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So etwas gabs hier noch nie

„Goldstück“ Romina Eifert ist erste FSJlerin an Heufelder Grundschule

Romina Eifert (vorn) macht die Arbeit mit den Schulkindern Spaß – Rektorin Arabella Quiram (im Hintergrund) ist begeistert von dem Modell eines Freiwilligen Sozialen Jahres an der Grundschule.
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Romina Eifert (vorn) macht die Arbeit mit den Schulkindern Spaß – Rektorin Arabella Quiram (im Hintergrund) ist begeistert von dem Modell eines Freiwilligen Sozialen Jahres an der Grundschule.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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So etwas gab es an der Justus-von-Liebig-Schule Heufeld noch nie. Romina Eifert absolviert hier gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr, steht den Schülern der ersten und dritten Klassen im Unterricht zur Seite oder hilft in der Mittagsbetreuung bei den Hausaufgaben.

Bruckmühl – Da sie selbst schon mit fünf Jahren das erste Mal an die Heufelder Grundschule kam, feierte sie nach zehn Jahren hier nun ihre zweite „Einschulung“. Dass sie als FSJlerin alles richtig zu machen scheint, beweist das „Freundebuch“, das sie jetzt zu ihrem 16. Geburtstag bekam, und das jede Menge „Liebeserklärungen“ enthält. Die Drittklässler haben ihr geschrieben: „Es ist schön, dass Du so viel lachst.“ oder „Ich finde es gut, dass Du uns hilfst.“

Rektorin Arabella Quiram fasst die kindlichen Komplimente zusammen und sagt strahlend: „Sie ist einfach ein Goldstück – und das sagen alle Schüler und Lehrer.“ Den Glücksfall, dass Romina die Pädagogen in vier Klassen unterstützen darf, hat die Heufelder Grundschule der 16-Jährigen selbst zu verdanken. Sie wusste nach der Realschule noch nicht so recht, wohin sie ihr beruflicher Weg führen soll. Dass ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Grundschule möglich ist, wusste sie von einer Freundin und bahnte sich so ganz selbstständig und mit einem „Herzlich willkommen“ von Arabella Quiram den Weg nach Heufeld.

Hier kann sie nun ihre Begeisterung für Kinder ausleben. „Ich darf im Unterricht helfen. Wenn Kinder Fragen haben, kann der Lehrer natürlich nicht alle auf einmal beantworten und dann darf ich unterstützen“, beschreibt Romina ihre Aufgaben. Sie übernimmt auch die Pausenaufsicht, teilt das Mittagessen aus, verbringt mit den Kindern am Nachmittag die betreute Freizeit und hilft bei den Hausaufgaben. „Es ist echt cool, dass ich diese Stelle bekommen habe“, freut sie sich und genießt es, am Morgen in die Schule zu kommen und von freudigen Kindern begrüßt zu werden.

In Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt

Auch wenn sie in der neunten Klasse der Realschule schon Tutorin für jüngere Schüler war, lernt sie in Heufeld wieder Neues dazu. „Zwar ist die Lehrerin immer dabei, aber ich übernehme schon Verantwortung für die Kinder, erkläre ihnen etwas. Das ist toll“, schwärmt sie und ergänzt freudestrahlend: „Und das Beste: Sie verstehen den Stoff mit meinen Erklärungen auch.“

Rektorin Quiram kannte dieses spezielle Modell bislang nicht. Das FSJ wird über einen Träger möglich – in diesem Fall die Arbeiterwohlfahrt, die auch die Mittagsbetreuung in Heufeld anbietet. „Besonders nach der langen Zeit des Distanzunterrichts ist diese Unterstützung eine große Bereicherung für uns“, so Quiram, denn „Kinder, die Nachholbedarf haben, können jetzt in allen Grundschulklassen individuell gefördert werden“.

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In den ersten und dritten Klassen übernimmt das Romina an der Seite der Klassenleiterin. In den zweiten und vierten Klassen ist eine Förderpädagogin als Stützlehrerin im Unterricht dabei. „Vier Augen, Ohren und Hände pro Klasse, darüber bin ich sehr froh“, sagt Arabella Quiram. Wenn es besonders still ist in einer Klasse, wird Romina oft gefragt „Was hast Du nur mit den Kindern gemacht?“ Ein schönes Lob für eine 16-Jährige, die auf der Suche nach ihrer Berufung ist. Und eines sei sicher: Das Lehramt ist jetzt eine der Optionen für ihren weiteren Weg.

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