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ENTSPANNTE KINDER, ENTSPANNTE FAMILIEN

Online-Training der Bruckmühler Handballer hilft Kindern durch den Lockdown

Kamera an, Ton aus und den Handball in beide Hände: Nach dieser Ansage von Trainerin Tanja Mertes geht die „Post im elterlichen Wohnzimmer ab“.
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Kamera an, Ton aus und den Handball in beide Hände: Nach dieser Ansage von Trainerin Tanja Mertes geht die „Post im elterlichen Wohnzimmer ab“.
  • VonTorsten Neuwirth
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Die Handballer des SV Bruckmühl haben ein Online-Training für Kinder ins Leben gerufen. Damit setzen sie den Wunsch vieler Eltern um, die Kinder in Bewegung zu bringen. Die erhoffte Wirkung ist eingetreten: Nach dem Training sind die Kids entspannt. Und das tut auch dem Familienleben gut.

Bruckmühl – „Lukas, mehr in die Hocke! Marit, beide Hände fest an den Ball! Tobi, Gas geben, eine Minute noch bis zur Trinkpause!“ Diese klaren Trainingsansagen von Coach Tanja Mertes kommen aus dem Wohnzimmer und gehen ins Wohnzimmer, Kinderzimmer oder in die Küche.

Seit gut vier Wochen halten die Handballer des SV Bruckmühl ihre kleinen Nachwuchs-Akteure mit altersgerechten Online Trainingseinheiten „gehörig auf Trapp“.

Damit die Decke nicht auf den Kopf fällt

Mit dieser spontanen Aktion hat die Handballer-Jugendleitung mit dem Trainerteam den Wünschen vieler Eltern entsprochen. „Wir haben viele kleine Hilferufe bekommen, dass den Kids zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und das Stresslevel in der Familien aufgrund der fehlenden Bewegungsmöglichkeiten der Kinder steigt“, erzählt Jugendleiterin Mertes.

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Nach dem Motto „Wenn schon, dann aber auch richtig“ hat das Jugendteam gleich für alle vier Handball-Kids-Teams im Alterssegment von den Minis ab sechs Jahren bis zur C-Jugend von 12 bis 14 Jahren separate Online-Trainingspläne geschrieben.

Mit vollem Eifer gehen die jungen Handball-Cracks beim Online-Training zur Sache, nach Informationen aus Szenekreisen ist das Hausmobiliar noch „heil geblieben“.

Die besondere Herausforderung war dabei, die Motivationssteuerung der einzelnen Online-Trainingsinhalte den zwei Trainingsgruppen – Minis und E-Jugend am Mittwoch sowie männliche D- und C-Jugend am Donnerstag – altersentsprechend anzupassen und über Wochen variabel fortzuschreiben. „Während du die Kleinen über die spielerische Form packen musst, kannst du bei den Älteren schon mehr ins handballerische Detail gehen“, beschreibt Mertes die Trainings-Philosophie.

Zusammenhalt stärken

Während sich das Betreuer-Team mit Pezi Herwegh, Kurt Benna, Moritz Mahr, Sarah Limbrunner sowie Michaela Klein und Jugendleiterin Mertes um die Trainingsinhalte kümmerte, übernahm Moritz Mahr die technische Umsetzung des Online-Projektes. „Wichtig war uns vor allem, den Kids auch das Gefühl zu geben, dass wir gerade in schwierigen Zeiten für sie da sind und sie nicht vergessen haben“, beschreibt Kurt Benna den Grundgedanken.

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Dass die SVBler mit der Maßnahme „den Ball richtig eingenetzt“ haben, beweisen die guten Teilnehmerzahlen am Training und das positive Feedback der Eltern: „Nach so einer Trainingseinheit sind unsere Kids einfach relaxed, das tut dem ganzen Familienleben gut.“

Stühlerücken in den Stuben

Da ist es dann auch kein Problem, dass vor und nach dem Online-Training erst einmal eine größere Stühle-, Sessel- oder Tisch-Schiebe-Aktion im Wohnzimmer notwendig ist. „Das ist dann auch schon mal ein kleines Mama-Papa-Fitnessprogramm“, beschreibt Trainerin Herwegh das wöchentliche Prozedere.

Das Trainings-Highlight für die Kleinen ist das Abschlussspiel „Feuer, Wasser, Blitz“. Bisher ist in den Wohnungenalles heil geblieben: „Nach Informationen aus bestens unterrichteten Quellen musste übrigens noch keine Hausratversicherung im Anschluss an unser Online-Training kontaktiert werden“, sagt Jugendleiterin Mertes mit einem Augenzwinkern.

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