SV Ostermünchen startet Trainingsbetrieb: Tennis ja, Turnen nein

Abteilungsleiter Raimund Lex hat schon die Formulare parat für die Hygienebestimmungen sowie die Vorgaben über die Personendokumentation.
+
Abteilungsleiter Raimund Lex hat schon die Formulare parat für die Hygienebestimmungen sowie die Vorgaben über die Personendokumentation.

Mit den Lockerungen in der Corona-Krise kann auch der SV Ostermünchen (SVO) langsam seine Trainingsbetrieb beginnen – allerdings unter strengen Auflagen. Dennoch sind alle heiß darauf, wieder Sport treiben zu können, denn seit Mitte März war der SVO-Sportbetrieb eingestellt.

Ostermünchen

Strikte Einhaltung der Maßnahmen

Dennoch sei man weit davon entfernt, dass beim Sportgelände in Berg von Montag bis Sonntag wieder Sportler an Sportler trainieren. Ganz selektiv gehe es los und alles unter strikter Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) und des bayrischen Staatsministeriums.

Am besten haben es wohl die Tennisspieler des Vereins: Sie haben seit Mitte Mai grünes Licht fürs Training. „Aber es dürfen nur maximal fünf Personen auf dem Platz sein“, so Abteilungsleiter Raimund Lex. „Das reicht fürs erste, man kann sogar ein Doppel spielen.“

Dennoch sei man von der früheren Einfachheit weit entfernt. Lex: „Wir müssen sogar eine Nachweisbarkeit führen.“ Darin müssen alle, die sich auf dem Tennisplatz aufhalten, dokumentiert werden. Tabu sind auch das Vereinsheim, die Umkleiden und Duschen. Seit 15. Juni läuft der Tennis-Betrieb für die Verbandsrunde –  der SVO nimmt mit drei Teams teil.

Auch die Sportschützen haben inzwischen ihren Schießstand geöffnet, erzählt Abteilungsleiter Markus Prinz. „Allerdings nur für Trainingszwecke, Wettkämpfe bleiben untersagt.“ Aber nach langen Monaten ohne Schießsport kann trainiert werden.

DerBayerische Sportschützenbund hat Regeln erlassen: So darf nur an jedem zweiten Stand trainiert werden, um den Abstand einzuhalten.

Da die Umsetzung recht aufwendig sei und man sich in der Sommerpause befindet, verzichtet Prinz bis Herbst auf ein regelmäßiges Training und hofft auf weitere Entspannungen. „Es gibt ein paar Schützen, die jetzt in der Pause gerne trainieren und das dürfen sie auch.“

Bei den Stockschützen gibt es noch keinen Trainingsbetrieb. Die Senioren haben sich allerdings mit der Gemeinde abgestimmt und mit ihrem Donnerstagsschießen begonnen.

Lesen Sie auch

Hallensportler des TuS Prien trainieren mit Hygienekonzepten jetzt auch im Freien

Vom Deutschen Eisstockverband gibt es Empfehlungen, wie ein Trainingsbetrieb gestaltet werden kann. „Die Sommersaison wurde offiziell gestrichen, somit muss auch nicht für den Wettkampf trainiert werden“, sagt Sebastian Pronberger, Sportwart und Wettkampfleiter. Wettkämpfe beziehungsweise Brotzeitturniere können laut Pronberger eventuell ab 30. Juni starten. „Ob hier der sportliche Spaß aufkommt, kann ich nicht beurteilen.“

Sorge um Jugendliche

„Fußball soll ab September beginnen“, sagt Vorsitzender Peter Niedermeier, im Juli könnte das Mannschaftstraining starten. Das müsse aber von der Politik noch freigegeben werden.

Turnen und Fitness haben „Corona-Pause“, erklärt Irmi Spiegel. Auch im Judo läuft nichts.

Corona: Merkel spricht in Regierungserklärung über Grundrechte +++ Gemeinsamer Kurs von Bund und Ländern Mehr zum Thema

Die Kampfsportart werde noch länger auf grünes Licht warten müssen. „Nicht einfach“, so der Gründer der Abteilung Radu-Mihai Focsaneanu, der sich Sorgen macht, dass viele Jugendliche dem Sport dann ganz fernbleiben.

Die Tischtennis-Sparte hofft auch, so Abteilungsleiter Thomas Hamberger, auf eine baldige Öffnung der Schulturnhalle.

Insgesamt zieht der Verein aber ein positives Fazit: „Alle halten sich an die Vorgaben“, so Vorsitzender Niedermeier.

Kommentare