Realschule Bad Aibling: Unterricht wird immer digitaler – Schulstart in vier Gruppen

Realschul-Direktor Matthias Wabner (rchts.) hieß die Schulanfänger willkommen. Die Klasse 5a begab sich dann mit ihrer Klassenleiterin Annette Röhnert ins Klassenzimmer und die nächste Begrüßungsgruppe war dran.
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Realschul-Direktor Matthias Wabner (rchts.) hieß die Schulanfänger willkommen. Die Klasse 5a begab sich dann mit ihrer Klassenleiterin Annette Röhnert ins Klassenzimmer und die nächste Begrüßungsgruppe war dran.
  • vonJohann Baumann
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In der Wilhelm-Leibl-Realschule (WLRS) starteten 113 Neuzugänge in ihre Laufbahn an einer weiterführenden Schule. Corona-bedingt wurden die vier neuen Klassen getrennt in den beiden Turnhallen begrüßt.

Bad Aibling – „Wir haben auf euch gewartet und jetzt seid ihr da“ freute sich Realschuldirektor Matthias Wabner eingangs und räumte ein: „Mit Masken ist es schwer, Emotionen rüberzubringen.“ Für Heiterkeit sorgte eine Mutter, die sich mit ihrem Sprössling im Gymnasium wähnte. Nachdem die „Realschul-Frischlinge“ mit ihrer Klassenleitung in die Klassenzimmer aufgebrochen waren, gab es seitens der Schulleitung noch Informationen für die Eltern.

Corona bescherte Rückenwind für technische Ausstattung

Im Gespräch mit unserer Zeitung blickte der Schulleiter auf die von der Pandemie geprägte Phase des letzten Schuljahres zurück. „Corona hat unserer Schule gerade auch mit Blick auf technische Unterrichtsmöglichkeiten wahnsinnig viel Rückenwind gebracht“ stellte er fest. Im neuen Schuljahr werde dieser Aspekt weiter optimiert. „Alle Lehrkräfte erhalten jetzt dienstliche iPads. Dadurch wollen wir weiter unterstützen, dass die digitalen Inhalte für die Schüler noch leichter und besser zur Verfügung gestellt werden können“, erklärte er.

Die Digitalisierung im Unterricht sei grundsätzlich natürlich kein primäres Corona-Anliegen, die Geräte sollen ab diesem Schuljahr auch verstärkt im Regelunterricht eingesetzt werden. „Wir haben im letzten Schuljahr viele technische Änderungen vorgenommen“, führte er weiter aus. Beispielsweise wurde das gesamte Schulhaus flächendeckend mit WLAN ausgestattet. Ferner habe man durch den selbst entwickelten, digitalen „Lernblog“ den Distanzunterricht vergleichsweise gut bewältigt, während offizielle Plattformen wie mebis in den Spitzenzeiten an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen seien.

Videokonferenzen und Co.

„Mit Blick auf die kommenden Wochen bereiten wir uns auf eine neue Technologie vor: Lehrkräfte und Schüler werden „Microsoft Teams“ nutzen“, kündigte der WLRS-Chef an. Diese Software biete zusätzliche digitale Austauschmöglichkeiten wie beispielsweise das digitale „Austeilen und Einsammeln“ von Dateien, die Rücksendung von Hausaufgaben und die Bereitstellung von digitalen Inhalten wie Arbeitsblätter und Videos, aber auch für Videokonferenzen.

Hausaufgaben und direkter Austausch beschwerlich

„Bisher konnten sich die Schüler im Distanzunterricht die bereit gestellten Inhalte lediglich herunterladen. Die Rücksendung von Hausaufgaben und der direkte Austausch dazu mit den Lehrkräften brachte jedoch gewisse technische Hürden mit sich“, erläuterte er.

In Zukunft soll es nun leichter sein, Aufgaben auch direkt digital zu bearbeiten und an die Schule zurück zu senden. „Der beste Unterricht ist aber, wenn die Schüler im Unterricht sind - der zwischenmenschliche Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil des Lernens“, konstatierte Matthias Wabner, „dies ist eine wesentliche Erkenntnis aus dem letzten Schuljahr“. „Wir optimieren den digitalen Distanzunterricht, tun aber alles dafür, dass wir ihn nicht als alleinige Unterrichtsebene brauchen“, unterstrich der Schulleiter abschließend.

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