Feuerwehreinsatz nach Klagen über Atembeschwerden

Tuntenhausen-Schönau: keine Hinweise auf Gefahrgut-Austritt bei Paketdienst-Verteilzentrum

Mit Chemiekalienschutzanzügen und Atemschutz kontrollierten die Feuerwehren Bad Aibling, Heufeld, Schönau und Ostermünchen das Paketlager in Schönau. Es fanden sich keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe.
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Mit Chemiekalienschutzanzügen und Atemschutz kontrollierten die Feuerwehren Bad Aibling, Heufeld, Schönau und Ostermünchen das Paketlager in Schönau. Es fanden sich keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe.
  • Kathrin Gerlach
    vonKathrin Gerlach
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Zu einem vermuteten Gefahrguteinsatz wurden gestern Mittag die Gefahrgutzüge der Feuerwehr Bad Aibling und Heufeld zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren nach Schönau gerufen.

Tuntenhausen – Die Vermutung war, dass im Verteilerzentrum eines Paket-Zustelldienstes in der Ziegelfeldstraße kleine Mengen Gefahrgut ausgetreten sein könnten. Schon seit dem Morgen hatten drei Mitarbeiter über Übelkeit und Atembeschwerden geklagt.

Ausgestattet mit Chemiekalienschutzanzügen und Atemschutz sondierte ein Angriffstrupp der Feuerwehren die Lage. In der Umgebung wurden Messungen durchgeführt. „Dabei konnten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe nachgewiesen werden“, informiert Erster Polizeihauptkommissar Bernd Heller, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling.

Zwei Pakete mit dem Aufkleber „Gefahrgut“ seien gefunden worden. Sie waren unbeschädigt. Die Feuerwehr lagerte diese vorsorglich in Bergefässer um und öffnete sie. „Eines der Pakete enthielt Methanol, doch die Fracht war unversehrt“, so Heller. Die Feuerwehren fanden nichts, was die gesundheitlichen Beschwerden der Mitarbeiter erklären könnte.

Dennoch geht die Suche nach einer möglichen Ursache weiter. „Wir ermitteln in alle Richtungen, werden die Schutzmasken der Mitarbeiter kriminaltechnisch untersuchen lassen, um aus eventuellen Partikeln in den Filtern Rückschlüsse auf die Gründe für ihre Atembeschwerden ziehen zu können“, erklärt Heller.

Die Mitarbeiter des Paketdienstes wurden zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Letztlich könnte auch die Anamnese der Ärzte Hinweise auf ihre Beschwerden geben.

Die Feuerwehren Schönau und Ostermünchen sperrten die Umgebung großräumig ab und stellten vorsorglich den Brandschutz sicher. Die Lagerhalle, die sich im Gewerbegebiet am Ortsausgang von Schönau und damit in unmittelbarer Nachbarschaft der Feuerwehr befindet, wurde ausgiebig belüftet.

Auch Bürgermeister Georg Weigl machte sich ein Bild von der Lage vor Ort, die rückblickend zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Schönauer Bevölkerung darstellte. Nach gut einer Stunde war der Einsatz beendet. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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