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Realschule Bad Aibling: „Schule als Bildungskathedrale“

Schlange stehen für die Zeugnisübergabe.

Für 152 Absolventen hieß es gestern in der Wilhelm Leibl-Realschule, Lebewohl zu sagen. Sie wurden mit der Übergabe der Abschluss-Zeugnisse für den mittleren Schulabschluss verabschiedet. Realschul-Direktorin Ursula Endler-Hoehne hieß neben den Schülern, ihren Angehörigen und dem Lehrerkollegium zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche sowie die frühere Schulleiterin Gisela Hennen willkommen.

Bad Aibling – „In vielerlei Hinsicht ist unsere Schule in diesem Schuljahr eine Baustelle“, stellte die Schulleiterin eingangs fest. Sie erwähnte das Gleichnis vom Steinbrucharbeiter, der während seiner Arbeit sang und sagte: „Ich baue an einer Kathedrale.“ Auch die Schule sei eine Kathedrale, denn manches sei den Schülern vielleicht vorgekommen wie mühsames, sinnloses Steine klopfen. Dazu komme das pubertäre Wechselbad zwischen motivationsloser Trägheit und aufgekratztem Chaos.

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„Aber dann gab es vielleicht auch jene Momente, in denen ihr eine Ahnung davon bekommen habt: Ihr baut hier an der Kathedrale eures Lebens! Ihr erwerbt hier Wissen und Können, im intellektuellen Bereich und im sozialen Miteinander“, konstatierte sie und ergänzte: „Das ist die Bildungs-Kathedrale, an der wir alle miteinander bauen“. Als „letzte Baustelle“ bezeichnete die Rektorin ihren bevorstehenden Ruhestand. „Ich blicke dankbar auf die elf Jahre als Schulleiterin zurück und freue mich, dass ich meinen Beitrag zur Bildungs-Kathedrale Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling leisten durfte“, erklärte sie und wünschte den Absolventen viele „Kathedralen-Momente“.

Getrocknete Schweißperlen

Der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer sprach von „inzwischen getrockneten Schweißperlen nach den Prüfungen“: Manche würden sie mit viel Schokolade überstehen und andere wie Zombies durch die Gegend laufen. „Das haben Sie mit rund 40 000 Schülern gemeinsam, die heuer in Bayern zur Abschlussprüfung an den Realschulen angetreten sind“, hob er hervor. Doch hätten die Absolventen mit dem Abschluss etwas wirklich Wertvolles in der Hand. „Er genießt in Wirtschaft und Gesellschaft ein hohes Ansehen“, sagte er. An die erste Mondlandung vor 50 Jahren erinnerte die Elternbeirats-Vorsitzende Christina Schierloh. „Ihr seid zwar nicht die ersten Menschen gewesen, die einen Fuß in die Schule gesetzt haben, aber dafür habt Ihr einen erfolgreichen Fußabdruck hinterlassen“, betonte sie. „Egal, wo die Reise euch hinführt: Glaubt an Euch und geht Euren Weg“, appellierte sie an die Schulabgänger.

Keine Angst vor der neuen Lebenstufe

Das Hermann-Hesse-Gedicht „Stufen“ stellte die Fördervereinsvorsitzende Marianne König in den Mittelpunkt ihrer Rede und zitierte: „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne“. Nun rufe nach der Schule das wirkliche Leben, aber niemand müsse Angst vor der neuen Lebensstufe haben. Das rein weibliche Schülersprecher-Terzett Ida Baumann, Johann Inninger und Simone Lechner verglich die Schulzeit mit einem in See stechenden Schiff, dessen Besatzung als unerfahrene Leichtmatrosen beginne und zu Vollmatrosen ausgebildet werde.

Nach der Überreichung der Zeugnisse an die sieben Abschlussklassen, die Direktorin Ursula Endler-Hoehne zusammen mit der jeweiligen Klassenleitung vornahm, wurden die 34 Einser-Absolventen separat geehrt, darunter die zwölf „Besten der Besten“ mit einem Notendurchschnitt von 1,50 und besser (Notendurchschnitt in Klammern). Es waren dies: Lisa Niedermaier (1,08), Bernadette Widhammer (1,09), Franz Höbel (1,25), Alexander Umscheid (1,33), Magdalena Dörner, Veronika Holzmeier (beide 1,38), Katharina Gartmeier (1,42), Jakob Schmidt (1,45), Andrea Haberl (1,46), Marlene Fuhrig, Johanna Inninger und Albatrit Ismajili (jeweils 1,50). Ebenfalls würdigte die Schulleitung die Hausaufgaben- und Gottesdiensthelfer, Bücher- und Sanitätsdienst, Tutoren, Streitschlichter und das Fair-Trade-Team.

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Große Anerkennung verdienten sich außerdem die musikalischen Akteure, die den herausragenden kulturellen Ruf der Schule erneut unter Beweis stellten. Cellist Felix Xie spielte die „Eccles“-Sonate (Pianobegleitung: Maria Krebs). Zusammen mit Solveig Rott und Annalena Christl sang Mia Neuhold „Your song“ und solo „This Time“ (begleitet von Peter Rutz). Sie beschloss das frenetisch beklatschte Musikprogramm, begleitet von Tobias Aberle, Marinus Knabl und Peter Rutz, mit „I‘m walking on sunshine“ – Ich geh in der Sonne.

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