ONLINE-LIVE-BERUFSMESSE

Realschule Bad Aibling: Im Lockdown den richtigen Job finden – so geht‘s

Der Bad Aiblinger Realschüler Lukas Garnreiter hat es bereits geschafft. Er hat über die letzte Berufsmesse seinen Ausbildungsplatz bekommen. Sein künftiger Arbeitgeber ist auch bei der Online-Messe am 25. März mit seinem digitalen Stand – hier auf dem Portal zu sehen – dabei.
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Der Bad Aiblinger Realschüler Lukas Garnreiter hat es bereits geschafft. Er hat über die letzte Berufsmesse seinen Ausbildungsplatz bekommen. Sein künftiger Arbeitgeber ist auch bei der Online-Messe am 25. März mit seinem digitalen Stand – hier auf dem Portal zu sehen – dabei.

Wegen Corona auf die Berufsmesse verzichten? Nicht mit der Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling. Sie geht heuer neuen Wege: Am 25. März wird zwischen 18 und 20 Uhr die erste Online-Live-Berufsmesse stattfinden.

Bad Aibling – Erfahrungswerte aus Wasserburg, wo vor wenigen Wochen ein Berufsinformationsabend an der dortigen Realschule über die Bühne ging, ermutigen Schüler, Lehrkräfte und Schulleitung. Mit großem Interesse haben wir die technische Entwicklung der Messe an der Realschule Wasserburg mitverfolgt. Nicht zuletzt aufgrund des großen Erfolgs dieser Online-Messe haben wir uns schnell dafür entschieden, dieses Portal auch an die Wilhelm-Leibl-Realschule zu holen“, berichtet Schulleiter Matthias Wabner.

Schulleiter von Portal begeistert

„Die Aufmachung der Messestände ist perfekt, der Kontakt zwischen uns und den Jugendlichen hat super einfach funktioniert“, berichtet auch Angela Eder, Geschäftsführerin der Eder GmbH, die dort ihren ersten digitalen Messestand betrieben hat.

Ein voller Erfolg war schon die vorige Berufsmesse an der Wilhelm-Leibl-Realschule für Lukas Garnreiter aus der zehnten Klasse. Dort hatte er den Kontakt zu Eder, IHK-Premium-Bildungspartner der Realschule, erfolgreich hergestellt: Im September wird er seine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen.

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Im Rahmen der Berufsmesse werden sich viele regionale Unternehmen, Ausbildungsbetriebe und Schularten (darunter auch FOS und BOS) den Schülern vorstellen. „Die virtuellen Messestände sind echten Ständen nachempfunden. An ihnen können Firmenprospekte aufgerufen, Videos angesehen sowie die notwendigen Kontaktdaten der Firmen gesucht werden“, schildert Schulleiter Wabner.

„Der persönliche und direkte Kontakt zwischen den Jugendlichen und den Betrieben ist im Rahmen der Berufsorientierung extrem wichtig,“ erläutert Michael Schmidt, Lehrkraft und Mitglied im Team Berufsorientierung.

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Auch deshalb wird man sich im Rahmen der Live-Berufsmesse via Video direkt mit den einzelnen Messeständen verbinden können. „Die Vertreter der einzelnen Firmen stehen sozusagen in Echtzeit als Ansprechpartner zur Verfügung“, so Wabner. Die digitale Berufsmesse wurde ihm zufolge von einer Software-Firma professionell programmiert und wird weiterhin technisch begleitet.

Die Frage der Finanzierung war dank der Unterstützung durch den Förderverein schnell geklärt. „Wir waren uns im Vorstand sehr schnell einig, dass wir dieses tolle Projekt finanzieren und so unseren Schülern eine tolle Plattform zur Berufsorientierung schaffen werden. Über freiwillige Spenden, die das Projekt unterstützen, freut sich unser Förderverein aber trotzdem jederzeit“, merkt die Vorsitzende Magdalena Horche augenzwinkernd an.

Auch nach der Messe geht’s online weiter

Wabner stellt in Aussicht: „Das digitale Berufs- und Informationsportal wird auch nach der Berufsmesse zeit- und ortsunabhängige Messebesuche – beispielsweise mit den Eltern – ermöglichen. Wir werden diese Plattform auch nach Corona nutzen, da die Schüler nicht nur nach Ausbildungsplätzen, sondern auch nach Praktikumsplätzen, etwa für Ferienpraktika, Girls- oder Boys-Day, suchen und Termine vereinbaren können.“

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An einem Messestand interessierte Firmen, Praktikums- und Ausbildungsbetriebe können sich jederzeit mit dem Team Berufsorientierung unter www.realschule-bad-aibling.com/berufsmesse in Verbindung setzen und notwendige Informationen erhalten.

