NEUZUGÄNGE IM PRIVATZOO

Die Deko-Queen von Bruckmühl schmückt ihren Garten mit hunderten Hasen, Rehen, Hühnern & Co

„Zoo-Managerin“ Rosmarie Muschik hat wieder eine riesige Tierparade gestaltet.
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„Zoo-Managerin“ Rosmarie Muschik hat wieder eine riesige Tierparade gestaltet.
  • vonJohann Baumann
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Wann Tierparks in diesen Pandemiezeiten wieder öffnen dürfen, ist derzeit noch völlig unklar. Eine Alternative bietet die Familie Muschik mit ihrem bunten „Privatzoo“ an. In ihrem Garten am Krankenhausweg in Bruckmühl tummeln sich hunderte Tiere – aus Keramik zwar, doch unheimlich drollig.

Bruckmühl – „Es darf geschaut werden“ steht auf dem Schild am Gartenzaun und die heitere Tierparade lockt täglich zahlreiche kleine und große Besucher an, die einen interessierten Blick auf das „tierische Personal“ werfen.

Diese Fuchsfamilie späht durch den Gartenzaun.

114 Tiere tummeln sich nur auf der Wiese

Rosmarie Muschik hat den Tiergarten wieder kreativ gestaltet und vermeldet bei unserem Besuch eine Reihe von Neuzugängen. Zu ihnen zählen unter anderem Rehe, eine Hühnerfamilie, Wüstenfüchse, Vögel sowie Hasen, die an einer Futterstelle genüsslich speisen.

Durch den Zaun späht eine Fuchs-Familie und auf der Wiese tummeln sich insgesamt 114 Tierfiguren verschiedenster Farben, Größen, Rassen und Altersgruppen. In vielstündiger Arbeit hat die „Zoo-Managerin“ die Tiere in „Themen- und Arbeitsgruppen“ positioniert und auch den Garten ideenreich – unter anderem mit sage und schreibe 247 Eiern unterschiedlicher Arten – geschmückt und dekoriert. „Mir haben schon immer naturgetreue Tierfiguren gefallen“, schwärmt Rosmarie Muschik beim „Zoo-Besuch“ unserer Zeitung.

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Erstmals 2014 hat sie dann in ihrem weitläufigen Garten Tiere aufgestellt und streift seither ganzjährig durch Gartencenter und Baumärkte in der Region auf der Suche nach „tierischem Personalzuwachs“. So fällt ihr hier mal eine Henne, da ein Füchslein und dort mal ein Rehlein in die Hände.

Die beiden Rehe zählen auch zu den Neuzugängen.

2017 wurde auf dem Grundstück die alte blickdichte Hecke entfernt und seither ist der Blick frei in den Garten. Jahr für Jahr kamen Tiere hinzu – und auch die Zahl der „Zaungäste“ stieg kontinuierlich an, darunter viele begeisterte Kinder. „Ihre staunenden und strahlenden Augen bereiten mir große Freude“, bekennt die 56-jährige Hausfrau. Viele Besucher kommen mehrmals vorbei, um auch wirklich alle Einzelheiten wahrzunehmen.

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Für die Gestaltung des „Tiergartens“ wendet sie jedes Jahr zwischen 15 und 20 Stunden auf – für das Aufstellen, Abnehmen, Säubern und Einlagern. Außerdem wird zwischendurch auch mal der Rasen gemäht, und da müssen die „Viecher“ kurz zur Seite geräumt und danach wieder platziert werden.

Ihr Zoo öffnet sechs Wochen vor Ostern

In stundenlanger Arbeit wurde der Garten dekoriert.

„Ich mache das für mich, habe viel Spaß daran, und mein Mann Hans lässt mich Gottseidank gewähren“, schildert sie. Die „tierische Anlage“ wird jedes Jahr circa sechs Wochen vor Ostern eingerichtet und bleibt auch noch einige Zeit danach stehen.

Doch Rosmarie Muschik kümmert sich nicht nur um ihren „Privatzoo“, sondern dekoriert ihren Garten während des Jahres immer wieder um. Nicht zu vergessen auch die beeindruckende Weihnachtsbeleuchtung, die ebenfalls immer viele Betrachter anzieht.

Wegen ihrer gestalterischen Kreativität wird Rosmarie Muschik übrigens die „Deko-Queen von Bruckmühl“ genannt. „Mit dieser Adelsbezeichnung kann ich gut leben“, versichert sie augenzwinkernd.

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