Von Ruhebank bis Demenz-Gruppe

22 Mitgliedsvereine und 22 Fördermitglieder hat das „Soziale Netzwerk“ der Gemeinde, das berichtete die Vorsitzende Ursula Borkenhagen (am Pult). re

Feldkirchen-Westerham – Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des „Sozialen Netzwerkes“, die in der Adventgemeinde in Westerham stattfand.

Nach der Begrüßung und der Information über den Mitgliederstand – 22 Mitgliedsvereine und 22 Fördermitglieder – berichtete die Vorsitzende Ursula Borkenhagen über Aktivitäten im letzten Jahr.

Sie spannte einen Bogen von der Aufstellung einer Ruhebank an der Wuhr, über einen Zaubernachmittag bei der AWO, die Unterstützung eines Poetry Slam in der Bücherei, der Weihnachtsaktion für Haus Hoheneck in Kooperation mit der Nachbarschaftshilfe, der Mithilfe beim Babyempfang, der Vortragsreihe „Denkanstöße“ mit dem Thema Plastikmüll bis hin zur Vorbesprechung für den heuer stattfindenden „Tag der Generationen“ am 13. Juli.

Im Anschluss hob Petra Wallner als Leiterin der Sozialen Servicestelle die wachsende Bedeutung der Beratungen hervor: „Im Vergleich zu 80 Beratungen 2013 waren es seit März 2018 heuer 169 Beratungen, wobei in der deutlichen Mehrzahl Senioren und pflegende Angehörige sich mit Fragen und Problemen an die Servicestelle gewendet haben.“ Die Schwerpunkte bezogen sich auf die Unterstützung bei Anträgen, auf die Themen Pflegegrad und Vorsorgevollmacht, zunehmend auf Demenz sowie auf hauswirtschaftliche und ambulante Dienste.

In Zusammenarbeit mit der Caritas Bad Aibling wurden für den Bereich Demenz neue Pflegepartner ausgebildet, die sich in der Demenz-Betreuungsgruppe einbringen. Erfreulich sei, dass man ab April die Betreuungsgruppe wöchentlich anbieten könne (wir berichteten). Jugendlichen werde das Thema „Demenz“ in Workshops nähergebracht, hier komme auch der Alterssimulationsanzug zum Einsatz. Neu ins Leben gerufen habe man das Projekt „Auszeit für pflegende Angehörige“. Mit Wohltaten wie Massage- oder Café-Gutscheinen können pflegende Angehörige eine Auszeit erleben.

Auf Interesse stieß in der Bücherei die Ausstellung „Demensch“ mit Cartoons von Peter Gaymann zum Thema Demenz. Für September habe man die Ausstellung „Daheim Wohnen“ in die Gemeinde geholt. Einen Abschluss bildete ein Vortrag von Marille Röhrmoser und Christine Kaa über das „Wohnprojekt Thalham“. Hier haben sich Gleichgesinnte zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen. Sie wollen mit dem Bau eines Wohnhauses neue Wege im Zusammenleben gehen. Neben Wohnungen will man eine sorgende Gemeinschaft pflegen und erlebbar machen.

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