Pater Richard Basta jetzt in Tuntenhausen – Pfarrer Bibinger geht nach Wasserburg

Eine Heiligenfigur zum Abschied überreichte Anna Ehberger (links) an Pfarrer Bruno Bibinger.
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Eine Heiligenfigur zum Abschied überreichte Anna Ehberger (links) an Pfarrer Bruno Bibinger.

Nach vielen kleinen Abschieden stand nun das wirklich letzte „Pfiat di God“ für den beliebten Pfarrer Bruno Bibinger an. Er ist nach Wasserburg weitergezogen, wo er nun als Stadtpfarrer tätig ist. Am 1. September übernahm Pater Richard Basta den Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau.

Von Werner Stache und Kathrin Gerlach

Tuntenhausen – Es war ein eindrucksvoller Abschied, den die Gläubigen Pfarrer Bruno Bibinger bereiteten – eingebettet in einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Beyharting. So viele Menschen wollten sich verabschieden, dass viele Gläubige im Kreuzgang des Klosters den Gottesdienst verfolgten.

Hubert Dobl hatte ein anspruchsvolles Kirchenmusikprogramm zusammengestellt: Das Solistenquartett der Beyhartinger Kirchenmusik mit Birgit Kuchlmeier (Sopran), Tatjana Hefele-Schlarb (Alt), Walter Schunko (Tenor) und Hubert Dobl (Bass) – von Stephan Huber an der Orgel begleitet – gestaltete die Missa brevis in D-Dur und die Kirchensonate in B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.

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„An einem Ort, an dem vor mehr als 900 Jahren das geistliche Leben in der Region begann, seinen letzten Gottesdienst im Pfarrverband halten zu dürfen, ist einfach nur schön“, verabschiedete sich der Geistliche.

Erinnerungen im Gepäck

Beim Packen der Umzugskartons seien die vergangenen drei Jahre noch einmal an ihm vorbeigezogen: Die vielen Menschen, denen er begegnet sei. Die vielen Familien, die er besucht habe. Die vielen schönen Feste, die er im Kreise der Gemeinde feiern durfte.

Nach Wasserburg nahm Bibinger die große Herzlichkeit mit, die er erfahren durfte. Für die Unterstützung in den vergangenen drei Jahren dankte der Pfarrer insbesondere Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Messner, Ministranten und Kirchenchor.

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Dyonis Schweiger, stellvertretender Pfarrgemeinderatsvorsitzender, betonte, dass „Veränderungen immer wieder auch neue Chancen bieten“. Anna Ehberger, Pfarrverbandsvorsitzende, wünschte Bibinger Gottes Segen auf seinem weiteren Lebensweg und überreichte ihm eine von Martin Landinger geschnitzte Holzstatue des Heiligen Korbinian.

„Korbinian trug sein Gepäck bis nach Rom“, erinnerte Bibinger an die Geschichte des Heiligen und zog den Vergleich: „Ich trage meines nur bis nach Wasserburg.“ Mit einem langen Applaus zog der Pfarrer weiter und sagte: „Es ist die Zeit gekommen, mich ziehen zu lassen.“

In Tuntenhausen angekommen

Seinen ersten Arbeitstag im Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau hatte gestern Pater Richard Basta. Er war in den vergangenen beiden Jahren im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus tätig, wo er genauso emotional verabschiedet wurde wie sein Vorgänger in Tuntenhausen.

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Aus Feldkirchen verabschiedete er sich „mit einem freudigen und einem weinenden Herzen“, wie er sagt, denn die Menschen dort seien ihm besonders ans Herz gewachsen, da die Zeit in Feldkirchen für ihn eine ganz besondere gewesen sei.

Nach dem Urlaub in seiner Heimat – den polnischen Karpaten – zog er am Montag ins Pfarrhaus Tuntenhausen ein. Noch ist er mitten im Umzug und handwerklich so begabt, dass er seine Wohnung allein einrichtet. Kochen kann der Pater übrigens auch – gemeinsam mit seinem Thermomix.

Basta: „Ich spüre, dass es gut wird“

Richard Basta freut sich auf seine neue Wirkungsstätte – die Wallfahrtskirche von Tuntenhausen, die er aus seinem Fenster sehen kann. Die ersten Arbeitstage nutzt er, um seine neuen Kollegen kennenzulernen. „Ich spüre, dass es gut werden wird“, sagt er.

Pater Basta lebte bis 2018 im Orden der unbeschuhten Karmeliten im Kloster Reisach, ehe er als Seelsorger nach Feldkirchen-Westerham kam. Aus dem Orden ist er ausgetreten. Im März wurde er als Pfarrer in die Diözese München Freising aufgenommen. Am Wochenende zelebriert Basta in seinem neuen Pfarrverband die ersten Heiligen Messen: am Samstag in Lampferding, am Sonntag in Hohenthann und Ostermünchen.

Pater Richard Basta – hier noch in Feldkirchen-Westerham – ist in Tuntenhausen angekommen.

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