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Wütende Nagelstudio-Betreiberin: Martina Völkl-Klier aus Bruckmühl fühlt sich abgestraft

Martina Völkl-Klier aus Bruckmühl kennt die verzweifelte Lage der Nagelstudio-Betreiber.
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Martina Völkl-Klier aus Bruckmühl kennt die verzweifelte Lage der Nagelstudio-Betreiber.

„Ich bin wütend“, sagt Martina Völkl-Klier (52). Die Bruckmühlerin bangt um ihre Nagelstudios und hört auch von Kollegen, wie verzweifelt die Lage ist. Die Nagelstudios hätten alle Auflagen erfüllt und würden dennoch abgestraft, findet sie. „Die Ungewissheit ist das große Problem.“

Bruckmühl – Martina Völkl-Klier (52) hat ein Nagelstudio unter anderem in Bruckmühl. So schildert sie ihr Gefühl während des Pandemie-Lockldowns. „Ich bin wütend. Weil die Politik von uns schon im März ein Hygiene-Konzept gefordert hat. Und das haben wir in professionellen Nagelstudios immer umgesetzt. Infektionsschutz ist bei uns ohnehin höchstes Gebot. erwarte, dass Politiker sich mehr damit befassen oder Infomieren , wie wir überhaupt arbeiten.

Als Geschäftsstellenleiterin von Bayern vom Verband der deutschen Nageldesigner bekomme ich von vielen Kolleginnen und Kollegen mit, dass das Dach brennt.

Martina Völkl-Klier, Nagelstudiobetreiberin

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Also: Wir arbeiten eben nicht körpernah, und wir arbeiten nach professionellen Konzepten. Trennscheiben, Händewaschen vor der Behandlung, Eins-zu-eins-Behandlung und vieles mehr. Ein bisschen kann ich schon noch durchhalten. Aber danach? Kommen die Kunden überhaupt noch, wenn sie nicht wissen, ob der nächste Lockdown kommt, oder verängstigt sind wegen der Mutationen? Die Ungewissheit ist das große Problem.

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Was die versprochene Hilfe betrifft: Ich habe die Hilfen für November und Dezember bekommen, aber was Januar und Februar betrifft, hat man noch keinen Leitfaden für irgendwas. Was mich ärgert ist, dass die Leute, die wissen, wie gearbeitet wird, in der Praxis kein Gehör finden und auch nicht gefragt werden . Es ist dramatisch. Als Geschäftsstellenleiterin von Bayern vom Verband der deutschen Nageldesigner bekomme ich von vielen Kolleginnen und Kollegen mit, dass das Dach brennt. Ich komme mir schon oft vor wie eine Seelsorgerin. 

Wenn ich im März nicht aufmachen darf, wäre mein Geschäft an sechs der vergangenen zwölf Monate geschlossen gewesen. Ich habe das Glück, dass ich einen supertollen Mann hab. Der hat das bessere Los und gibt mir natürlich auch sonst viel Unterstützung.“

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