifteten Bänken wohl und genießen das neue Ambiente von Dettendorf. An deren Umsetzung waren ebenfalls fachkundige Handwerker beteiligt, die die Arbeiten zum Teil auch der Eigenleistung zur Verfügung stellten.

Wohnqualität trotz Autobahnnähe

Eine Bereicherung stellt die kleine Kapelle am Rande des Radweges in Nähe des Kreuzhuberanwesens dar, die vor einigen Jahren vom Krieger- und Veteranenverein Kematen-Dettendorf errichtet wurde. Abseits der innerorts bewältigten Aufgabe verbessert nun eine Lärmschutzwand entlang der Autobahn die Wohnqualität von Dettendorf.

Als wertvoll erwies sich der Förderverein, der mit unzähligen Aktionen, wie Adventsfenster, vor Corona auch Faschingsveranstaltungen, Darbietungen aus Kultur, Brauchtum und Sport zur finanziellen Unterstütz ung des Projektes beitrug.

Für das ALE sei das Konzept einer erfolgreichen Dorferneuerung von Dettendorf in vollem Umfang aufgegangen, hob dessen Leiter Josef Hofmann in seiner Ansprache hervor. Beeindruckend für ihn und Christian Koch, der das Projekt in der Umsetzung begleitete, sei die überaus aktive und engagierte Dorfgemeinschaft. Sie sei beispielgebend für manche Orte in Bayern mit ähnlichen Maßnahmen, aber anderen Ergebnissen.

Beeindruckender Wille der Bürger

In Dettendorf habe man von Beginn an die auf dem Lande noch übliche Zusammenarbeit und den Willen der Bürgerschaft vorgefunden, gemeinsam anzupacken und mitzugestalten, um ein schönes Dorf mit Zukunft und Perspektive zu schaffen. Entsprechend seien auch die Fördermittel von Seiten des Amts für ländliche Entwicklung bestens im Projekt investiert, betonte Hofmann.

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