Praktischer Helfer am Schlüsselbund: NoCorona-Haken aus Bad Aibling öffnet Türen hygienisch

Passt an jeden Schlüsselbund und in jede Hosentasche: Der NoCorona-Haken aus Bad Aibling. Mit ihm lassen sich Türen öffnen, ohne dass man sie mit der Hand berühren muss. Geeignet ist er auch für das Bedienen von Lichtschaltern, Türklingeln oder mechanischen Tastenfeldern. Impetus Plastics Group

Nur wenige Zentimeter misst er, der NoCorona-Haken. Platz hat er in jeder Hosentasche. Mit dem kleinen Helfer lassen sich zum Beispiel Türen öffnen, ohne dass man sie mit der Hand berühren muss. So wird das Übertragungsrisiko von Viren und Bakterien zu minimiert.

Bad Aibling – Dafür, dass dieser „Türöffner der anderen Art“ für möglichst viele Menschen zur Verfügung steht, sorgt ein Unternehmen mit Sitz in Bad Aibling, die Impetus Plastics Group. Der Dienstleister ist eine auf Produktentwicklung spezialisierte Ingenieurgesellschaft mit vertieftem Know-how im Kunststoffbereich. Zu den Kunden zählen namhafte Konzerne aus der Autobranche, der Medizintechnik, dem Weißwaren- aber auch dem Heizungs-, Sanitär- und Klimabereich, darunter, darunter BSH, Brainlab und Zeiss.

Geschäftsführer Professor Dr. Thomas Brinkmann hat eine Professur an der Technischen Hochschule Rosenheim, er lehrt dort Produktentwicklung in Kunststofftechnik. Die Idee eines Hakens zum Türe öffnen kannten er und seine Kollegen bereits. „Das ist ein typisches 3D-Druckteil.“ Doch ein Impetus-Mitarbeiter brachte den Gedanken auf, die Haken mit Spritzgusstechnik herzustellen. Statt pro Tag circa zehn Stück mit dem 3D-Drucker zu produzieren, lassen sich damit bis zu 1000 Exemplare täglich herstellen. Die Mitarbeiter stellten den neuen NoCorona-Türhaken für den Schlüsselbund zusätzlich zum normalen Betrieb her – sie ließen ein Werkzeug dafür bauen und starteten umgehend mit der Fertigung.

Die schnelle Umsetzung wäre hierbei nicht ohne die spontane Hilfe des befreundeten Werkzeugbaus ¨FFB Förster Formenbau – mit Geschäftsführer Andreas Kunert möglich gewesen.

Auch für Aufzüge und Schalter geeignet

Der NoCorona-Haken kann mehr als Türen öffnen und schließen. Mit ihm lassen sich auch Aufzüge bedienen oder U- und S-Bahntüren betätigen. Durch die flache Nase an der Spitze lassen sich Lichtschalter, Türklingeln und mechanische Tastenfelder, wie etwa von PIN-Eingabegeräten und Geldautomaten, sicher bedienen. Auch im Büro können kann man ohne direkte Berührung beispielsweise den Kaffeeautomaten benutzen. „Er verbessert die Sicherheit im Alltag“, so Professort Brinkmann, der den Haken auch selbst immer am Schlüsselbund bei sich hat. Wichtig sei dem Unternehmen, das Produkt in Zeiten, in denen niemand gerne Türen anfasst, einer breiteren Masse zur Verfügung zu stellen. Die Resonanz darauf ist bereits ziemlich groß, sagt Professor Dr. Brinkmann.

Mit dem NoCorona-Haken gehe es dem Unternehmen nicht ums große Geschäft, betont Geschäftsführerin Dr. Sigrid Brinkmann. Zum einen wolle man einen Beitrag liefern, um den Restart nach der Krise zu gestalten. Zum anderen wolle man vor allem die DLRG Bad Aibling unterstützen, einen Verein, dem im Moment sämtliche Einnahmen aus Schulungen, Schwimmkursen et cetera komplett entgehen. 20 Cent von jedem verkauften Exemplar werden an die DLRG gespendet.

Produziert wird in Bad Aibling

Auf der Internetseite https://take-it-original.de/nocorona-tuerhaken/ wird das Produkt in seinen Einzelheiten vorgestellt. Die Haken können sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen erworben werden. Auf Wunsch gibt es sie auch mit Logo. Produziert werden sie im firmeneigenen Technikum, das Impetus Plastics im April vergangenen Jahres in Bad Aibling in Betrieb genommen hat.

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