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Wegen Jimmies und Raum&Zeit

Plötzlich Leben: Bad Aibling hat eine neue Kulturbühne

Hand in Hand liefen die Aufbauarbeiten.
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Hand in Hand liefen die Aufbauarbeiten.
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Dort, wo auf einem verlassenen Grundstück bis vor Kurzem noch das Unkraut vor sich hin wucherte, kehrt mit einem Schlag das Leben ein. Die Jugendinitiative Mangfalltal (JiM) und der Verein „Raum und Zeit“ haben Bad Aiblings neue Kulturbühne errichtet. Am Samstag, 2. Juli, wird sie eingeweiht.

Bad Aibling – Viele Passanten, die zuletzt vom Ludwigskreisel Richtung Stadtmitte oder umgekehrt unterwegs waren, rieben sich die Augen. Fragten sich, was plötzlich auf dem schon lange brachliegenden kleinen Grundstück zwischen Buchhandlung und alter Wäscherei geschieht. „Dem kleinen Areal wird Leben eingehaucht, Bad Aibling wird um einen Kulturort reicher“, verrät Marinus Halbig. Er ist Mitglied im Vorstand der Jugendinitiative Mangfalltal (JiM) und bildete zusammen mit Lex Mittermiller von dem soziokulturellen Verein „Zeit und Raum“ den Planungs-Arbeitskreis für die Bühne, die von den Mitgliedern in liebevoller, ehrenamtlicher Arbeit geplant und gebaut wurde – als Projekt im Rahmen des ZAMMA-Kulturfestivals des Bezirks Oberbayern.

Marinus Halbig, JiM-Vorstandsmitglied.

Herr Halbig, wie kam es zu der Idee, auf dem vor sich hin brütenden Grundstück eine Kulturbühne zu errichten?

Marinus Halbig: Die Idee der Kulturbühne entstand aus mehreren Teilen. „Raum & Zeit“ und die „JiM“ Bad Aibling hatten sich für das ZAMMA-Festival eingetragen. Es war unser großer Wunsch zwei Jahre kulturelle Sparflamme wieder aufzuholen und die Aiblinger in die Innenstadt zurück zu locken. Eine multifunktionale Open-Air-Bühne schien uns dafür am besten. Unabhängig davon waren wir sowieso auf der Suche nach einer Bürgerfest-Konzertlocation. Der früher dafür genutzte Parkplatz fiel letztes Jahr den Kellerbergterrassen zum Opfer. Also schlugen wir unser Plan der Stadt vor.

Warum genau dieser Standort?

Marinus Halbig: Die verwaiste Kellereinfahrt zwischen Librano und Wäscherei stand für uns als geeigneter Ort früh fest, da aus unserer Sicht sehr viel Potenzial drinsteckt. Mit den Bäumen ist sie ziemlich grün und liegt trotzdem zentral in der Stadt. Jeder in Bad Aibling kennt diesen Fleck, nicht zuletzt wegen der Buchhandlung. Mit dem darüber gelegenen Jugendtreff „Bergwerk“ ist die Location auch für die Organisation der Veranstaltungen ideal!

Wer stellt Ihnen die Fläche denn zur Verfügung?

Marinus Halbig: Der Grundbesitzer ist mit der JiM vom „Bergwerk“ bereits vertraut: Das ganze Gelände – Wäscherei, Kulturbühne und Bergwerk – gehört nämlich der Auer Bau GmBH. Sie stellt die Fläche solange zur Verfügung, bis ein Bebauungsplan für die gesamte Flur rechts vom Librano feststeht, ähnlich wie bei den Kellerbergterrassen. Bis es soweit ist, wird die Bühne weiterhin in den Sommermonaten bespielt werden.

Welche Aktivitäten sind über die Auftritte beim „ZAMMA“-Festival hinaus dort in Zukunft angedacht?

Marinus Halbig: Zwar ist die Kulturbühne von „Raum & Zeit“ und der JiM initiiert worden, aber wir stellen das Grundstück allen Vereinen der Stadt frei zur Verfügung. Also wird, so hoffen wir, unterschiedlichstes Programm auf der neuen Kulturbühne zu sehen sein. Lesungen, Diskussionsrunden, Poetry Slam, vielleicht Theater und auch wieder Konzerte stehen aktuell auf der Wunschliste für die möglichen künftigen Nutzungen dieses Ortes . Konkrete Pläne gibt es dafür allerdings im Moment noch nicht.

Werden die Vereine „Raum&Zeit“ und JiM weitere Projekte gemeinsam verfolgen?

Marinus Halbig: Dass es wieder etwas geben wird, ist sehr wahrscheinlich. Aber jetzt müssen wir erst einmal in Bühnenequipment investieren.

Neue Bühne vor alten Mauern: Auf dem Grundstück an der Rosenheimer Straße kehrt das Leben wieder ein.

Das ist die Premiere auf der neuen Bühne

In der am Samstag, 2. Juli, beginnenden ZAMMA-Festival-Woche finden auf der neu entstandenen Kulturbühne an der Rosenheimer Straße in Bad Aibling unter anderem drei Konzerte sowie eine integrative Kulturveranstaltung statt.

Den Auftakt bildet das Konzert mit Popmusik von „Mola“ und „Telquist“ am morgigen Samstag, 2. Juli, ab 19 Uhr.

Am kommenden Mittwoch, 6. Juli, ist der bekannte Singer/Songwriter Felix Kramer aus Wien zu Gast in der Kurstadt. Als Vorgruppe tritt die Bad Aiblinger Band „Vero Reiser & The Pretty Damn Amazing“ auf.

Zum großen Finale am Bürgerfest-Samstag, 9. Juli, spielen „Leonie singt“ aus München und die Band „Dr. Unwuchts Tanzpalast“, die ihr neues Album „Im Zentrum der Wirklichkeit“ präsentiert.

Alle genannten Veranstaltungen finden nach Angaben der Organisatoren unter freiem Himmel als Open Air bei jedem Wetter statt. Der Eintritt ist frei.

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