SCHÜLERWETTBEWERB

Sechstklässler der St. Georg-Schule in Bad Aibling erklären Artenrettung in eigenem Film

In dieser Szene des Films zur Artenrettung stellt die Film-Crew der Ganztagsklasse 6a zusammen mit Hausmeister Joachim Haase die Halterung für das Wildbienenhotel auf.
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In dieser Szene des Films zur Artenrettung stellt die Film-Crew der Ganztagsklasse 6a zusammen mit Hausmeister Joachim Haase die Halterung für das Wildbienenhotel auf.
  • vonJohann Baumann
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Die Ganztagsklasse 6a beteiligte sich am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung. Für ihren Videobeitrag zum Artenschutz erhielten die Kinder einen Preis des bayerischen Kultusministeriums. Sie berichten, mit wie viel Recherche, Videodrehs und Interviews sie das Thema im Film beleuchtet haben.

Bad Aibling – Stolz und Freude in der Bad Aiblinger St. Georg-Grund- und Mittelschule: Beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung wurde die Klasse 6aG mit einem Geldpreis von 250 Euro ausgezeichnet.

Der Wettbewerb, an dem mehr als 100 Schülergruppen aus Bayern teilnahmen, war in den Jahrgangsstufen 4 bis 8 und 8 bis 12 mit einer unterschiedlichen Themenauswahl ausgeschrieben. Die Aiblinger Sechstklässler zählten zu den nur fünf Preisträgern ihrer Jahrgangskategorie. Kultusminister Dr. Michael Piazolo: „Die bayerischen Siegerschulen überzeugten durch besonders kreative Beiträge.“

Bienenexpertin Katja Bergerhoff wurde im Film zu ihrem Fachgebiet interviewt.

Projekt startet mit intensiven Recherchen

Aus dem für sie möglichen Themenkatalog hatte sich die Aiblinger Klasse für „Aktion Artenrettung“ entschieden. Die 16-köpfige Klasse teilte sich unter der Projektleitung ihrer Klassenlehrerin Larissa Falk nach einem ausgiebigen „Brainstorming“ in Zweier- und Dreier-Teams für die unterschiedlichen Teilthemen auf. Danach begannen die intensiven Recherchen in geeigneter Fachliteratur, im Internet und bei Hobby-Imkerin Katja Bergerhoff.

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Außerdem übten die Akteure vor der Kamera das Vortragen der Texte für den rund siebenminütigen Film, mit dem sie sich für den Wettbewerb bewarben. Im Film gehen die Nachwuchsexperten unter anderem auf Begriffe wie „Biodiversität“ und „genetische Vielfalt“ ein. Die einzelnen jungen Moderatoren liefern aussagekräftige Informationen beispielsweise zur Haselmaus und zum Feuersalamander.

Auch mit Volksbegehren wie dem zur Rettung der Bienen beschäftigen sich die „Filmemacher“. Ein Reporter interviewt die Imkerin unter anderem zu Wild- und Honigbienen. Zudem wird ein Wildbienenhotel gebaut und mit Unterstützung durch Hausmeister Joachim Haase aufgestellt.

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Insgesamt hat die „Filmcrew“ rund 20 Unterrichtsstunden in den Fächern „Wirtschaft und Beruf“ sowie „Deutsch“ für die Produktion ihres im doppelten Sinn „ausgezeichneten“ Filmes aufgewendet. Die Mitglieder der „Film-Crew“ hatten viel Spaß. So fanden Livia Rust, Sebastian Kieweg und Milane Klinghammer die Projektarbeit, bei der sie sich mit Feldhamster oder Feuersalamander beschäftigten, richtig „cool“. Und Martin Stecher erklärte: „Meine Aufgabe war es, die Bienenexpertin Katja Bergerhoff zu interviewen, ich habe mich in den einzelnen Teams gut gefühlt.“

Als „Regisseurin“ leitete Klassenlehrerin Larisa Falk das Filmprojekt und ist mächtig stolz auf ihre Schüler.

Was Kinder leisten, ist beeindruckend

„Regisseurin“ Larissa Falk würdigte die Leistung ihrer Schützlinge: „Ich fand es sehr beeindruckend, was Kinder eigenverantwortlich auf die Beine stellen können, wenn man ihnen den Freiraum dazu lässt. Die Schüler meiner Klasse haben mich sehr stolz gemacht, auch wenn wir nichts gewonnen hätten.“

Voll des Lobes äußerte sich auch Rektor Wolfgang Baumann zur erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme. „Diese Auszeichnung ist eine wunderbare Anerkennung für die intensive und kreative Arbeit der Schüler. Sie beschäftigten sich mit aktuellen Themen. Begleitet von ihrer Klassenlehrerin Larissa Falk setzten sich die Kinder damit auseinander und erweiterten in vielen Bereichen – unter anderem auch in der digitalen Präsentation – ihre Kompetenzen“, konstatiert der Schulleiter.

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