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Münchener Bildungsforum in der IHK-Akademie Westerham: Vortrag von Prof. Dr. Axel Koch

Optimierung der Transferstärke

Mit großem Interesse verfolgten die Forums-Teilnehmer die Vorträge. Fotos baumann
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Mit großem Interesse verfolgten die Forums-Teilnehmer die Vorträge. Fotos baumann

München/Westerham - "Führen und Lernen in innovativen Unternehmen" lautete das Thema des Herbstforums des Münchener Bildungsforums (MBF), zu dem Vorstand Heinz Oesterle rund 70 Teilnehmer in der IHK-Akademie Westerham empfing. In seiner Einführung zum Auftakt-Vortrag wies er darauf hin, dass "führen" stets auch mit "lernen" zu tun habe. Als erster Referent stellte dann Prof. Dr. Axel Koch unter dem Titel "Neue Wege für eine rentable Personalentwicklung und mehr Trainingswirkung" die von ihm entwickelte Transferstärke-Methode vor. "Transferstärke" beschreibt die Fähigkeit einer Person, Lernerkenntnisse aus einer Fortbildung oder einer anderen Lernsituation nachhaltig in die Praxis umzusetzen.

"Ohne Transferstärke gibt es keinen Weiterbildungserfolg", betonte der Dozent der Fernhochschule Riedlingen und Buchautor. Bei der Präsentation seines Lösungsansatzes stellte er drei grundlegende Fähigkeiten heraus, die für den Umsetzungserfolg von Lernimpulsen verantwortlich sind: Offenheit ("zentrale Grundlage für jede Weiterentwicklung"), Umsetzungsinitiative ("ohne Aktivität und Selbstverantwortung bleibt alles beim Alten") und Veränderungskompetenz ("entscheidend für die Entstehung neuer Kompetenzen und Gewohnheiten"). Als weiteren bedeutenden Parameter nannte Prof. Koch ein "unterstützendes Umfeld", das den situativen Einfluss auf die Transferstärke darstelle. Dazu zählten unter anderem interessierte Vorgesetzte, eine motivierende Teamkultur und "Zeit für Neues". Als Herzstück des Konzeptes und wichtigsten Ansatzpunkt bezeichnete der Wissenschaftler den von ihm entwickelten Transferstärke-Test, bei dem die Transferstärke von Trainingsteilnehmern erfasst wird und auf den entsprechende, maßgeschneiderte Trainingsprozesse folgen.

Dieser Test umfasst insgesamt 39 Einzelpunkte und wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren mit 400 Probanden entwickelt. Auch die Teilnehmer des MBF-Forums nahmen mittels eines verkürzten Fragebogens an einem Transferstärke-Test teil, der in einem der Workshops im Rahmen des Forums ausgewertet wurde. Abschließend erläuterte der Referent Chronologie und Inhalte eines erfolgreichen Praxistestes in einem Sicherheitsunternehmen, in dem ein Teamleiter ohne den eingesetzten Transferstärke-Prozess innerlich weiter gekündigt und seine Führungsleistung nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten erbracht hätte.

"Über die Wirksamkeit eines Trainings entscheidet nicht nur der Inhalt, sondern die Transferstärke der Teilnehmer" resümierte er. Nach seinen mit kräftigem Applaus bedachten Ausführungen beantwortete der Referent in der anschließenden Diskussion noch Fragen aus dem Teilnehmerkreis. Die Themen der weiteren Vorträge der zweitägigen Veranstaltung mit Referenten aus Wissenschaft und Praxis lauteten "Kollegiale Beratung", "Lernen von den innovativsten Firmen des Silicon Valley", "Siemens Engagement Survey", "Das Gore-Konzept - ein Instrument zur Leistungs- und Wertsteigerung" und "Innovative Denkanstöße für die Führungskräfteentwicklung". bjn

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