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Praxis-Unterricht in Ostermünchen

Wie kocht und schreinert man? Fachkräfte bringen Schülern allerhand Neues bei

Schmackhaftes zauberten die Jugendlichen auf den Tisch, zur Freude von (hinten stehend) Fachlehrerin Anneliese Aumiller sowie (davor, von links) Rosi Stadler und Köchin Rosa Marx.
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Schmackhaftes zauberten die Jugendlichen auf den Tisch, zur Freude von (hinten stehend) Fachlehrerin Anneliese Aumiller sowie (davor, von links) Rosi Stadler und Köchin Rosa Marx.
  • VonWerner Stache
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Die Fritz-Schäffer-Grund- und Mittelschule Ostermünchen nimmt am Projekt „Förderung von Praxis an Mittelschulen“ des Kultusministeriums teil. Ziel dabei ist es, unter Anleitung von außerschulischen Fachkräften ein Produkt herzustellen und das Berufsbild sowie Vertreter aus der Praxis kennenzulernen.

Tuntenhausen –Die Fritz-Schäffer-Grund- und Mittelschule in Ostermünchen legt Wert darauf, im Fach „Technik“ mit handwerklichem Arbeiten und im Fach „Soziales“ mit Aktionen in der Schulküche eine Verknüpfung zum späteren Arbeitsleben herzustellen. Fachlehrerin Anneliese Aumiller hatte sich mit der Schule am Projekt „Förderung von Praxis an Mittelschulen“ des Kultusministeriums beworben. Ziel des Projektes ist, unter Anleitung von außerschulischen Fachkräften mit einem berufsrelevanten Projekt ein Produkt herzustellen.

Zugleich lernen Jugendliche ein Berufsbild sowie Vertreter aus der Praxis kennen. Und so hatte Köchin und Hauswirtschafterin Rosa Marx schmackhafte Rezepte zum Nachkochen vorbereitet und erzählte aus ihrem Alltag als Betreiberin eines Cateringservice.

In der Küche brutzelt es und nebenan läuft die Dekupiersäge

Schreinerin Andrea Poschauko unterstützte mit Fachlehrerin Anneliese Mayroth sieben Buben und ein Mädchen der achten Klasse beim Bau von Nistkästen für das Schulgelände. Der richtige Umgang mit Schraubzwinge, Ständerbohrmaschine und Dekupiersäge wurde ebenso gelernt, wie die Bedeutung von Fertigungsskizzen. Einblick in die Praxis erhielten in der Vorwoche bereits den Neuntklässler. Dabei gab es unter anderem Fragen zum Verdienst, der CAD-Ausbildung und dem europaweiten Einsatz, wenn man auf Montage geht.

In der Schulküche ging es rund: Mixergeräusch, kochendes Wasser und brutzelndes Fett. Obwohl mit scharfen Messern hantiert wurde, ist nur einmal ein Pflaster nötig. „Dafür reicht der Erste-Hilfe-Kasten“, meint Aumiller. „Wenn es ganz schlimm ist, kommen die Schulsanitäter, das war aber in diesem Schuljahr noch nicht der Fall.“

Auch bei den Technikern nebenan ist die Unfallgefahr ein Thema. Die Dekupiersäge wird erst in Gebrauch genommen, nachdem alle einen Lehrfilm verfolgt haben. Die drei vollen Zeitstunden – vier Unterrichtsstunden – werden in beiden Gruppen durchgehend genutzt, eine Pause will niemand machen.

Abschließend genießen beide Gruppen ein gemeinsames Mahl in der Schulküche. Neben Wurstsalat und Fleischpflanzerl gibt es gefüllte Kartoffeln – mit Forellenkaviar. Marx hat den Kaviar bewusst ausgewählt: „Damit sie mal wissen, wie etwas schmeckt, das viele sicher noch nicht probiert haben. Zumal der Preis im Vergleich zu dem schwarzen noch relativ günstig ist.“

In der Folgewoche werden die Kurse getauscht

Alle freuen sich auf die Folgewoche, dann wird getauscht. Dank dem Projekt „Förderung von Praxis an Mittelschulen“ dürfen dann alle für einen Vormittag das Wahlfach wechseln, das sie in der achten und neunten Klasse belegt haben, und mit den beiden Expertinnen in das jeweils andere Fach hineinschnuppern.

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