Sanierung in Kolbermoorer Werkssiedlung geht trotz Corona weiter

Blickt man die Decke im Haus Nummer 11a empor, sind die Dachziegel zu sehen.
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Blickt man die Decke im Haus Nummer 11a empor, sind die Dachziegel zu sehen.

Vor rund einem Jahr haben die Sanierungsarbeiten am letzten Abschnitt der Werkssiedlung an der Von-Bippen-Straße begonnen. Seither wird entkernt, Decken werden ertüchtigt und vieles mehr. Im Herbst 2021 soll alles fertig sein. Es geht weiter – trotz Corona-Krise.

Kolbermoor – An der Von-Bippen-Straße 10, 11, 11a und 11b wird gearbeitet, das ist sichtbar und hörbar. Aber unter erschwerten Bedingungen: „Die Arbeiter haben den Sicherheitsabstand einzuhalten“, sagt Jörg Reinheckel, der seitens der Stadt die Sanierung betreut.

Allerdings ist die Zahl der Arbeiter derzeit auch geringer als sonst üblich – sie arbeiten paarweise, erklärt Reinheckel. „Da treffen die Firmen schon eigene Vorkehrungen.“ Reinheckel erklärt auch, dass die Bauarbeiter weiter arbeiten wollen – sie wollen die Baustelle am Leben erhalten.

Derzeit Planungen von Woche zu Woche

Das will auch die Stadt, trifft aber auch Vorsichtsmaßnahmen.  So finden derzeit weniger Treffen auf der Baustelle statt. Denn Reinheckel sowie der zuständige Architekt, Gotthard Fellgiebel, treffen sich ein bis zweimal wöchentlich mit dem Leiter vor Ort, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Diese Treffen wurden derzeit auf einmal in der Woche reduziert. „Wir haben jetzt diese und nächste Woche geplant“, erklärt er. Wie es dann weiter geht, werde sich zeigen.

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Betritt man aber die Baustelle, was die Redaktion des Mangfall-Boten kurz vor der Corona-Krise getan hat, erkennt der Laie zunächst nicht viel. Hinter dem Haus mit der Nummer zehn steht man auf Erde.

Aber passiert ist hier schon einiges, es ist sogar einiges fertig“, sagt Architekt Fellgiebel. Gemeint sind beispielsweise die Leitungen für Fernwärme. Betritt man von hinten den rechten Teil des Hauses, steht man in einem rund 66 Quadratmeter großen Raum.

Die Decke wird mit Pfeilern gestützt. Derzeit werden die Deckenbalken ertüchtigt, erklärt Fellgiebel. Das bedeutet, dass die Balken auf beiden Seiten verstärkt werden. Kurz, der tragende Balken bekommt auf beiden Seiten einen zusätzlichen Balken. Ziel ist es, dass die Böden stabil sind und nicht wackeln.

Dieser große Raum wird zu einer Zwei-Zimmerwohnung, als Nächstes kommen die Wände hinein. Betritt man den Hausflur, sieht man, dass die andere Seite einen kompletten Raum bis unters Dach freigibt. Hier werden die einzelnen Geschosse nicht eingezogen. Freie Sicht bis unters Dach.

Wieder im Garten, unter dem die Leitungen verlaufen, fällt der Blick auf den Dreispänner mit den Nummern 11, 11a und 11b. Dort werden drei Wohnungen entstehen à rund 86 Quadratmeter über zwei Etagen.

Drei Wohnungenvorgesehen

Steigt man die Treppe empor, steht man in einem großen Raum mit Schrägen zu einer Seite hin. Und wo jetzt noch ein Raum ist, werden ein kleiner Flur sowie zwei Räume entstehen – Kinder- und Schlafzimmer zum Beispiel. Diese drei Wohnungen haben übrigens alle einen Zugang zum eigenen kleinen Garten.

Dort ist jeweils eine Terrasse samt Häuschen geplant. Die Gärten sind zwischen 48 und rund 60 Quadratmeter groß. Die Terrassen variieren zwischen elf und 18 Quadratmetern Größe.

Letzterhistorischer Abschnitt

Dieser Abschnitt ist der letzte der zu sanierenden historischen Kolbermoorer Werkssiedlung. Vor 26 Jahren habe man mit den ersten Häusern begonnen. Architekt Gotthard Fellgiebel rechnet derzeit damit, dass die Mieter im Herbst des Jahres 2021 einziehen können.

Die Stadt Kolbermoor stellt auf dem Areal Wohnraum zu einem Quadratmeterpreis zwischen 8,50 Euro und 9,50 Euro zur Verfügung.

Dieser Raum im Haus mit der Nummer zehn wird eine Zwei-Zimmerwohnung mit rund 66 Quadratmetern.

Im Haus an der Von-Bippen-Straße 10, das als einziges über Balkone verfügt, sind sechs Zwei-Zimmerwohnungen geplant. Derzeit werden die Decken ertüchtigt. Sie werden mit Holzbalken verstärkt.

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