Mit Schwaiberln ging es Stück für Stück in die Höhe

Die Kinder trugen die Taferlim Festzug. Ein Kaltblütergespann lieferte den Maibaum an.
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Die Kinder trugen die Taferlim Festzug. Ein Kaltblütergespann lieferte den Maibaum an.

Bad Feilnbach/Kematen – In die Bad Feilnbacher Ortsmitte gehört zur „Verschönerung“ nach gutem Brauch ein gestandener Mai.

Dies tut er auch seit gestern. Nach eineinhalbwöchiger Pflege, Farbgebung in weiß-blau und durchwachten Nächten ging es am Feiertag zum Aufstellen. Ein Festzug, angeführt von der Musikkapelle Bad Feilnbach, brachte per Kaltblütergespann und begleitet vom Trachtenverein GTEV „D’Jenbachtaler“ Bad Feilnbach den Maibaum in den Ortskern. Mittendrin: die Kinder- und Jugendgruppen mit den Zunfttaferln. Unter den Augen zahlreicher Schaulustiger ging es dann ans Aufstellen mit den sogenannten Schwaiberln. Unter den Kommandos „Hau-Ruck“ und „Pack mas“ wurde der Maibaum Stück für Stück in die Höhe gestemmt. Die Sicherung per Seil sowie ausreichend Schutzraum für die zahlreichen Zuschauer an der Kufsteiner Straße besorgte die Feuerwehr Bad Feilnbach. Das Rahmenprogramm bestritten die Trachtler mit bemerkenswerten Auftritten, schmissiger Musik durch die Kapelle, Auftritten der Goaßlschnoiza und geselligem Beisammensein.

Böllersalut und viele Zuschauer

Nach vollbrachter Arbeit und als das Traditionsstangerl in der Halterung befestigt war, schallte der Böllersalut über den Rathausplatz.

Parallel dazu wurde auch in Kematen vor dem Wirtshaus ein Maibaum aufgestellt. Die Dorfgemeinschaft ließ sich diese Tradition nicht nehmen. Gestandene Burschen des Grama-Vereins sowie Mitglieder des Trachtenvereins „Edelweiß“ Dettendorf-Kematen stemmten den Baum in die Höhe. Auch hier kamen die „Schwaiberl“ zum Einsatz. Ein Autokran musste aber, um behördlichen Auflagen gerecht zu werden, die Sicherung während der Aufstellaktion übernehmen.

Wie die Verantwortlichen aus den Reihen des Grama-Vereins betonten, hatten in diesem Jahr einer vertrauensvollen Wachmannschaft Maibaumdiebe keinerlei Chancen gelassen, den Baum, dessen Farbe nach dem Aufstellen noch nicht ganz trocken war, zu entwenden.

Bewundert wurden auch die Zunfttafeln, welche Xaver Schlemmer (Oacha Xare) in den vergangenen Wochen mit frischen Farben versehen hatte. Applaus ernteten die „Hoisn Buam“ und die Kindergruppen des Trachtenver-eins. Letzterer feiert vom 11. bis 20. August sein 110-jähriges Bestehen. pes

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