WALZER UND FOXTROTT HABEN DERZEIT PAUSE

Paare der Tanzsparte des Sportvereins DJK Götting halten sich zu Hause fit

Die Tanzgruppe bei einem Tagesausflug (jeweils von links) hinten: Margret Kahnt-Barnes, Ruth Jobst, Heide Frey, Edith Seidak-Weindl, und vorne: Hans Frey, James Barnes, Matthias Olk, Frank Seidak
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Die Tanzgruppe bei einem Tagesausflug (jeweils von links) hinten: Margret Kahnt-Barnes, Ruth Jobst, Heide Frey, Edith Seidak-Weindl, und vorne: Hans Frey, James Barnes, Matthias Olk, Frank Seidak

Den einen ist es ein ernst zu nehmender Sport, den anderen eine Übung für Geist und Körper, und bei wieder anderen steht der gesellige Aspekt im Vordergrund: Tanzen.

Bruckmühl – Den Tanz gibt es bereits seit 2000 vor Christi Geburt, wobei es sich in der Antike immer um rituelle Darstellungen handelte, die die Verehrung von Gottheiten oder die Abläufe des Lebens von der Geburt bis zum Tod thematisierten. Erst in der Renaissance wurde das Tanzen zum Anliegen aller gesellschaftlichen Schichten. Vom Bauerntanz, der die Jahreszeiten feierte, vollzog sich eine Entwicklung zum Gesellschaftstanz gemischter Paare, ausgeführt an Fürstenhöfen sowie auf öffentlichen Plätzen.

Tanzen als Ausgleich zum Alltag

Sehr viele Menschen suchten und suchen im Tanz ihren Ausgleich zum Alltag oder auch eine Unternehmung mit Gleichgesinnten. „Obwohl es immer allen Spaß macht: Manchmal kommen wir ganz schön ins Schwitzen“, resümiert James Barnes, Leiter der Tanzsparte des Sportvereins DJK Götting.

Wenn es heißt „eins zwei Cha-Cha-Cha“ oder zum Walzer aufgerufen wird, sind alle mit Konzentration dabei. Mancher verzweifelt über sich selbst, wenn Tanzlehrer Thorsten Dürr auch nach der zweiten Korrektur noch nicht ganz zufrieden ist. Trotz Eifer herrscht immer gute Stimmung. Zum Beispiel auch als der Tanzlehrer einmal Musik „auflegte“ und dazu aufforderte, herauszufinden, um welchen Tanz es sich handele. Drei Paare trauten sich aufs Parkett, und alle drei interpretierten die Musik mit einem anderen Tanz.

Es ist eine über Jahre zusammengewachsene Gruppe von 20 Personen aus dem mittleren Altersbereich, die ihr gemeinsames Tun ein bis zweimal jährlich mit einem Tagesausflug krönt. Alle bedauern die nun seit Monaten andauernde Pause. Es geht viel an Geselligkeit verloren, aber natürlich auch an körperlicher Fitness.

Zu Hause erfindungsreich sein

Dagegen haben viele Paare für sich Abhilfe geschaffen: die Möbel etwas umgestellt, den Teppich aufgerollt, dann eine CD mit Tanzmusik eingelegt – los geht‘s. Bei einem weiteren Paar dient ein ausgebauter Kellerraum als Tanzlokal.

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James Barnes und seine Frau Margret haben sich auf gemeinsames Musizieren verlegt: Sie spielen Tanzmusik, argentinische Tangos, sie auf dem Klavier und er auf dem Saxofon. So möchten sie, wenn die Pause zu Ende ist, einen Tanzabend im Verein mit Livemusik gestalten. Diese Überraschung war den beiden vor längerer Zeit schon einmal gelungen.

Jeder hofft, dass Tanz und Musik bald wieder in der Gruppe stattfinden können.

Übrigens: Die Tanzsparte freut sich über Paare, die neu zu ihr stoßen wollen. Näheres dazu unter Telefon 08062/9455. Veranstaltungsort ist die Mehrzweckhalle Götting.

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