6 Fragen an Schulleiter Matthias Wabner

Herr Wabner, wie kommt der Schüler Max Mustermann zur Berufsmesse 2021 der Wilhelm-Leibl-Realschule – wo und wie loggt er sich ein?

Matthias Wabner: Die Schüler besuchen unsere Schulhomepage. Dort findet sich neben aktuellen Informationen ein weiterführender Link zu unserer Berufsmesse.

Schulleiter Matthias Wabner

Er interessiert sich für einen Beruf in der Elektronikbranche. Was sind seine ersten Schritte bei der Messe, um an die Informationen zu gelangen?

Wabner: Er wählt die Rubrik „Ausbildungen“ und findet dann eine Reihe von Branchen. Das System ist sehr einfach und intuitiv gehalten. Es gibt im Menü auch einen Extra-Punkt mit Anleitungen, wenn man das benötigt.

Gibt es virtuelle Warteschlagen oder hat er die Möglichkeit, einen Termin für ein Gespräch zu vereinbaren? Oder ist es so wie im Online-Unterricht, dass mehrere Schüler gleichzeitig zugeschaltet sind und sich etwa mit Handzeichen zu Wort melden, wenn sie eine Frage haben?

Wabner: Am Abend der Berufsmesse begibt sich der Schüler alleine oder mit seinen Eltern an den Messestand seiner Wahl. Er klickt auf das Video-Chat-Symbol. Dieses wird im Rahmen der Berufsmesse zeitlich begrenzt zwischen 18 und 20 Uhr frei geschaltet. Er erreicht dadurch direkt einen Ansprechpartner des Ausbildungsbetriebs. Im Grunde stellt das die gleiche Situation wie im Rahmen des analogen Berufsinformationsabends nach. Wenn man Fragen hat, stellt man sie einfach. Falls man diese 1:1-Situation im Video-Chat nicht möchte, kann man natürlich auch nur kurz „Grüß Gott“ sagen, einen persönlichen Termin am Telefon oder im Betrieb ausmachen und dann in etwas persönlicherem Rahmen sprechen. Die jeweiligen Kontaktdaten finden sich ohnehin an jedem Messestand.

Gibt es vielleicht sogar einen Vorteil in einer Online-Messe im Vergleich zu einer Präsenzveranstaltung? Gibt es Zusatzfunktionen, die den Zugang zu Informationen erleichtern?

Wabner: Ja, der unschlagbare Vorteil ist natürlich, dass jeder virtuelle Messestand, alle dort hinterlegten Kontaktdaten und auch alle Infos zum Betrieb oder zur weiterführenden Schule in Form von Flyern, Videos et cetera ganzjährig und rund um die Uhr aufrufbar sein werden. Mit Ausnahme der Live-Video-Kontakte findet unsere Berufsmesse also auf diese Weise ganzjährig statt. Pandemiebedingt beurlauben wir in diesem Schuljahr keine Schüler mehr zum Zwecke eines Praktikums während der Schulzeit. Wir brauchen jeden Tag, an dem sie noch in der Schule sein werden. Weiterhin besteht aber natürlich die Möglichkeit, dass Praktika in den zahlreichen Ferienwochen absolviert werden können. Damit die Kontaktaufnahme möglichst einfach erfolgen kann, bietet unser Portal auch dahingehend eine zusätzliche Funktion: Unsere Schüler können sich über das Portal alle jene Betriebe anzeigen lassen, die ein freiwilliges Betriebspraktikum anbieten.

Wie haben die Firmen und Betriebe auf das Angebot der Online-Messe reagiert? Sind einige vielleicht von sich aus auf Sie zugekommen?

Wabner:Die Resonanz auf unsere ersten Anfragen per E-Mail waren sehr positiv. Schon nach wenigen Tagen haben die ersten Betriebe begonnen, ihren Messestand einzurichten. In den letzten Tagen sind etliche, weitere Betriebe dazu gekommen. Wir werden ganz sicher eine große Auswahl unterschiedlicher Betriebe haben, die sich erstmalig am Berufsinformationsabend am 25. März vorstellen und auch darüber hinaus in unserem Portal präsent sein werden.

Können Sie ein paar praktische Beispiele geben, wie Sie das Portal an der Schule auch in Zukunft nutzen werden?

Wabner:Wir werden das Portal ganz sicher permanent als wichtige Plattform nutzen, über die unsere Schüler direkten Kontakt zu den Betrieben herstellen und sich informieren können. Unser Berufsinformationsportal wird damit integraler Bestandteil unserer Berufsorientierungsaufgaben. Interview Eva Lagler

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