Pfingstvolksfest ja oder nein? Warten auf Definition von Söder

Bad Aibling/Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham. – Die Nachricht traf gestern am Abend ein: Wegen der Corona-Pandemie werden Großveranstaltungen bis zum 31. August grundsätzlich untersagt  – dazu zählen laut Ministerpräsident Markus Söder auch Bierfeste.

Eine konkrete Größenordnung nannte er auf der Pressekonferenz allerdings nicht.

Auf diese will Christian Fahrenschon, Veranstalter des Aiblinger Pfingstvolksfests, auf alle Fälle noch warten. „Ich habe noch keine offizielle Verlautbarung. Aber wenn das wirklich so kommen sollte, sind wir bis August pleite, dann gibt’s uns nicht mehr.“ Er wollte seine Feste als reine Freiluftveranstaltungen unter Einhaltung zahlreicher Auflagen durchführen (wir berichteten). „Für mich wäre ein Verbot eine Diskriminierung und Willkür, wenn andere Freiluftveranstaltungen ja stattfinden dürfen.“

Seit 67 Jahren wird das Volksfest in Bruckmühl vom SV Bruckmühl ausgerichtet. Heuer sollte es vom 10. bis 19. Juli stattfinden. „Es ist eine der größten Veranstaltungen mit bis zu 30 000 Besuchern“, so Vorsitzender Klaus Christoph. Schon seit November arbeiten ehrenamtliche Mitglieder an den Vorbereitungen. „Eine Absage wäre ein riesiger finanzieller Verlust für uns, doch die Gesundheit der Menschen geht vor“, so Christoph.

„Wir würden es auch sehr bedauern, haben aber damit gerechnet“, sagt Anton Kammerloher, der seit 22 Jahren das Volksfest des TV Feldkirchen organisiert. Das Fest, das heuer vom 6. bis 16. August stattfinden sollte, besteht seit 1973, bis zu 10 000 Besucher nehmen teil. Es wurde noch nie abgesagt.

Das komplette Programm steht bereits. Auch sollte dabei die Jubiläumsfeier mit der Partnergemeinde Jallais stattfinden. el/ka/iw

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