Schlussstrich unter lange Diskussionen

Am Straßenschnittpunkt von der Heufelder Straße und Wiesenstraße können nun links und rechts neben dem alten Haus ein Neun- und ein Acht-Familien-Haus samt einer großflächiger Tiefgarage (die bis unter das Grundstück des alten Hauses reicht) gebaut werden. Grundlage hierzu bilden eine Wohnraumreduzierung beim Haus 2 und die neu situierte Tiefgaragenzufahrt von der Wiesenstraße (rot markiert). Repro tn
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Am Straßenschnittpunkt von der Heufelder Straße und Wiesenstraße können nun links und rechts neben dem alten Haus ein Neun- und ein Acht-Familien-Haus samt einer großflächiger Tiefgarage (die bis unter das Grundstück des alten Hauses reicht) gebaut werden. Grundlage hierzu bilden eine Wohnraumreduzierung beim Haus 2 und die neu situierte Tiefgaragenzufahrt von der Wiesenstraße (rot markiert). Repro tn

Bauvorhaben, die schon seit längerer Zeit die gemeindliche Bauverwaltung beschäftigt haben, wurden in der jüngsten Sitzung des Bruckmühler Bauausschusses abgesegnet. Hierzu zählten zwei Bauanträge für großvolumige Mehrfamilienhäuser in Heufeldmühle.

Bruckmühl - Die schwierige, aber durchaus lösbare Ausgangslage erläuterte Bauamtsmitarbeiter Markus Zehetmaier wie folgt: Die Antragstellerin beabsichtigte bis dato, den westlichen und östlichen Teil des 3000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Heufelder Straße mit zwei Neunfamilienhäusern (unter Beibehaltung des älteren Hauses in der Grundstücksmitte) zu bebauen. Das Kernproblem in dieser Sache war die Tiefgarage, die mit einer Anfahrt von der Heufelder Straße (im Plan blau markiert) über das westliche Ende des Grundstücksareals sowie einer Abfahrt auf der Nordseite des Areals zwischen dem westlichen Mehrfamilienhauses und dem bestehenden älteren Haus geplant war. Genau dies führte zu großen Problemen mit den Anrainern.

Die Änderungen in der Neuplanungen sahen nun im Detail vor: ein Neunfamilienhaus im westlichen Teil des Grundstücks (wie bisher) und ein Acht-Familienhaus (Wohnraumreduzierung) im Ostteil. Die Zu- und Abfahrt zur Tiefgarage wurde neu auf die Wiesenstraße verlegt. Die Bauwerberin hat nach Information von Zehetmaier hierbei alles Mögliche unternommen, um mit dieser Überplanung nun alle Anrainer zufrieden zu stellen und die Bedenken der Bauausschussmitglieder auszuräumen.

Auch könnte das Landratsamt Rosenheim dieser Kompromisslösung zustimmen. "Wir haben eine gute Chance, die Geschichte nun vom Tisch zu bringen", schloss Zehetmaier den Sachvortrag. "Die Planungen haben nun Hand und Fuß", lautete das Fazit von Bürgermeister Franz Heinritzi.

CSU/PW-Sprecher Richard Richter sah die Belange der Ausschussmitglieder als berücksichtigt: "Wir sollten die Sache heute weiter auf den Weg bringen". SPD-Rat Michael Bernpaintner sah nicht alle seiner Bedenken ausgeräumt, wollte aber mit einem Ja die Kompromissbereitschaft der Bauwerberin honorieren. Hermine Obermeyer (CSU/PW) war die Anzahl der Parkplätz zu gering. In der Gesamtheit stand sie der neuen Planung aber auch positiv gegenüber. Letztlich wurden beide Anträge samt Neusituierung der Tiefgaragenanbindung einstimmig abgesegnet.

Keinerlei Probleme sah das Plenum bei der Nutzungsänderung von einem Verkaufsladen in eine Wohneinheit in der Vagener Straße. Ohne größeren Diskussionsbedarf erhielten eine landwirtschaftliche Maschinenhalle im Ortsteil Linden und eine Aufstockung samt Erweiterung eines Betriebsgebäudes an der Hermann-Oberth-Straße grünes Licht. tn

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