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Bürgermeister Weigl bestätigt Planung

Schönauer Umgehungsstraße kommt – nicht am 20. April, aber irgendwann

Die Trasse für die Schönauer Umgehungsstraße wurde in der Nacht vom 31. März zum 1. April abgesteckt.
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Die Trasse für die Schönauer Umgehungsstraße wurde in der Nacht vom 31. März zum 1. April abgesteckt.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Die Schönauer Umgehungsstraße kommt. Die Trasse wurde in der Nacht vom 31. März zum 1. April abgesteckt. Eine offizielle Bautafel informiert über das Vorhaben und den Baubeginn am 20. April. Georg Weigl, selbst Schönauer Einwohner und Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen, erklärt den Bauablauf.

Tuntenhausen – Die Schönauer haut so schnell nichts um. Auch wenn ihr Gasthof geschlossen ist, der Kramerladen aufgegeben hat und das große Fest zum 100. Jubiläum des Trachtenvereins Eichenlaub ins Wasser fällt – ihren Humor haben sie nicht verloren. Und so sorgten sie dafür, dass nun wenigstens die Umgehungsstraße kommt. Am 20. April ist Baubeginn. Die Trasse wurde in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag schonmal abgesteckt.

Bürgermeister ist begeistert von Idee

„Oh, habe ich etwa vergessen, Sie zum Spatenstich einzuladen“, bedauert Georg Weigl, Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen, auf Anfrage des Mangfall-Boten und spielt erst einmal mit beim Aprilscherz seiner Schönauer. Denn Weigl selbst war es, der eine Umgehungsstraße erstmals ins Gespräch brachte. Vom plötzlichen Baubeginn allerdings hat auch er erst am Morgen des 1. April auf dem Weg zur Arbeit erfahren.

Eine „offizielle“ Bautafel informiert direkt an der St 2089 über das geplante Vorhaben.

„Eine tolle Idee“, kommentiert er lachend. „Und ein Wahnsinnsaufwand.“ Denn in einer Nacht- und Nebelaktion wurden hunderte Pflöcke in die Erde gerammt, um die Trasse abzustecken. „Eine echt gute Vorarbeit. Darauf können wir aufbauen, denn die Trasse entspricht fast perfekt der von uns geplanten“, meint der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern und ergänzt: „Da hat der Vollmond wirklich ganze Arbeit geleistet.“

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Doch Spaß beiseite: Wie steht es denn eigentlich um die Ortsumgehung von Schönau? „Sie ist nicht ad acta gelegt, sondern nur auf Eis“, versichert der Bürgermeister und verspricht: „Jetzt arbeiten wir erst einmal noch ein paar andere wichtige Projekte ab, und dann kommt die Ortsumgehung wieder auf die Tagesordnung, denn sie ist wirklich erstrebenswert.“

Das sehen auch die Schönauer so. Ihr April-Scherz ist das beste Zeichen dafür und vor allem eine Erinnerung an das, was bislang vorbereitet wurde. Denn schon seit 2017 ist klar, wo die Trasse verlaufen soll. „Auch Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern wurden bereits geführt“, informiert Weigl. Die Resonanz war positiv, die Bereitschaft zum Verkauf notwendiger Flächen vorhanden.

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Selbst Gespräche mit der Regierung von Oberbayern hat der Gemeindechef schon geführt. Mit dem Ergebnis, dass eine Realisierung im Rahmen des Sonderbaulastprogrammes möglich wäre. „Wir hätten also auf jeden Fall gute Aussichten auf eine Förderung“, so Weigl. Schätzungen aus dem Jahre 2017 gingen von Baukosten in Höhe von etwa 3,7 Millionen Euro und einem Eigenanteil der Gemeinde von 740.000 Euro aus.

Im pinken Korridor – ausgehend vom Maillinger Holz bis Antersberg – könnte der Ort umfahren werden.

Inzwischen wurde auch eine ökologische Erhebung gemacht. „Die bestätigt, dass eine Umgehungsstraße von der Staatsstraße St2089 entlang des Maillinger Holzes bis zur Abbiegung nach Antersberg möglich wäre“, so der Bürgermeister.

Flächenversiegelung möglichst ausgleichen

Warum gibt es die Umgehung dann eigentlich noch nicht? „Weil wir andere Projekte realisiert haben“, bringt der Bürgermeister den Faktor Zeit ins Spiel. Denn vor dem Bau der Umgehung müssten noch viele weitere Gespräche geführt werden – beispielsweise zum Thema Flächenversiegelung. „Was wir neu versiegeln, möchte ich anderswo in Schönau zurückbauen.“

Und so könnte es durchaus sein, dass auch die Schönauer bald über eine Neu- oder Umgestaltung ihres Ortes diskutieren werden. Und wie man am Beispiel von Ostermünchen sieht, dauert das seine Zeit. Fakt ist: Die Schönauer Umgehung kommt. Nicht am 20. April, aber irgendwann.

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