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Schöffengericht Rosenheim

Marihuana im Gepäck – Rumäne (52) erhält Haftstrafe auf Bewährung

Über 100 Gramm Marihuana fanden die Polizisten bei einem Rumänen, bei einer Kontrolle auf dem Rastplatz Eulenauer Filze an der Autobahn A 8.
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Über 100 Gramm Marihuana fanden die Polizisten bei einem Rumänen, bei einer Kontrolle auf dem Rastplatz Eulenauer Filze an der Autobahn A 8.
  • VonTheo Auer
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Wieder einmal war der Rastplatz Eulenauer Filze an der Autobahn A 8 Endstation für einen Versuch, Drogen über Ländergrenzen zu schmuggeln. Als die Schleierfahnder im Sommer 2019 einen rumänischen Bus zur Kontrolle anhielten, fanden sich in der Umhängetasche eines Rumänen (52) einige Gramm Haschisch.

Bad Feilnbach – Daraufhin kontrollierten die Beamten das Gepäck des Mannes. Darin fanden sich weitere 100 Gramm der Droge sowie ein Vakuumiergerät und kleine Portionier-Beutel. Das wies auf einen beabsichtigten Drogenhandel hin. Weil sich der Kontrollierte mit einem deutschen Wohnsitz auswies, wurde er nach intensiver Einvernahme und Anzeige wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Wohnsitz stellte sich dann aber als längst verlassen heraus. Daraufhin erging ein europaweiter Haftbefehl.

100 Gramm Drogen an Bord

Im November 2020 wurde der gelernte Autolackierer in Rumänien festgenommen und im Dezember 2020 nach Deutschland ausgeliefert. Vor dem Schöffengericht in Rosenheim unter dem Vorsitz von Richter Matthias Knoblauch erklärte sein Verteidiger Rechtsanwalt Harald Baumgärtl im Namen seines Mandanten, dass dieser sich umfassend für geständig erkläre.

Allerdings habe er das Marihuana im Wesentlichen zum Eigenverbrauch mit sich geführt. Nur ein geringer Teil sollte davon verkauft werden. Er nutze die Droge für sich selber und auch seine Ehefrau die wegen einer Brustkrebserkrankung an großen Schmerzen leide würde die Droge zur Schmerzlinderung nutzen. Der Verteidiger legte auch ein ärztliches Attest über die Erkrankung der Ehefrau vor.

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Eine Diskussion ergab sich allerdings über die Asservate. Immerhin hatte die Polizei bei der Festnahme ein Smartphone und 2.600 Euro sichergestellt. Diese wollte die Staatsanwaltschaft als Tatmittel einbehalten.

Dagegen erhob der Verteidiger heftigen Widerspruch. Selbstverständlich würden die Drogen und das Vertriebsmaterial der Einziehung durch den Staat anheim fallen.

Es konnten aber weder auf dem Smartphone Drogenkontakte nachgewiesen werden, noch war belegbar, dass das Bargeld aus irgendwelchen kriminellen Aktivitäten stammte. Im Schlussantrag gestand die Staatsanwaltschaft zu, dass es sich um eine erstmalige Haftstrafe handle und wegen des Geständnisses dem Angeklagten bei einer Haftstrafe von 21 Monaten diese zur Bewährung ausgesetzt werden könne.

Allerdings beharrte sie darauf, dass es nicht auszuschließen sei, dass Bargeld und Smartphone zu kriminellen Zwecken eingesetzt werden sollten und deshalb einbehalten werden müssten.

Geld und Handy ausgehändigt

Die Verteidigung beantragte eine Haftstrafe von 15 Monaten, die sie wie die Staatsanwaltschaft zur Bewährung ausgesetzt sehen wollte. Deutliche Worte fand der Verteidiger allerdings in Sachen Asservate. Es könne nicht sein, dass lediglich auf eine von der Staatsanwaltschaft erfundene Möglichkeit hin Eigentum konfisziert würde.

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Nochmals beantragte er Geld und Handy an den Angeklagten auszuhändigen, der im Übrigen aus der Haft zu entlassen sei. Das Gericht befand eine Strafe von 18 Monaten Gefängnis für angemessen, setzte diese zur Bewährung aus. Und gab, was Geld und Smartphone anging, der Verteidigung recht.

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