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Mittelalter kehrt zurück nach Maxlrain

Schwerter, Feuer, Ritterkämpfe - Was Besucher von den Maxlrainer Ritterspielen erwarten können

Die Ritter der Maxlrainer Tafelrunde sind für etwa 30 Heerlager mit 280 Teilnehmern verantwortlich. Auf den weiträumigen Festwiesen ist für alle ausreichend Platz.
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Axel Hascher und Roland Turba sind für etwa 30 Heerlager mit 280 Teilnehmern verantwortlich. Auf den weiträumigen Festwiesen ist für alle ausreichend Platz.
  • VonNicolas Bettinger
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Leben wie im Mittelalter. Markttreiben und Darbietungen auf der Schlosswiese wird es bei den Maxlrainer Ritterspielen vom 16. bis 18. September geben. Im Vorfeld spricht der Veranstalter über die Vorbereitung, die besonderen Höhepunkte und die Herausforderungen durch die steigenden Energiekrise.

Maxlrain – Rüstungen, Schwerter und Feuerstellen, über denen gekocht wird. Auch in diesem Jahr haben Besucher der Maxlrainer Ritterspiele wieder die Möglichkeit, in das Leben des Mittelalters einzutauchen. Vom 16. bis zum 18. September führt der Veranstalter „Turbaevents“ das Festival auf der Schlosswiese Maxlrain durch. Das freut auch den Brauereidirektor Roland Bräger.

„Solche Veranstaltungen sind grundsätzlich für uns immer sehr wertvoll, da wir uns damit auch ein Stück weit in den Fokus der Bevölkerung rücken können“, so Bräger. Er hofft darauf, dass dieses Mal alles „noch etwas ausgelassener und mit weniger Angst als in den vergangenen Jahren stattfinden kann“, sagt er mit Blick auf die zurückliegenden Pandemiejahre.

Bräger selbst will deshalb keinen speziellen Höhepunkt herauspicken, auf den er sich besonders freut. Vielmehr blickt er hoffnungsfroh einer insgesamt gelungenen und erfolgreichen Veranstaltung entgegen. Doch einen Wunsch hat er dennoch: „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter.“

Keine Angst vor schlechtem Wetter

Völlig sorgenfrei blickt dagegen Roland Turba, der hier zum zweiten Mal als Veranstalter agiert, auf die möglichen Witterungsverhältnisse. „Überall sonst in Deutschland habe ich Angst, dass das Wetter nicht mitspielt. Nur in Maxlrain ist das zum Glück anders.“ So hätte Dauerregen auch beim letzten Mal die zahlreichen Besucher nicht abgeschreckt. „Das ist hier schon besonders in der Region, Hut ab“, betont der Mittelfranke Turba.

Demzufolge soll der Mittelaltermarkt den Besuchern ein Gefühl dafür vermitteln, wie das Leben zu dieser Zeit war. „Dabei helfen etwa die 25 Lagergruppen, die beispielsweise so kochen werden, wie man es im Mittelalter gemacht hat, nämlich über dem offenen Feuer“, so Turba. Sie kommen mit Rüstung und Schwertern und sollen den Gästen erklären, was man damals gebraucht hat.

„Unsere Besucher sollen sich in diese Zeit zurückversetzt fühlen“, sagt Turba. Gerade auch für Kinder sei dabei viel geboten und man gebe ihnen zugleich eine Botschaft mit auf den Weg: „Dass es eben nicht nur die Welt gibt, die aus Handy, Handy, Handy besteht.“

Macher wollen mehr auf Regionalität setzen

Gerade jüngere Menschen könnten dann erkennen, wie man im Mittelalter gelebt und überlebt hat. „Und dass es eben nicht immer heißen muss: Stecker rein, Strom an.“

Als Nachfolger des Veranstalters „MPS“ wolle man als noch immer neuer „Macher“ bei der Veranstaltung mehr Wert auf Regionalität legen. „Wir wollen vor allem auch wieder das regionale Publikum mehr ansprechen“, sagt Turba auch mit Blick auf eine ermäßigte Familieneintrittskarte. Turba rechnet mit 6000 bis 10.000 Besuchern.

Die Ritterturniere sind fester Bestandteil der Maxlrainer Ritterspiele.

Anders als im Vorjahr könne heuer Markt, Turnier und die Konzerte der Bands wieder gemeinsam stattfinden. Für Turba ist das Ritterturnier „das absolute Highlight, das sind wirkliche Profis“. Es wird wieder einen großen Händler- und Handwerkermarkt geben, auf dem Spielzeugmacher, Schmiedemeister, Wollspinner, Ziselierer, Glasbläser, Drechsler, Waffenschmieden oder Schmuckhändler ihre Dienste und Produkte anbieten. Auch kulinarisch sei Allerlei geboten an vielen Essensständen. Die verschiedenen Tavernen sollen indes dafür sorgen, dass „niemand auf dem Plane Durst zu leiden hat“. Gaukler und Musikanten sorgen indes für Unterhaltung der Besucher.

Alles, was kleine Ritter brauchen, gibt es auf dem Handwerkermarkt.

Laut Turba kommen drei „Top Bands und Top Gaukler“. Hinzu kommt das Lager der Ritter, Sippen, Reisende und wilde Horden. Großen Wert lege man auch auf das Programm für Kinder. „Aus Strohballen bauen wir eine Art Hüpfburg auf, auf der sich die Kinder austoben können“, erklärt Turba. Außerdem sollen Zauberer und Märchenerzähler für Staunen sorgen.

Neben vielen Besuchern sie das Interesse auch bei Händlern und Lagergruppen „riesengroß“. Es hätten sich deutlich mehr als im Vorjahr angemeldet. Doch bei aller Euphorie stellt sich die Frage, ob das Mittelalter-Festival nicht auch von allgemein steigenden Preisen betroffen ist. „Natürlich, wir merken beispielsweise die Strompreise extrem“, stellt der Veranstalter klar.

Wie die Strompreise kompensieren?

Habe man letzes Mal beispielsweise für den geliehenen Stromaggregator rund 800 Euro gezahlt, koste dieser heuer 1500 Euro. „Auch beim Holz, das wir in größeren Mengen für die Feuerschalen benötigen, zahlen wir heuer für den Schrittmeter 150 Euro, im vergangenen Jahr waren es noch 70.“ Doch müssen die Eintrittspreise darum erhöht werden, um genau das zu kompensieren?

„Wir haben unsere Eintrittspreise ganz bewusst nicht erhöht, um eben auch das regionale Publikum nicht abzuschrecken“, so Turba. Man improvisiere aber an anderer Stelle. So haben man heuer etwa eine Bühne für 2000 statt 5000 Euro. Auch die Bands seien nicht mehr ganz so teuer, da man nun auf sehr gute, aber womöglich etwas weniger bekannte Musiker setze.

Die Aufbauvorbereitungen starten an diesem Dienstag.

Das Programm:

Die Veranstaltungstage beginnen jeweils mit der Markteröffnung (Freitag, 16. September, 17 Uhr; Samstag, 17. September, 11 Uhr; Sonntag, 18. September, 11 Uhr). Für alle Tage gibt es Tickets an den Tageskassen, ansonsten online unter https://turbaevents.de/termine/maxlrain/, wo weiter Informationen zu Programm, Ritterturnieren und Preisen zu finden sind.

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