„Privatzoo“ in Bruckmühl – Ein Blick über den Gartenzaun an der Krankenhausstraße

Rund 80 Tierfiguren „tummeln“sich im Garten. Mittendrin wacht Hund „Tommy“. Baumann
  • vonJohann Baumann
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Wegen der Corona-Krise sind derzeit auch sämtliche Tierparks geschlossen – man kann meist nicht einmal einen Blick in sie riskieren. Nicht so am Krankenhausweg in Bruckmühl: Dort hat die Familie Muschik in ihrem Garten einen farbenfrohen, österlichen „Privatzoo“ eingerichtet.

Bruckmühl – „Es darf geschaut werden“ – mit diesem Schild werden Passanten am Bruckmühler Krankenhausweg ausdrücklich eingeladen, einen genüsslichen Blick über den Zaun in den „Tiergarten“ zu werfen.

Von der Fuchs-Familie bis zum Gockel

Ins Visier genommen werden die Besucher gleich von einer Fuchs-Familie, die aus einer Hecke heraus neugierig durch den Zaun späht. Auf der Wiese tummeln sich rund 80 Tierfiguren, vor allem Hasen unterschiedlichen Alters und in mehreren Rassen. Mehrfach vertreten sind auch besorgte Mutterhennen mit ihren Küken, jeweils beaufsichtigt von den dazugehörigen Gockeln.

„Zoo-Chefin“ Rosmarie Muschik.

Nur „Tommy“ ist aus Fleisch und Blut

Zu den Zweibeinern zählen ferner watschelnde Enten und zu den Vierbeinern unter anderem mehrere Lämmchen sowie als Neuzugang eine weiße Ziege. Mittendrin unter dem vielfältigen „Zoopersonal“ sitzt als einziges Tier „aus Fleisch und Blut“ oftmals Hund Tommy, ein elf Jahre alter Australian Shepherd, quasi als Wachhund.

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Eingerichtet hat den „privaten Gartenzoo“ Rosmarie Muschik erstmals im Jahr 2014. „Meine Idee war, den Garten mit Tierfiguren naturnah zu gestalten“, berichtet sie beim „Zoobesuch“ unserer Zeitung. Jedes Jahr kamen dann weitere Figuren dazu, die aus drei verschiedenen Gartencentern in der Region stammen.

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„Jedes Frühjahr drehe ich in diesen Fachgeschäften meine Runden und wenn ich besondere Figuren entdecke, kann ich meistens nicht Nein sagen“, bekennt sie. Aufgestellt werden die Tierfiguren jedes Jahr circa sechs Wochen vor Ostern und danach bleiben sie dann noch weitere zwei Wochen stehen.

Sie pflegt, gestaltet und dekoriert

„Die Leute sollen beim Anschauen so viel Freude haben wie wir. Auch Kinder schauen gern vorbei“, erzählt die „Zoo-Chefin“, die auch den übrigen Garten mit viel Kreativität pflegt, gestaltet und dekoriert.

Zum „Zoo-Personal“zählen auch Mutterhennen mit Küken sowie die Gockel.

Einmal im Jahr darf geschaut werden

Nach ihrem achtwöchigen Aufenthalt im Freien werden die Figuren dann jedes Jahr säuberlich gewaschen und in der Gartenhütte eingelagert, bis es im kommenden Jahr dann wieder heißt: „Aufg‘stellt is“ und am Gartenzaun das Schild einlädt: „Es darf geschaut werden“.

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