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Ferienprogramm

Pionierarbeit einer jungen Lehrerin sorgt in Bad Aibling für glückliche Kinder und Eltern

Sehr beliebt sind die Familienfeste mit vielfältigen Aktionen am Tag der Ferienpass-Ausgabe – hier 2016. Heuer kann es coronabedingt nicht stattfinden.
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Sehr beliebt sind die Familienfeste mit vielfältigen Aktionen am Tag der Ferienpass-Ausgabe – hier 2016. Heuer kann es coronabedingt nicht stattfinden.
  • VonJohann Baumann
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Zum 35. Mal findet heuer das Ferienprogramm in Bad Aibling statt. Wie alles anfing, erzählt Anna Maria Höfler. Sie hat als junge Lehrerin diese Mammutaufgabe angepackt. Inzwischen gibt es ein Angebot mit über 100 Programmpunkten.

Bad Aibling – Eine bunte Vielfalt hat auch heuer wieder das Aiblinger Ferienprogramm zu bieten. Die breite Palette der 117 Programmpunkte umfasst unter anderem heuer zahlreiche sportliche Aktivitäten, wie Mountainbike und Tricking, musisch-kreative Tätigkeiten wie Zaubern und Dot Painting, tierische Begegnungen mit Hasen und Hirschen, Besuch auf dem Bauernhof oder Wanderung zur Aiblinger Hütte. Heuer ist es etwas ganz Besonderes, denn das Ferienprogramm findet heuer zum 35. Mal statt.

Eine junge Lehrerin leistet Pionierarbeit

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1987, als der Stadtrat und der damalige Bürgermeister Dr. Werner Keitz den Anstoß dazu gaben. Den Auftrag zur Umsetzung erhielt Anna Maria Höfler, eine junge Lehrerin, die sich damals in der Babypause befand. Zur Bedingung machte sie, dass sie als junge Mutter die Tätigkeit zuhause ausführen konnte – sie war somit quasi eine Vorreiterin des „Homeoffice“.

Anna Maria Höfler hat alle 26 Programmhefte von 1987 bis 2012 aufgehoben.

„Ich musste Pionierarbeit leisten, denn zu dieser Zeit gab es in der Region nichts Vergleichbares“, erinnert sich die „Programmmanagerin der ersten Stunde“.

Donuts und Popcorn

Mit viel Idealismus startete sie in die Mammutaufgabe, sammelte Ideen und nutzte ihre Kontakte zu zahlreichen örtlichen Vereinen. Zu den ersten Veranstaltern zählten unter anderem das BRK, der TuS, der Skiclub, die DLRG, der Schachclub und das Theater Aibling. „Außerdem machte das US-Camp mit. Die Kinder waren begeistert über die dortige Verpflegung mit Burgern, Donuts und Popcorn“, so Höfler.

Immerhin wurden im Anfangsjahr bereits 52 Veranstaltungen angeboten, deren Zahl sich im Laufe der Jahre erheblich steigerte.

Programm mit Schreibmaschine getippt

Der Text für die Programmhefte wurde auf der Schreibmaschine getippt und die Seiten per Hand illustriert. Die Anmeldungen erfolgten in den ersten vier Jahren ausschließlich telefonisch bei Höfler, manche Leute haben bei ihr sogar an ihrer Haustüre geläutet.

Später wurden feste Anmeldetage im Rathaus eingerichtet. „An diesen Tagen warteten dort die ersten Interessenten bereits ab 3 Uhr 30 morgens auf Isomatten und Campingstühlen und eine lange Warteschlange bildete sich“, berichtet sie. Zwischen 1987 und 2012 hat Anna Maria Höfler 26 Ferienprogramme organisiert.

Seit 2013 liegt die Organisation in den Händen des Fokus-Familiennetzwerks mit der Projektleitung durch Sandra Schönberger. Es wurde ein organisatorischer Neuaufbau durchgeführt, das Anmeldesystem neugestaltet mit dem Losverfahren nach Anmeldschluss. „Bis dahin galt die Devise „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ schildert Schönberger und führt weiter aus: „2017 haben wir dann auf Online-Anmeldung umgestellt“. Seit 2014 findet für die Kinder ein Malwettbewerb zur Gestaltung der Umschlagseiten des Programmheftes statt, bei dem meist über 30 Vorschläge eingereicht werden.

Fokus-Geschäftsführerin Sandra Schönberger leitet das Ferienprogramm-Team.

Das Team um Sandra Schönberger, ihren Ehemann Christian und der neuen Fokus-Vorsitzenden Dr. Konstanze Baier-Heimstädt pflege eine gute Zusammenarbeit mit den Kursanbietern, die zusammen mit weiteren Helfern die Durchführung des Ferienprogramms erst ermöglichten.

Miteinander - füreinander

„Unser Motto „miteinander und füreinander“ hat sich speziell in der Corona-Zeit bewährt“ unterstreicht Sandra Schönberger. Sie weist auch auf den Mehraufwand hin, der 2018 durch die Einführung der neuen Datenschutzverordnung und der Einverständnis- und Selbstverpflichtungserklärungen entstand. Einen absoluten Teilnehmerrekord gab es 2019 mit 530 Teilnehmern bei 107 durchgeführten Terminen. Leider ist 2021 wegen Corona das beliebte Familienfest am Tag der Ferienpass-Ausgabe nicht möglich. Stattdessen werden die Pässe per Post versandt, zusammen mit kleinen Präsenten für die Kinder. „Für das Jubiläumsprogramm wünsche ich mir, dass es am Ende wieder heißt: ,Glückliche Kinder, dankbare Eltern‘ betont Sandra Schönberger.

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